Spieletest: Rise of the Tomb Raider: 20 Year Celebration NSW2

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Weitere Infos

Releasedate:
9. Juni 2026

USK 18 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-2

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Umfangreiche Complete Edition mit viel Inhalt
Abwechslung pur: Kämpfen, Rätseln, Erkundung und Plattforming
Tolles Raytracing und kurze Ladezeiten
Maus-Modus, Komfort- sowie Zugänglichkeitsoptionen
Negativ:
Kamera wirkt teilweise zu starr
Spürbare Latenz im Maus-Modus
Gegner-KI und Tierverhalten teils vorhersehbar

Mit der Rise of the Tomb Raider: 20 Year Celebration-Edition erscheint Laras zweites Abenteuer der Reboot-Trilogie nun erstmals auf Nintendo Switch 2 und bringt nicht nur die komplette DLC-Sammlung mit, sondern will auch zeigen, dass auch ältere AAA-Titel auf Nintendos neuer Hardware funktionieren können. Wie gut das gelungen ist, ordnen wir in diesem Nintendo Switch 2 Review ein.

Auf den Spuren der Unsterblichkeit

Die Geschichte führt Lara Croft nach Sibirien, wo sie der Legende der verlorenen Stadt Kitesch und der sogenannten Göttlichen Quelle nachjagt, einem Artefakt, dem die Macht der Unsterblichkeit nachgesagt wird. Gleichzeitig gerät sie erneut ins Visier der skrupellosen Geheimgesellschaft Trinity, die ihre eigenen Pläne verfolgt.

Die Erzählung wird abwechslungsreich präsentiert und arbeitet mit Rückblenden, spielbaren Erinnerungen und klassischen Entdeckersequenzen. Dadurch entsteht ein angenehmer Erzählfluss, der Laras Entwicklung glaubwürdig weiterführt und die Familie Croft ehrt. Vorkenntnisse aus Tomb Raider: Definitive Edition sind zwar hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Wenn ihr den ersten Teil bislang verpasst habt, könnt ihr trotzdem problemlos mit Rise of the Tomb Raider einsteigen, ohne erzählerisch abgehängt zu sein.

Abenteuerlust in Form

Spielerisch liefert Crystal Dynamics auch zehn Jahre später noch eine beeindruckende Vorstellung ab. Die verschiedenen Gameplay-Systeme greifen hervorragend ineinander und sorgen für ein hohes Maß an Abwechslung.

Mal jagt Lara mit Pfeil und Bogen Wildtiere, um Ressourcen zu sammeln. Wenig später schleicht sie sich lautlos durch feindliche Lager, eliminiert Trinity-Soldaten aus dem Hinterhalt oder liefert sich offene Gefechte mit ihrem stetig wachsenden Waffenarsenal. Anschließend warten wieder spektakuläre Kletterpassagen, riskante Sprünge über Abgründe oder versteckte Höhlen voller Geheimnisse.

Besonders gelungen sind die zahlreichen optionalen Gräber. Sie stellen die eigentlichen Highlights des Spiels dar und verbinden cleveres Rätseldesign mit Erkundung und Belohnungen. Hinzu kommen zahlreiche Sammelobjekte, Dokumente und Relikte, die Erfahrungspunkte liefern und neue Fähigkeiten oder Ausrüstungsverbesserungen freischalten.

Dank der Lagerfeuer, die gleichzeitig als Schnellreisepunkte dienen, könnt ihr flexibel Fertigkeiten ausgebauen und Ressourcen sinnvoll investieren. Das motiviert durchgehend zum Erkunden der unterschiedlichen Gebiete.

Optionen und Zugänglichkeit

Die Switch-2-Version liefert zudem mehrere Einstellungsmöglichkeiten. So können mehrere Schwierigkeitsgrade ausgewählt und jederzeit angepasst werden. Einzelne Funktionen wie Zielsensitivität oder Achsenanpassungen verbessern die Spielbarkeit zusätzlich.

Als hilfreich könnte sich euch auch der Zielmarker erweisen, der beim Umgebungsscan die grobe Richtung des nächsten Ziels anzeigt. Gerade in verschneiten Arealen oder komplexeren Grabkammern verhindert dies Orientierungslosigkeit und hält den Spielfluss angenehm hoch.

