Spieletest: Outbound NSW2
Weitere Infos
Releasedate:14. Mai 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 4
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Unverbrauchtes Camper-Setting
- Schneller Einstieg
- Van-Ausbaumöglichkeiten
- Schöne Spielwelt
- Negativ:
- Grafikschwächen
- Repetitives Gameplay
- Sehr Träger Einstieg
Wer Outbound nur von Screenshots kennt, erwartet vermutlich vor allem eins: absolute Entspannung. Warmer Sonnenuntergang, Lagerfeuerromantik, ein Bus als rollendes Zuhause – klingt nach purem Wohlfühltrip. Doch trifft dieser Eindruck wirklich zu? Die Entwickler von Square Glade Games beschreiben ihr Spiel selbst als „Cosyvival“: eine Mischung aus Cozy-Experience und Survival-Abenteuer. Ein Cosy , Survival , Open World und Crafting Game in einem, das wirkt erstmal wie ein Widerspruch in sich.
Genau diesem Spannungsfeld gehen wir auf den Grund. Wird eure Reise im Bus eurer Wahl zur gemütlichen Camping Auszeit, oder kippt sie irgendwann in einen zähen Überlebenskampf? Erwartet euch ein entschleunigtes Roadtrip Abenteuer voller kleiner Momente oder eher eine anstrengende Langstreckenfahrt mit knappen Ressourcen und harten Entscheidungen? Wir schauen uns an, wie gut Outbound diese Genres unter einen Hut bekommt und ob „Cosyvival“ am Ende mehr ist als nur ein schicker Begriff.
Ab in den Camper und einfach Los!
Eine große, ausufernde Story setzt Outbound euch nicht vor, und das muss es auch gar nicht. Im Mittelpunkt steht vielmehr dieses ganz einfache Gefühl, unterwegs sein zu wollen: losfahren, anhalten, weiterziehen. Zum Start fragt euch das Spiel daher nur, welchen der drei Camper-Vans ihr euer Zuhause auf Rädern nennen möchtet, wie das Gefährt aussehen soll und bastelt euch mit wenigen Handgriffen einen passenden Charakter dazu. Danach gibt es kein langes Vorspiel, ihr dreht den Schlüssel um und rollt im Grunde direkt los.
Damit ihr dabei nicht komplett ins Leere fahrt, streut Outbound zunächst Aufgaben ein, die euch behutsam ins Geschehen ziehen. Über Haupt- und Nebenquests werdet ihr sanft an die grundlegenden Mechaniken herangeführt, bis das Spiel euch nach kurzer Zeit die Leine lässt und ihr euch frei in der Welt bewegen könnt, ganz nach dem Motto: Hier ist euer Bus, hier ist die Straße, macht was draus.
Bei den Fahrzeugen habt ihr die Wahl zwischen drei sehr unterschiedlichen, aber bewusst klischeebeladenen Optionen: einem Modell, das stark an einen alten „Bulli“ erinnert, einem kantigen amerikanischen Van mit 80er Jahre Vibes und einem klassischen Wohnmobil, das ebenso gut aus den 70ern stammen könnte. Outbound spielt dabei gezielt mit dem Freiheitsbild, das man automatisch mit solchen Kisten verbindet, Roadtrip Romantik inklusive. Praktisch unterscheiden sich die Fahrzeuge vor allem in Tempo und Innenraumgröße, was zwar spürbar ist, auf lange Sicht aber nur geringfügig am grundlegenden Spielgefühl rüttelt.

Alles was man zum Überleben braucht
Mit eurem Van seid ihr in Outbound komplett autark unterwegs: Das Fahrzeug fährt elektrisch und lässt sich von Anfang an mit Ressourcen aus der Umgebung wieder aufladen. Drinnen gehören Bett und Werkbank selbstverständlich zur Grundausstattung und genau hier setzt der Genremix an. Während ihr gemütlich durch die Spielwelt rollt, führt euch die Reise durch vier unterschiedliche Biome: ein erstes Gebiet aus Wäldern, Hügeln und Wiesen, später folgen ein Küstenabschnitt, eine Wüste sowie eine asiatisch anmutende Bergregion, die spürbar für Abwechslung sorgen. Parallel dazu meldet sich der Survival-Anteil mit Gesundheits- und Hungerleiste sowie dem Akkustand eures Vans, sodass ihr früh auf Nahrung und Materialien achten müsst. Wirklich gefährlich wird die Gesundheitsleiste allerdings meist nur zu Fuß, etwa durch Fallschaden oder wenn man nach dem Anzünden unachtsam in eines der Lagerfeuer auf den Rastplätzen tappt. Zu entdecken gibt es dabei reichlich: Neben den Feuerstellen warten Sammelobjekte wie Gemälde, Gartenzwerge oder kleine Steintürme, insgesamt Hunderte Elemente, die zum Erkunden motivieren. Dazu kommen Sehenswürdigkeiten wie Türme, Baumhäuser oder Mühlen, die häufig mit kleinen, aber bewusst leicht gehaltenen Rätseln verknüpft sind. Und auch die Straße bleibt nicht immer frei: Umgestürzte Bäume oder eine kaputte Brücke können den Weg blockieren und wollen mit passenden Materialien und Werkzeugen repariert werden . Die nötigen Baupläne dafür ladet ihr wiederum an bestimmten Türmen herunter.
All das kann auch Online mit bis zu 4 Spielern erlebt werden.










