Final Fantasy VII Rebirth ist auch auf der Switch 2 ein außergewöhnliches Rollenspiel. Die Präsentation im Docked-Modus ist über weite Strecken atemberaubend, jedoch muss die technische Umsetzung einige deutliche Kompromisse eingehen und gerade die offene Welt offenbart regelmäßig ihre Grenzen. Wer bereit ist, die technischen Macken zu akzeptieren, erhält ein gewaltiges Abenteuer mit großartigen Charakteren, einem tiefen Kampfsystem und einer Geschichte, die nach einigen Anlaufschwierigkeiten regelrecht explodiert. Es mag nicht die einzigartige Stimmung des Originals erreichen. Dafür liefert Rebirth eine moderne, monumentale Interpretation von Final Fantasy VII, die Fans der Reihe unbedingt erlebt haben sollten.
Spieletest: FINAL FANTASY VII REBIRTH NSW2
Weitere Infos
Releasedate:3. Juni 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Riesige Spielwelt Gewaltige Präsentation Deepes Kampfsystem
- Negativ:
- Aufploppende Objekte Framerateeinbrüche Handheldmodus-Performance schwächelt
Optisch „Wow, aber…“
Technisch ist Final Fantasy VII Rebirth auf der Switch 2 beeindruckend. Charaktermodelle, Animationen und die allgemeine Präsentation liegen deutlich über dem, was man traditionell mit einer Nintendo-Konsole verbindet. In den ersten, von Zwischensequenzen geprägten, Stunden kriegt man den Mund kaum zu und ist so stolz auf seine Hybridkonsole.
Das so viel Leistung in der Hardware steckt, hätte man kaum gedacht - Gesichter sind detailliert, Umgebungen atmosphärisch und die Inszenierung bleibt spektakulär. Allerdings erkauft sich die Switch-2-Version diese Optik mit einigen sichtbaren Kompromissen. Vor allem in den offenen Gebieten ploppen sehr viele Büsche, Felsen und Bäume permanent nach. Auch Schatten und Lichteffekte werden häufig erst in unmittelbarer Nähe sichtbar, bzw. verändern sich im Stroboskop-Takt. Selbst wer nicht darauf achtet, wird diese Effekte regelmäßig bemerken und das stört die Immersion doch ein wenig.
Trotzdem bleibt der Gesamteindruck überraschend stark. Die schiere Größe und Detailfülle der Spielwelt sorgen dafür, dass die technischen Einschränkungen meist in den Hintergrund treten und die Wow-Effekte bei weitem überwiegen. Zusammen mit der gewohnt epischen Musik entsteht echtes Final Fantasy Feeling, wie man es aus der guten alten Zeit kennt!
Etwas zwiespältig hingegen ist die deutsche Synchronisation. Auf der Plus-Seite steht, dass alle Figuren, selbst die unwichtigsten Dorfbewohner, Deutsch sprechen. Die wichtigsten Charaktere sind auch von namhaften Sprecher:innen besetzt, sodass eigentlich ein Meisterwerk zu erwarten wäre, welches zur filmreifen Präsentation passt. Der typische Anime-Style jedoch, bei dem jeder Blick und jede Bewegung mit einem Stöhnen, Keuchen oder Aufjapsen vertont wird, passt nicht immer zu dem, was im Bild passiert. Wenn sich beispielsweise die Protagonist:innen in einem Hotel ruhig unterhalten, wirkt dieser Style fehl am Platz.

Dazu kommt, dass vor allem die weiblichen Sprecher seltsam unterspannt sprechen, während ein Barett jeden Satz brüllt. Oft liegen Betonungen falsch, als wüssten die Sprecher:innen nicht, was sie da „wirklich“ sprechen. Dies fällt noch stärker bei den NPCs auf, wo man sich teilweise die alten, blau unterlegten Textbalken zurückwünscht. Zum Glück gibt es aber auch die englische und japanische Tonfassung und so dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein!
Switch-2-Performance
Jeder potenzielle Käufer wird sich fragen: wie schlägt sich das Game im portablen Modus? Hier zeigt sich die größte Schwäche der Portierung. Im Docked-Modus läuft Rebirth überwiegend solide und präsentiert sich erstaunlich stabil. Im Handheld-Modus werden die Kompromisse jedoch deutlicher sichtbarer. Texturen wirken oft matschig, entfernte Objekte verlieren sichtbar an Detail und in anspruchsvollen Szenen kommt es zu Framerate-Einbrüchen. Es ist eine deutlich weniger schillernde Präsentation und dazu kommen die bereits erwähnten Pop-ins bei Vegetation, Schatten und Beleuchtung.
Und trotzdem bleibt am Ende vor allem ein Gedanke hängen:
Es ist bemerkenswert, dass dieses Spiel überhaupt auf einer mobilen Nintendo-Konsole spielbar ist. Denn trotz aller technischen Unzulänglichkeiten bleibt Rebirth jederzeit gut spielbar. Die Einschränkungen sind zwar optisch deutlich wahrnehmbar, aber selten spielentscheidend. Vielmehr erinnern sie kontinuierlich daran, wie ambitioniert dieses Projekt für unsere Lieblings-Hardware überhaupt ist.
Seite
1 2 [Fazit]
Diesen Artikel teilen:
Vielen Dank an die Firma Square Enix für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 02.Juni.2026 - 14:24 Uhr












