Spieletest: Doom Eternal NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
8. Dezember 2020

USK 18 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-3

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Geniales & vielseitiges Gameplay
Tiefe in Perk- und Waffenkonfiguration
Variabilität im taktischen Spielstil
Grandioser Umfang
Negativ:
nur Übung kompensiert hohe Schwierigkeit
kleinere Abstriche in Texturschärfe- und dichte

Die Hölle ruft euch zur Switch!

Id Software hat schon im März 2020 die Hölle für uns geöffnet und Doom Eternal auf PS4, Xbox One und den PC geschickt. Auch wenn die Switch Version des 2016er Reboots Doom zeitnah folgen sollte, hat sich der Entwickler dafür entschieden, etwas mehr Zeit aufzuwenden, um die Switch-Version des Spiels nicht nur gut spielbar zu realisieren, sondern ein nicht minder spaßig-herausforderndes Abenteuer zu kreieren. Wie sich die Portierungspezialisten von Panic Button dabei geschlagen haben, lest ihr in diesem Test.

Wenn die Erde den Doom-Slayer braucht

Die menschliche Population auf der Erde wurde durch dämonische Horden um 60 Prozent dezimiert, weshalb es sich der Doom Slayer nun zur Aufgabe macht, gegen die drei Höllenpriester vorzugehen, welche die Strippen bei der Übernahme der Galaxie ziehen. Einer nach dem anderen muss so ausfindig gemacht und letztlich ausgeschaltet werden. Auf dem Weg zu diesem Ziel begegnen wir unterschiedlichsten Planeten, beeindruckenden Monumenten und den verschiedensten Kreaturen.

Doom Eternal wäre kein würdiger Nachfolger des allumfassend gefeierten Dooms von vor vier Jahren, würde es nicht an allen Ecken nicht mindestens 3 Schippen drauflegen. Was bereits damals hervorragend auf allen Konsolen funktionierte war das Gameplay. Doom zeichnet sich durch ein extrem schnelles und taktisches Run&Gun-Prinzip aus. Verschiedene Gegnertypen verlangen mit der Zeit immer mehr vom wachsenden Waffen-Arsenal ab. Wo am Anfang die Schrotflinte oder das Sturmgewehr reichen, werden bald schon die erwerbbaren Modifikationen nötig um Raketen abzuschießen, Schwachstellen der Gegner auszunutzen und sich voranzukämpfen.

Allgemein setzt dieser Doom Titel viel mehr auf horizontales Gameplay. Wo wir in Doom noch recht linear unterwegs waren, sind nun in allen Levels Passagen integriert, die uns Sprung- und Timingfähigkeiten abverlangen, wie es erfolgreiche Platformer vormachen. In den regelmäßig auftretenden und hervorragend präsentierten Arenen, in denen wir mehr Dämonen vernichten müssen, als uns so manches mal lieb ist, werden ebenfalls verschiedene Elemente eingebaut, die uns spielerische Freiheit in horizontaler Ebene geben sollen. Bitternötig wird genau das, wenn wir uns in bedrohlichen Gefechten bewegen, in denen spinnenfüßige Gehirne mit Geschütz auf uns lauern, axtschwingende Berserker hinter uns her sind oder fliegende Cacodämonen uns mit Gift- oder Feuerbällen bespucken.

Entdecken, Looten, überall!

Doom Eternal ist zudem vollgepackt von allerlei Spielereien. Auf den Missionen, von denen es ingesamt dreizehn gibt – ein Zufall? – können wir uns nicht nur permanent die Monster um die Ohren ballern, sondern in entlegenen Winkeln der Maps auch Informations-Schnipsel, sogenannte Kodex-Seitenfinden. Diese liefern uns wesentlich mehr Informationen zur Hintergrundgeschichte der aktuellen Geschehnisse und erlauben uns tiefere Einblicke in das Zusammenspiel der Kreaturen und den Herrschaftsanspruch der Alien Makyr.

Für weiteren Sammelspaß sorgen die Fragezeichen, die uns Gegner in Miniaturausgabe als Spielzeug für die Sammlung in unserem Raumschiff darbieten, Schallplatten der Doom-Soundtracks sind oder Cheat-Module, die uns besondere Fähigkeiten oder Missions-Veränderungen wie unendliche Munition oder unendliche Extra-Leben ermöglichen.

Geheimnisse wollen entdeckt werden

Wem das nicht reicht, der kann auf den Maps jeder Mission einen Slayer-Tor-Schlüssel finden, der ein Slayer-Tor öffnet. Hinter diesem befinden sich besonders herausfordernde Arenen mit Aufgaben. Wer hier siegreich hervorgeht, erhält einen Himmelsschlüssel. Sammelt ihr alle davon, lässt sich die mächtigste Waffe im Spiel: der Unmakyr freischalten.

Nebenbei können wir in den einzelnen Spielabschnitten natürlich auch Extraleben, Panzerung und Waffen-Mods sammeln, die jeder Waffe bis zu zwei Upgrades verpassen. Sobald geschehen, lassen sich diese jeweils um weitere Effekte verbessern, sobald wir beispielsweise 70 Gegner mit Kopftreffern ausgeschaltet haben. Ist einmal die Meisterschaft der Waffe erreicht, was entweder durch Freispielen per Fortschrittsleiste geht oder durch die später im Spielverlauf sammelbaren Meisterschaftsmarken, sind die Waffen mit einem weiteren, teilweise sehr starken Effekt ausgestattet.

Auch der Anzug des Doom Slayers lässt sich aufrüsten. Der Prätorenanzug verfügt über verschiedene Eigenschaften, die gestärkt werden können. Sammeln wir Anzugmarken, lassen sich so verschiedene Bereiche verbessern, die zum Beispiel die Immunität vor Gift oder eine höhere Sprungleistung erzeugen. Auch die Erkennung von Sammelgegenständen in der Umgebung kann ein sehr hilfreicher Anzugeffekt sein.

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