Düster, intensiv und packend. Resident Evil Requiem vereint die traditionelle DNA mit Action und Tempo. Die beiden unterschiedlichen Spielstile vermischen sich perfekt zu einem stimmigen Gesamterlebnis. Neu interpretierte Serienbezüge holen auch Veteranen an Board. Auf der Nintendo Switch 2 solltet ihr auf alle Fälle mit technischen Schwächen rechnen, aber dennoch bekommt ihr ein meisterhaft inszeniertes Horror-Highlight auf eure Konsole. Oftmals fiel uns vor Schreck fast der Controller aus der Hand oder wir mussten laut aufatmen. Ein Titel, der Fans wie Neueinsteiger gleichermaßen fesseln wird. Für Genreliebhaber auf alle Fälle jeden Cent wert.
Spieletest: Resident Evil Requiem NSW2
Weitere Infos
Releasedate:27. Februar 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Stark inszenierte Story
- Zwei unterschiedliche Spielstile – flexibel anpassbar
- Wunderbare Atmosphäre
- Viele freischaltbare Extras
- Negativ:
- Kein Söldnermodus
- Schwankungen in der Framerate
- Kleine grafische Schwächen (Kantenflimmern, Rauschen)
Leon S. Kennedy
Wie bereits erwähnt geht es in den Abschnitten von Leon mehr um die Action. Die Munition ist großzügiger verteilt, das Inventar bietet mehr Freiraum in Form eines Koffersystems. Gegner werden euch öfter das Leben schwer machen und häufig habt ihr es sogar mit richtigen Zombieschwärmen zu tun, bei welchen eure besten Freunde eure Waffen sind.
Hier ist vor allem euer „Requiem“ besonders hervorzuheben. Eine Art Schrotgewehr, welche den Kreaturen sofort die Birne wegpustet – blutiger denn je. Auch Nahkampfangriffe feiern ein Comeback. Drückt ihr im richtigen Moment eines Angriffes den Waffenknopf, startet ihr situative Konteraktionen mit richtig viel Wumms. Leon verfügt auch über eine Axt, die er bei sich trägt. Ihr könnt diese jederzeit nachschärfen und sowohl zur Verteidigung, also auch in der Offensive einsetzen.
Wie in Village gibt es wieder ein Händlersystem, jedoch in anderer Form. Statt eines klassischen Verkäufers findet ihr Versorgungskisten, an denen ihr neue Waffen, Rüstungen und Items erwerben könnt. Die benötigte Währung sammelt ihr automatisch durch das Besiegen von Monstern.
Die Balance aus Action und Horror ist sehr gut gelungen und man möchte auch in den Abschnitten von Leon immer am Ball bleiben, was die Handlung betrifft.
Umfang und Wiederspielwert
Das Pacing und der Mix aus Action und Horror ist perfekt. Kein Kapitel fühlt sich unnötig gestreckt an. Anspielungen auf ältere Teile ist vor allem für Kenner der Reihe ein Nice-to-have. Für den ersten Durchlauf werdet ihr in etwa 12 Stunden brauchen. Danach werden zusätzliche Inhalte freigeschaltet, wie wir es bereits aus den Vorgängern kennen, die wiederum zu weiteren Spieldurchgängen einladen. Einen Söldnermodus, also extrem-schwer, gibt es dieses Mal nicht. Die Rätsel orientieren sich stark an den klassischen Teilen. Erforsche Gegenstände um Items zu finden. Suche Sicherungen oder andere Gegenstände um Tore zu öffnen etc. Die Umgebung, Dokumente und Items werden dabei sinnvoll eingesetzt ohne altbaken zu wirken.

Story hui – Technik pfui?
Auf der Switch 2 präsentiert sich Requiem stark, aber nicht top. Im TV-Modus bekommt ihr nur 540p spendiert mit 40 bis 60fps (DLSS-Upscaling). Im Handheld gibt es sogar nur 432p, dafür 60fps (DLSS-Upscaling). Jedoch ist im mobilen Modus mit mehr Rucklern zu rechnen als sonst. Generell kommt die Konsole mit dem Titel an ihre technischen Grenzen. Vor allem zu Beginn merkt man verstärkt Kantenflimmern und Bildrauschen (vor allem bei den Haaren). Dies legt sich im Laufe des Spiels vor allem in den dunklen Arealen. Besonders die Umgebungen profitiert von großartigen Licht- und Schattenreflexen.
Es ist ein sehr schauriges Horrorspiel und die Umgebungen, wie etwa das Wrenwood Hotel, sind sehr atmosphärisch und man vermutet hinter jeder Ecke einen Jump-Scare. Selbst für Switch-Verhältnisse wurde das Motion Capturing gut übertragen, obwohl die hauseigene RE Engine an ihre Grenzen kommt. Auch die Umgebung wirkt manchmal etwas hölzern, aber in Summe gilt wie so oft: Auf der Nintendo Switch 2 erhaltet ihr sicherlich nicht die leistungsstärkste Version des Spiels, wer jedoch keine Alternative hat, für den ist die Umsetzung auf der Nintendo-Konsole mehr als gut gelungen. Dennoch ist zu sagen, dass im direkten Vergleich mit der PS5, bis auf die Haare und etwaige Unschärfen, der Unterschied nicht so groß ist, wie man vielleicht annehmen würde.
Die deutsche Synchronisation ist perfekt und trägt deutlich zur Immersion bei - ebenso die Effekte und der Soundtrack: von ruhigen beruhigenden Klängen zum Erholen, bis treibende, anspannende Musik in intensiven Momenten.
Barrierefreiheit
Auch in punkto Barrierefreiheit hat Requiem einiges zu bieten – egal ob beim Gameplay, der Steuerung oder beim HUD:
- Visuelle Barrierefreiheit (Textgrößen, Kontrast & Helligkeit, HUD-Größe...)
- Spielübelkeit (Wechsel der Kameraperspektiven, Reduzierung von Kamera-Effekten...)
- Motorische Barrierefreiheit (zB optionale Zielhilfe, freie Tastenbelegung...)
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Vielen Dank an die Firma Capcom für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 01.März.2026 - 09:40 Uhr












