Spieletest: Resident Evil Requiem NSW2
Weitere Infos
Releasedate:27. Februar 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Stark inszenierte Story
- Zwei unterschiedliche Spielstile – flexibel anpassbar
- Wunderbare Atmosphäre
- Viele freischaltbare Extras
- Negativ:
- Kein Söldnermodus
- Schwankungen in der Framerate
- Kleine grafische Schwächen (Kantenflimmern, Rauschen)
Resident Evil 7: Biohazard war wie ein Neustart einer ihrer beliebtesten Reihen für Capcom. Statt dem Actionfeuerwerk früherer Teile, lag der Fokus auf klaustrophobischem Horror aus der Ego-Perspektive. Resident Evil Village führte diesen Ansatz gekonnt fort, jedoch nahmen die Actionsequenzen wieder mehr zu und das erzählerische Element bekam mehr Raum. Resident Evil Requiem knüpft nun genau dort weiter an. Der Titel soll langjährige Fans, genauso wie Neueinsteiger begeistern. Ob das gelungen ist, erfahrt ihr hier in unserem Test.
Story aus zwei Perspektiven
Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei spielbare Figuren: die FBI-Agentin Grace Ashcroft und Leon S. Kennedy, den treue Fans der Serie auf alle Fälle kennen werden. Während Grace den Schrecken ihrer Vergangenheit aufarbeiten muss, eher vorsichtig agiert und deutlich mit der Situation zu kämpfen hat, ist Leon professionell und eiskalt. Er ist Teil einer Sicherheitsbehörde, sichtlich gealtert und vom T-Virus durch schwarze Geschwülste an Händen und Hals gezeichnet. Erzählerisch wechseln sich beide Charaktere regelmäßig ab. Die erste Hälfte des Spiels gehört vor allem Grace, während im späteren Abenteuer Leon mehr Raum erhält.
Doch worum geht es eigentlich? Natürlich hat erneut die Umbrella Corporation ihre Finger im Spiel. Grace wird zu Spielbeginn ins Wrenwood Hotel berufen, um eine Reihe mysteriöser Todesfälle aufzuklären. Dabei handelt es sich genau um jenen Schauplatz, welcher ihr seit Jahren die schlimmsten Albträume beschert. Hier erlebte sie den grausamen Mord an ihrer Mutter Alyssa Ashcroft. Nach und nach wird Grace in einen Fall hineingezogen, welcher sich im Laufe der Geschichte zu einem größeren Komplott entwickelt. Sie stößt dabei auf grausame Experimente, mysteriöse Blutproben etc. Es scheint, als würde jemand illegale Forschungen betreiben.
Leon gerät tiefer in die strukturellen Hintergründe hinein. Es geht auch hier um besagtes korruptes Netzwerk skrupelloser Wissenschaftler, während im Hintergrund die Fäden ein neuer Antagonist zieht. Dabei ließ sich Capcom nicht davon abhalten, bekannte Hintergründe neu zu interpretieren.
Die Geschichte ist temporeich und schreckt vor vielen Jump Scares und Gewaltdarstellungen nicht zurück. Man wird in den Sog wahrlich hineingezogen und man möchte einfach mehr wissen - mehr über die Vergangenheit von Grace und mehr über die Experimente. Wichtige Enthüllungen werden dabei aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet, wodurch sich die Story bzw. das Gesamtbild Stück für Stück zusammensetzt. Die Bezüge zum Serienuniversum rücken in Requiem wieder verstärkt in den Mittelpunkt.

Grace Ashcroft
Kameratechnisch steuert ihr Grace in Ego-Perspektive, (soll Schreckensmomente hervorheben) während Leons Abschnitte Third-Person sind (für noch mehr Action). Jedoch ist es möglich, dass ganz nach euren Bedürfnissen zu ändern und umzustellen. Die Abschnitte unserer FBI-Agentin sind klassischer Survival-Horror in reinster Form. Die Inventarplätze sind begrenzt, die Munition knapp. Zähe Kreaturen sorgen für ständigen Druck und Nervenkitzel. Auf dem Standard (Classic) -Schwierigkeitsgrad kehren sogar die bekannten Farbbänder zurück, die ihr zum Speichern benötigt. Das sorgt für noch mehr Aufregung, um zu entscheiden, wann der richtige Moment ist, seinen Spielstand zu sichern.
Neu ist ein Craftingsystem, bei dem Blutproben eine Rolle spielen. Diese Items lassen sich aus der Umgebung oder als Loot, nachdem ihr Gegner besiegt habt, gewinnen. Diese könnt ihr mit weiteren Ressourcen kombinieren, um Heilmittel, Munition oder andere hilfreiche Gegenstände herzustellen. Interessant zu erwähnen ist auch, dass wenn ihr Gegner liegen lasst, ihr es später mit einer gefährlicheren Mutation zu tun bekommen könntet. So ist es auch möglich, spezielle Injektionen (Hämolyse-Spritze) herzustellen, um Leichen endgültig aus dem Weg zu räumen. Doch diese benötigen wiederum wertvollen Platz in eurem Inventar. Ihr seht, es gibt viel zu bedenken und zu entscheiden. Ihr müsst ständig abwägen zwischen Ressourcenmanagement und Risiko, was stark an die intensivsten Momente in Resident Evil 7: Biohazard erinnert.

Nin_KevKev*s Sammlung









