Spieletest: Kena: Bridge of Spirits NSW2
Weitere Infos
Releasedate:26. März 2026
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- kreatives und intuitives Gameplay
- fantastisches Animationsdesign
- liebenswerte Begleiter
- variabler Schwierigkeitsgrad
- Negativ:
- einzelne Kamera- und Steuerungsfehler
- Unschärfen in Close-Ups
- begrenzte Gegner-Vielfalt
- moderater Skilltree
Kena: Bridge of Spirits war das erste und zugleich ambitionierte Videospiel des Entwicklers Ember Lab, der zuvor im Umfeld von Animationsfilmen Erfahrungen sammelte. Ob das 2021 für die Playstation erschienene Debüt, für welches mittlerweile ein Nachfolger angekündigt wurde, auch auf der Nintendo Switch 2 überzeugen kann, erfahrt ihr in diesem Test.
Abenteuer einer jungen Geisterführerin
Kena: Bridge of Spirits erzählt die Geschichte der jungen Kena. Sie entstammt einer traditionsreichen Familie von Geisterführern, deren Aufgabe es ist, verlorenen und verwirrten Seelen den Übergang ins Jenseits zu erleichtern und sie dabei zu begleiten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist meist ein Konflikt der Charaktere im Diesseits zu lösen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Kenas Heimat, das beschauliche Bergdorf, von einer mysteriösen Katastrophe in Mitleidenschaft gezogen wurde. Überall in der Welt wuchern giftige Gewächse, bösartige Kreaturen treiben ihr Unwesen und die Orte sind verwaist. So macht sie sich auf den Weg, dem ganzen auf den Grund zu gehen und gleichzeitig einigen Seelen ihren Frieden zu schenken.
Rott – Kenas wuschelige Begleiter
Ihr macht euch auf den Weg, ausgerüstet mit einem magischen Stab, der einen Kristall in sich birgt und schon wenig später diverse Waldkreaturen das Fürchten lehren wird. Ihr interagiert mit der Natur und findet kurzerhand eure ersten Rotts, mit deren Hilfe ihr die modernden Giftgewächse beseitigen könnt. Diese sind kleine, magische Fellknäule, die euch nicht nur im Kampf unterstützen, sobald sie sich durch euren Eifer ermutigt fühlen, sondern auch bei der Bewältigung von Rätseln zur Seite stehen. Sie öffnen Truhen, verputzen Früchte, wo sie sie finden und sorgen für Ordnung. An manchen Stellen könnt ihr sie zudem Steuern, um Geheimnisse und Wege freizulegen, dafür fügt ich sie zu einem Schwarm zusammen.

Leider ist die Steuerung bei diesen Sequenzen über den rechten Stick vorgesehen, während ihr Kena mit dem Linken Analogstick steuert und die Kamera damit tendenziell etwas zu überfordert ist. Doch letztlich zählt das Ergebnis, denn je mehr gute Taten ihr in der Welt, etwa durch das Aufstellen von Statuen und für eure niedlichen Begleiter verrichtet, desto mehr Karma sammelt ihr.
Karma ist wiederum die Ingame-Währung, die euch Upgrades ermöglicht. Aktiviert ihr das Spielmenü per – Taste, könnt ihr nämlich eure Ausrüstung und Kampffähigkeiten weiterentwickeln. Hier steht euch ein überschaubar differenzierter Skilltree zur Verfügung. Je nach Story-Fortschritt verfügt ihr neben dem Kristallstab über eine Bogen-Fähigkeit und eine Bombe. Habt ihr das nötige Level erreicht und genug Karma in der Tasche, aktiviert ihr die erweiterten Fähigkeiten. Diese sind zum Beispiel ein Spurt-Angriff mit dem Stab, eine Zeitverlangsamung beim Bogen oder ein größerer Köcher.

Außerdem dürft ihr durch gefundene Zauber dauerhafte Effekte wirken, z.B. dass ihr nach einer Heilblume kurzzeitig stärker seid oder dass Schutzzauber länger wirken. Von diesen Zaubern könnt ihr ebenfalls mehr als 10 in der Welt sammeln und mit der Zeit euren Spielstil anpassen.
Je mehr Rott zu euch stoßen, teils storybedingt, teils durch aufmerksames Entdecken, desto stärker werdet ihr und levelt auf. Natürlich dürft ihr eure Begleiter auch personalisieren und in kleineren Läden Hüte für sie kaufen. Wer also am Ende alle 100 Rotts zusammen hat, ist quasi der Besitzer eines wandelnden Kopfmoden-Geschäftes.
Weniger Gear heißt mehr Gegner
Wo ihr bei Ausrüstung und Upgrades nicht ins Stolpern kommt, sorgt das Spiel durch die Gegneranzahl, wenn auch mäßige -vielfalt für den ein oder anderen Überraschungsmoment. Ihr könnt nicht nur jederzeit wählen, ob ihr das Spiel im Storymodus oder einem herausfordernderen Schwierigkeitsgrad erleben wollt. Die Gegner und Bosse sind je nachdem eher Kristallstab-Futter oder erbarmungslos wie in eurem letzten Soulslike-Abenteuer. Ihr habt zudem die Möglichkeit, eure überschaubare Gesundheitsleiste durch das gezielte Variieren von Nah- und Fernkampfangriffen durch Stab, Bogen und Bombe zu schützen oder mit euren Rott sogar Heilblumen zu aktivieren. Tut ihr das, neben regelmäßigem Parieren, nicht, so ist der ein oder andere Tod auch in einem wunderschönen Spiel wie Kena: Bridge of Spirits gewiss.









