Spieletest: Legacy of Kain: Ascendance NSW2

Screenshot Screenshot Screenshot

Weitere Infos

Releasedate:
31. März 2026

USK 18 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Starke Lore und Dialoge
Die Original-Synchronsprecher sind wieder am start
Super Soundtrack
Charmanter Grafik-Mix
Negativ:
Klobige und unpräzise Steuerung
Schlechte ausbalancierte Schwierigkeitsgrade
Sich dauernd wiederholende Kämpfe
Größtenteils langweiliges Leveldesign

Langeweile hinter mürben Mauern

Auch Entdecker kommen in Ascendance nicht auf ihre Kosten. Zwar gibt es versteckte Schriftrollen, welche die ohnehin starke Lore weiter vertiefen, doch die Suche danach ist schlichtweg langweilig. Es läuft immer auf das gleiche Muster hinaus: Entweder man zerschlägt eine Kiste, die verdächtig in der Ecke steht, oder man achtet auf ein Funkeln an der Wand, die man dann ebenfalls einreißt. Das ist repetitives Gamedesign par excellence und bietet keinerlei Befriedigung.

Die Steuerung bleibt zudem das größte Hindernis. Sie fühlt sich klobig und unpräzise an, was gerade in den vertikalen Passagen zu frustrierendem Trial & Error führt. Man stürzt viel zu oft unverschuldet in den Tod, nur um dann wegen des harten „Normal“-Modus oder der Sitzungs-gebundenen Checkpoints erneut durch die immer gleichen, simplen Level zu laufen.

Interessant ist, dass das ein oder andere Level durchaus mit klugen und interessanten Ideen aufwarten kann. So ist eine Passage komplett in schwarz & weiß gehalten und es gibt eine schön inszenierte Verfolgungsjagd auf Pferden. Hier sieht man, wieviel Potential in den anderen Levelabschnitten verschenkt wurde.

Ein wilder Stil-Mix

Optisch geht das Spiel von Entwickler Bit Bot Media einen sehr eigenwilligen, aber interessanten Weg. Das eigentliche Gameplay findet in detaillierter 2D-Pixel-Art statt. Die Charakter-Dialoge werden von gezeichneten Artworks begleitet, während die Story-Zwischensequenzen überraschenderweise in einer charmanten, polygonarmen "PS1-Ära"-Grafik präsentiert werden. Hoffentlich eine bewusste Verbeugung vor den Wurzeln der Serie und keine Sparmaßnahme.

Das Highlight des Spiels ist jedoch die Akustik. Dem Studio ist es tatsächlich gelungen, die ikonischen Original-Synchronsprecher (allen voran Michael Bell als Raziel und Simon Templeman als Kain) wieder ins Tonstudio zu holen. Ihre theatralischen, tiefgründigen Monologe sorgen sofort für Gänsehaut. Der treibende Industrial-Soundtrack von Celldweller untermalt die düstere Atmosphäre perfekt, kann die spielerische Monotonie auf Dauer aber leider nicht gänzlich übertönen.

Seite

1 2 [Fazit]

Fazit

Legacy of Kain: Ascendance ist ein extrem zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite liefert es genau das, was Fans seit über 20 Jahren fordern: eine Erweiterung der Lore, geniale Dialoge, einen super Soundtrack und die Rückkehr der grandiosen Originalsprecher. Auf der anderen Seite steht ein 2D-Plattformer, dessen Gameplay fast schon an eine Pflichtaufgabe grenzt. Die klobige Steuerung, das Trial-&-Error-Plattforming, die nicht vorhandene Progression und die repetitiven Kämpfe bremsen den Spielspaß massiv aus. Wer die Story von Nosgoth liebt, muss sich hier regelrecht durchs Gameplay beißen, um die nächste Zwischensequenz zu erreichen. Für Die-Hard-Fans der Handlung ein Muss, für reine Action-Platformer-Fans eher eine Enttäuschung.

Grafik
7
Sound
9
Gesamt
6

verfasst von „Philipp“

Diesen Artikel teilen:

Vielen Dank an die Firma Crystal Dynamics für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 23.April.2026 - 23:18 Uhr