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gamescom 2026: Castlevania: Belmont's Curse angespielt

gamescom 2026: Castlevania: Belmont's Curse angespielt

Philipp

Zwölf Jahre mussten wir auf einen großen neuen Serienableger warten. Pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum bringt Konami die Marke nun zurück. Entwickelt wird Castlevania: Belmont's Curse von Evil Empire, die uns zusammen mit Motion Twin schon das großartige Dead Cells beschert haben. Wir haben die Anspiel-Session auf der gamescom direkt genutzt, um im anschließenden Interview mit Produzent Tsutomu Taniguchi und dem Entwickler-Team ein paar spannende Details aus ihnen herauszukitzeln.

Castlevania: Belmont's Curse

NSW

Entwickler
MotionTwin
Publisher
Konami
Konsole
NSW
Modi
Einzelspieler
Freigabe
USK ab 16

Konsole

Nintendo Switch 2

NSW2

Publisher / Entwickler

EvilEmpire

Keine Spur von Rogue-like

Die wichtigste Info für alle traditionsbewussten Fans gleich vorweg: Es ist ein waschechtes, explorationsbasiertes 2D-Metroidvania. Von befürchteten Rogue-like-Mechaniken fehlt jede Spur. Darauf im Interview angesprochen, scherzte Entwickler Bérenger Dupré, dass sie wohl Morddrohungen erhalten hätten, wenn sie diesen Weg gegangen wären. Das Team war sich absolut einig: Das Spiel musste einfach als echtes Castlevania zurückkehren.

Willkommen in Paris, 1499

Die Handlung setzt im Jahr 1499 an und spinnt die Geschichte 23 Jahre nach Dracula's Curse weiter. Wir steuern Rose Belmont, die Tochter von Trevor Belmont und Sypha Belnades. Laut den Entwicklern fiel die Wahl ganz bewusst auf eine weibliche Protagonistin, da sich die Weitergabe des Familienfluchs von Mutter zu Tochter erzählerisch deutlich emotionaler und dramatischer umsetzen ließ als bei einem Vater-Sohn-Gespann. Auch der Titel Belmont's Curse ist kein Zufall: Das Team formt damit ganz bewusst eine inoffizielle „Curse-Trilogie“ zusammen mit Dracula's Curse und Curse of Darkness.

Karten legen und Bosse klatschen

Spielerisch greift der Titel tief in die Historie der Serie. Das flüssige Gameplay fühlt sich schnell vertraut an. Zwar hat Rose die berühmte Familienpeitsche „Vampire Killer“ im Gepäck, in unserem angespielten Abschnitt funktionierte diese jedoch eher als magischer Angriff und praktischer Enterhaken. Für die modernen Peitschen-Mechaniken hat sich das Team laut Sandro Bordier stark von Super Castlevania IV inspirieren lassen.

Der eigentliche Kern ist jedoch das von Mutter Sypha hinterlassene Tarotkarten-System. Besiegt ihr einen Bossgegner, wird dieser in einer Karte versiegelt, wodurch Rose neue Zauber und Spezialaktionen erhält. Da Rose als Tochter von Sypha eine Magie-Nutzerin ist, dienten hierfür ganz klar Titel wie Circle of the Moon, Aria of Sorrow oder Portrait of Ruin als spielerische Vorbilder. Von Order of Ecclesia hat man sich zudem die Struktur der Spielwelt abgeschaut: Ihr erkundet zunächst das sehr vertikal und gotisch gebaute Paris, bevor später das Schloss als eine Art „Co-Star“ in Erscheinung tritt.

Ziemlich fordernd, aber flexibel

Am Ende der Demo stand uns ein Bosskampf bevor, der durchaus knackig war. Der spielerische Anspruch ist also definitiv vorhanden. Sehr positiv aufgefallen sind uns dabei die umfangreichen Gameplay-Einstellungen. Wer an einem Boss verzweifelt, kann sich das Leben durch mehr Heiloptionen oder erhöhten eigenen Schaden leichter machen. Es gibt sogar eine Option, mit der man schlicht nicht sterben kann, falls man stressfrei die Story erleben möchte.

Optisch geht der Titel einen sehr bunten Weg und verabschiedet sich vom klassischen Pixel-Look. Das liegt laut Entwicklern einerseits an der Lesbarkeit der schnellen Action, andererseits wollte man die unheimliche Atmosphäre durch den starken Kontrast von lebhaften Farben erzeugen – inspiriert von klassischen italienischen Giallo-Horrorfilmen.

Wir verlassen die Anspiel-Session mit genau dem Gefühl, das Entwickler Sandro Bordier bei den Fans wecken möchte: Es fühlt sich an, als würde man nach vielen Jahren einen wirklich guten alten Freund wiedersehen, mit dem man sofort wieder eine tolle Zeit hat.

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2 Kommentare

happy nickivor 20 Tagen

Das freut mich für die Castlevaniafans dass es eben nicht, wie befürchte, ein rogue like ist 😀

nimmerlandjungevor 18 Tagen

Bin gespannt