
gamescom 2026: Gate Zero angespielt
Auf Messen wie der gamescom stolpert man immer wieder über Titel, die durch ihr Konzept sofort aus der Masse herausstechen. Gate Zero des norwegischen Studios Bible X ist definitiv so ein Fall. Das Team wagt sich an ein Third-Person-Action-Adventure mit historisch-religiösem Bezug, verpackt das Ganze aber in ein handfestes Sci-Fi-Szenario.
Für unsere Nintendo-Community sei direkt vorweg festgehalten: Das Spiel ist bislang ausschließlich für PC (Steam), PlayStation 5 und Xbox Series X/S angekündigt. Eine Fassung für die Switch oder Switch 2 steht derzeit nicht im Raum. Dennoch lohnt sich ein neugieriger Blick über den Tellerrand, denn spielerisch hat die Demo in Halle 10.1 einige interessante Ansätze gezeigt.
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Gate Zero
PS5
- Entwickler
- Bible X
- Publisher
- Templar Media
- Modi
- Einzelspieler
Dystopie trifft auf das Jahr 30 n. Chr.
Die Prämisse klingt erst einmal ungewohnt: Wir schlüpfen in die Rolle von Max, einem Waisenjungen aus dem Jahr 2072. In dieser düsteren Zukunft versucht das diktatorische Regime „UniFi“, durch Zeitreisen den Verlauf der biblischen Geschichte nachträglich zu manipulieren, um die Menschheit ideologisch an sich zu binden. Max stößt auf eine alte Zeitmaschine seiner verstorbenen Eltern und reist in die Vergangenheit, um genau diese Eingriffe rückgängig zu machen.

Präzises Platforming und flotter Hirtenstab
Wer nun einen trägen Walking-Simulator befürchtet, wird schnell eines Besseren belehrt. Das Gameplay präsentiert sich überraschend actionlastig. Ausgestattet mit einem klassischen Hirtenstab, teilt Max leichte sowie schwere Angriffe aus. Das Timing spielt in den Kämpfen eine tragende Rolle: Eine saubere Parrier-Funktion ermöglicht es, gegnerische Angriffe im richtigen Moment abzuwehren oder Geschosse direkt auf Angreifer zurückzuwerfen, um im Anschluss die Lücke für Gegenattacken zu nutzen.
Dazu gesellt sich eine Steinschleuder, deren Geschosse an bestimmten Punkten mit Elementareffekten aufgeladen werden können, sowie eine Teleportations-Mechanik. Letztere kommt vor allem in den fordernden Kletter- und Sprungpassagen zum Tragen. Hier verlangt Gate Zero ordentlich Multitasking: Das Platforming erfordert den schnellen Wechsel zwischen Teleport und Sprüngen, während man gleichzeitig von gegnerischen Kreaturen unter Beschuss genommen wird.
Anspruchsvolle Gefechte mit kreativen Lösungsansätzen
Bei den Gegnertypen setzt die Demo auf metallisch beschuppte Tierwesen wie Schlangen, Wölfe und Vögel. Zum Abschluss der Messe-Session wartete ein knackiger Bosskampf gegen eine gigantische Schlange.

Unser Ersteindruck
Gate Zero überrascht mit einer sauberen technischen Umsetzung auf Basis der Unreal Engine 5 und einem Gameplay-Mix, der deutlich anspruchsvoller und dynamischer ausfällt, als man es bei dieser Thematik vielleicht vermuten würde. Das Konzept ist mutig und die Verknüpfung aus historischem Schauplatz und Zeitreise-Mechanik wirkt erfrischend eigenständig.
