Spieletest: Legacy of Kain: Ascendance NSW2
Weitere Infos
Releasedate:31. März 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Starke Lore und Dialoge
- Die Original-Synchronsprecher sind wieder am start
- Super Soundtrack
- Charmanter Grafik-Mix
- Negativ:
- Klobige und unpräzise Steuerung
- Schlechte ausbalancierte Schwierigkeitsgrade
- Sich dauernd wiederholende Kämpfe
- Größtenteils langweiliges Leveldesign
Über 20 Jahre lang lag das Vampir-Epos im tiefen Schlaf, nun ist es endlich erwacht: Mit
Nach den Remastern von
Drei Blutsauger, ein Schicksal
Die
Erschwerend kommt hinzu, dass die Charaktere erzählerisch kaum eingeführt werden. Sie sind einfach da. Da unsere letzte Erfahrung mit zur Reihe mit Soul Rever aus der PS1 etliche Jahre zurückliegt, fiel es uns beim Test sehr schwer, einen Anknüpfungspunkt zu finden, um die tiefgreifenden Motivationen und Hintergründe der Figuren zu verstehen. Zeitlich ordnet sich Ascendance noch vor den Ereignissen des allerersten Soul Reaver-Titels ein. In den verschiedenen Kapiteln wechselt stetig die Perspektive zwischen drei Protagonisten: Dem mächtigen Vampirfürsten Kain, Raziel (in seiner Zeit als Sarafan-Ritter und erster Vampir-Form) und einem prominenten Neuzugang: Elaleth, Raziels Schwester. Als neu eingeführte zentrale Figur bietet sie, zusammen mit den beiden Serien-Veteranen, völlig neue Blickwinkel auf das Geschehen. Die Story-Dichte ist nach der holprigen Eingewöhnung zwar gut und fängt die Shakespeare-artige Melancholie der alten Spiele perfekt ein, setzt aber eben ein massives Vorwissen voraus.

Klobiges 2D-Gemetzel
Während die Geschichte für Kenner irgendwann brilliert, fällt das Spiel auf dem Platz leider völlig in sich zusammen. Zwar unterscheiden sich die drei Protagonisten Kain, Raziel und Elaleth spürbar in ihren Kampfstilen und Grundfähigkeiten, doch mangelt es allen an spielerischer Variabilität. Es gibt keine freischaltbaren Fähigkeiten und keine komplexen Kombinationen. Man hämmert im Grunde nur auf den Standardangriff, was die Kämpfe monoton macht. Ein Lichtblick sind hier immerhin die Bosskämpfe, die zumindest für einen kurzen Moment ein wenig mehr Herausforderung bieten können.
Ein weiterer Kritikpunkt ist das Balancing der Schwierigkeitsgrade. Capcom und Bit Bot Media haben hier kein gesundes Mittelmaß gefunden. Hier als Beispiel die ersten drei Schwierigkeitsstufen:
-Modus „Geschichte“:
Fungiert faktisch als Unverwundbarkeits-Cheat. Abseits der unpräzisen Sprungpassagen gibt es hier keinerlei Herausforderung.
-Modus „Leicht“:
Hier erleidet man minimalen Schaden, was das Spielgefühl jedoch kaum anspruchsvoller macht.
-Modus „Normal“:
Hier zeigt das Spiel sein wahres, teils frustrierendes Gesicht. Als Vampir sinkt die Energieanzeige stetig und muss permanent durch das Blut besiegter Gegner aufgefüllt werden. Wer hier nicht schnell genug tötet, segnet das Zeitliche, und zwar ständig und schnell.
Das führt uns zum Speichersystem: Die Checkpoints sind nur aktiv, solange man die aktuelle Spielsitzung nicht beendet. Wer das Spiel ausschaltet, muss beim nächsten Start am Anfang des Kapitels beginnen. Aufgrund der überschaubaren Kapitellänge ist das zwar verschmerzbar, wirkt aber dennoch wie ein unnötiges Relikt aus alten Zeiten.