Was uns auch positiv auffiel: Der Maus-Modus der Nintendo Switch 2 wird unterstützt. Noch immer verzichten viele Titel auf diese Funktion, weshalb ihre Integration hier für uns mindestens erwähnenswert ist. Präzises Zielen fühlt sich damit angenehm direkt an und zeigt erneut das Potenzial dieser Steuerungsoption. Gleichzeitig ist die Latenz, also Eingabeverzögerung, noch zu hoch. Hier bessert Asypr hoffentlich noch einmal nach. Ebenso bei der Gyro-Steuerung, die schlichtweg nicht funktioniert.

Technik auf der Switch 2

Für ein Spiel aus dem Jahr 2015 präsentiert sich Rise of the Tomb Raider auf Nintendo Switch 2 stark. Die Zwischensequenzen sehen noch immer hervorragend aus und profitieren von der atmosphärischen Inszenierung sowie den detaillierten Charaktermodellen.

Auch im Handheld-Modus überzeugt die Darstellung mit einem guten Farbspektrum und stabiler Performance. Die Ladezeiten fallen erfreulich kurz aus und während unseres Tests traten keine großen Bugs oder technische Probleme auf. Ja, es gibt vereinzelt nachladende Texturen, Flackern und die Framerate liegt bei 30 Bildern pro Sekunde, ist dafür aber sehr stabil. Auch die Grafikqualität ist insgesamt gelungen.

Besonders die Lichtstimmung beeindruckt. Moderne Effekte und Raytracing-Unterstützung sorgen regelmäßig für eindrucksvolle Momente in eisigen Höhlen, verlassenen Tempelanlagen oder verschneiten Landschaften.

Ganz spurlos sind die vergangenen zehn Jahre allerdings nicht am Spiel vorbeigegangen. Einige Assets verraten ihr Alter sichtbar. So wirken einzelne Tieranimationen oder Gegnerverhalten gelegentlich etwas steif. Aufgefallen sind uns z.B. Skorpione an der Decke einer Grabkammer, die immer identische Bewegungsmuster absolvieren und teilweise fast schon magisch an Wänden erscheinen.

Zudem hätte die Kamera in Kletterpassagen etwas dynamischer ausfallen dürfen. Hier wirkt sie gelegentlich zu starr und schränkt die Übersicht unnötig ein.

Atmosphäre und Synchronisation

Akustisch überzeugt Rise of the Tomb Raider ebenfalls. Der Soundtrack ist orchestral, bleibt mal im Hintergrund und kracht dann wieder aus vollem Ensemble. Die dynamische Range unterstützt die Stimmung dadurch effektiv und sorgt in wichtigen Momenten für die passende emotionale, mystische oder auch brachiale Untermalung.

Besonders gelungen ist die deutsche Vertonung. Lara wirkt glaubwürdig und transportiert die Entwicklung ihrer Figur überzeugend. Auch die übrigen Sprecher leisten solide Arbeit, wodurch die Geschichte - im Rahmen ihrer Handlungsstränge - spannend erzählt wird.

Das komplette Tomb-Raider-Paket

Die größte Stärke dieser Version liegt jedoch im Gesamtumfang. Für einen Preis von 29,99 Euro erhalten Spieler das komplette Paket inklusive sämtlicher DLCs, Zusatzmissionen, Outfits, Waffen, Expeditionskarten und Bonusmodi.

Ob die übernatürliche Erweiterung Baba Yaga: Der Tempel der Hexe, der Survival-Inhalt Kalte Finsternis erwacht oder die Story-Erweiterungen Blutbande und Laras Albtraum – alles ist bereits enthalten und erhöht den Spielwert nochmals deutlich.

Fazit

Rise of the Tomb Raider: 20 Year Celebration ist ein hybrider Schatz. Die Mischung aus spannender Schatzsuche, cleveren Grabkammern, abwechslungsreichen Kämpfen und atmosphärischer Inszenierung funktioniert auch zehn Jahre nach Veröffentlichung noch hervorragend. Die Nintendo-Switch-2-Version überzeugt zudem mit kurzer Ladezeit, insgesamt sauberer Technik, sinnvoller Maus-Unterstützung und einem Umfang inklusive sämtlicher Erweiterungen. Kleinere Alterserscheinungen bei einzelnen Assets und eine gelegentlich etwas starre Kamera sorgen für Abzüge, ändern aber nichts daran, dass hier ein gelungenes Abenteuerpaket wartet. Wer Laras Reise bislang verpasst hat, erhält auf der Nintendo Switch 2 einen tollen Teil der gesamten Reihe zu einem ausgesprochen fairen Preis.

Grafik
8
Sound
8
Gesamt
8

verfasst von „ Maik“

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Vielen Dank an die Firma Aspyr für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 23.Juni.2026 - 12:15 Uhr