Spieletest: Doom Eternal NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
8. Dezember 2020

USK 18 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-3

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Geniales & vielseitiges Gameplay
Tiefe in Perk- und Waffenkonfiguration
Variabilität im taktischen Spielstil
Grandioser Umfang
Negativ:
nur Übung kompensiert hohe Schwierigkeit
kleinere Abstriche in Texturschärfe- und dichte

Zwei Verbesserungen sind besser als eine

Setzen wir mittels gefundener Runen konkrete Gameplay-Effekte in Kraft, so kann unser Protagonist beispielsweise in Zeitlupe während des Sprungs die Waffe ausrichten und abfeuern oder aber den Raketenwerfer gezielter einsetzen. Diese Runeneffekte lassen sich, sobald sie freigeschaltet sind, jederzeit wechseln, sind jedoch auf drei von ihnen gleichzeitig beschränkt. Spannend ist auch hier, dass einzelne Runeneffekte mehrfach verbessert werden können. Die taktische Raffinesse des Spiels zeigt sich also auch in der Ausrüstung und Konfiguration von Runen.

Wem das immer noch nicht reicht, kann auf ein umfangreiches Bestinarium zurückgreifen, wo auch die Schwächen bereits bekannter Feinde beschrieben werden. Je mehr Passagen des Spiels gemeistert werden, desto mehr Waffenmarken erhalten wir. Diese sind erforderlich, sobald die Waffen-Mods für die ein bis zwei Konfigurationen jeder Waffe des Arsenals angewendet sind. Hier können einzelne Waffen-Mods zusätzlich verstärkt werden. Beispielsweise kann so die Kampf-Shotgun mit dem Mod der Haftbomben ausgestattet werden, der sich wiederum durch drei Waffenmarken mit schnellerem Nachladen und durch weitere sechs Waffenmarken mit 45% erhöhter Explosionsgröße verbessern lässt. Entsprechend klug sollten die Marken von vornherein verwendet werden, um gut und häufig einsetzbare Waffen frühzeitig zu optimieren – eure Extraleben-Anzeige wird es euch danken.

Höllisch gute Technik

Panic Button hat es nicht nur gemeistert, das Spiel wirkungsvoll auf die Nintendo Switch zu portieren, sondern auch das Beste des Hybriden zu Tage zu fördern. Bei einem Engine-hungrigen Monster wie Doom Eternal, das eher für 4K und höchste PC-Specs entwickelt wurde, leidet zwangsläufig die Optik. Einzelne Bereiche sind etwas verwaschen in der Texturdarstellung und Objektschärfe, die Detaildichte wurde etwas heruntergeschraubt, aber sonst steht das Abenteuer den Konsolenversionen in nichts nach. Das bedeutet also, dass der Spielspaß auch auf der Switch riesig ist, nur hier könnt ihr euch entscheiden ob ihr mobil unterwegs oder zuhause oder mit dem Pro Controller am großen TV zocken wollt. Es macht höllisch Spaß das Arsenal einzusetzen und nun auch auf den am Rücken befestigten Flammenwerfer zurückzugreifen oder von Zeit zu Zeit die Kettensäge einzusetzen. Natürlich sind geschwächte Gegner per Glory-Kill eine Augenweide. Dass sich auch hier einiges getan hat, etwa das Trefferfeedback durch abplatzende Rüstungs- und Körperteile der Gegner, hat Panic Button so wie von id Software gewünscht umsetzen und darstellen können.

Beim Audio sind keinerlei Abstriche zu verzeichnen. Der brachiale und pulsierende Sound kommt sowohl an der heimischen Anlage, per Stereo im Handheld-Modus oder über Kopfhörer via Klinke oder USB-C-Anschluss perfekt rüber. Je nach Situation treibt der Soundtrack den Puls hoch und schmettert eine Elektro-Metall-Einheit nach der anderen auf die Ohren. Wer hier nicht, neben der extrem rauscherzeugenden Spielgeschwindigkeit in einen Flow kommt, dem ist nicht zu helfen!

Was man erwarten kann

Insgesamt, unter Berücksichtigung vieler Sammelausflüge und einiger Neustarts nach schmerzhaften Toden ist das Spiel in circa 20-25 Stunden schaffbar. Wer alles sammeln und freischalten will, kann nach erfolgreich gemeisterten Missionen in selbige zurückkehren und diese, auch unter Zuhilfenahme von gesammelten Cheat-Codes erneut spielen, um Übriges zu finden. Das nimmt natürlich noch einiges mehr an Zeit in Anspruch, sorgt aber nicht für weniger Spielfreude. Zusätzlich warten Master-Level auf euch, die besonders harte Arenen darstellen und es gibt, über Single- und Multiplayer hinweg Herausforderungen, die per Fortschrittsleiste getrackt werden und letztlich weitere kosmetische Items freischalten.

Zur Spielbarkeit ist außerdem zu sagen, dass die Schwierigkeitsgrade definitiv unterschiedliche Herausforderungen bieten, jedoch auch der leichteste Schwierigkeitsgrad so anspruchsvoll ist, dass der Casual Gamer von Zeit zu Zeit mächtig ins Fluchen kommt. Wer zu oft stirbt, erhält stattdessen einen einmaligen Rüstungseffekt, der das Überleben deutlich erleichtert, bis die knifflige Passage gemeistert ist. In den meisten Fällen scheitert es aber eher an der fehlenden Taktik, einer zu geringen Bewegung in den Arenen und der Überforderung durch das gezielte Bekämpfen verschiedener Gegnertypen. Insofern ist Doom Eternal für Doom-Verhältnisse sehr gut ausbalanciert, für ungeübte jedoch trotzdem ein sofortiger Hieb in die Magengrube.

Technisch läuft Doom Eternal auf der Switch sehr stabil mit 30 frames pro Sekunde und das ist merkt man positiv. Es wäre äußerst bedauerlich, wenn man neben den anspruchsvollen Kampf-Passagen auch noch mit Lags und schlechten Anzeigen zu kämpfen. Stattdessen erhalten wir verschiedene Grafik und Gameplay-Einstellungen, die z.B. die Sensitivität der Eingaben verändern oder die gyroskopische Bewegungssteuerung, die bei Doom Eternal hervorragend und zumeist sehr genau funktioniert.

Traut euch in den Battle-Modus

Für all jene, denen viel immer noch nicht genug ist, hat Panic Button auch den Multiplayer-Modus von Doom Eternal für die Nintendo Switch realisiert. Hier treten immer zwei Monster gegen einen Doom Slayer an. Es sind also Matches von insgesamt drei Spielern. Je nach ausgerüsteten Monstern und Fähigkeiten können diese Runden sehr packend sein. Die Dämonen sind meist stärker, jedoch deutlich weniger wendig als der Doom Slayer. Wer aus drei Runden erfolgreicher hervorgeht, gewinnt das Match und levelt damit seinen Rang auf. Dieser Rang steigt durch Erfahrungspunkte auch beim Singleplayer-Modus. Verknüpft ihr euer Bethesda-Konto mit der Nintendo Switch und habt eine Online-Verbindung, könnt ihr von zusätzlichen permanenten und wöchentlich wechselnden Herausforderungen profitieren, die extra Erfahrungspunkte verleihen oder sogar Wächterkristalle, mit denen ihr im Singleplayer in eurem Raumschiff, dem Fortress of Doom (Doom Festung), zusätzliche Räume öffnen könnt, die wiederrum Runen, Anzugmarken oder Mods freischalten. In Summe läuft der Multiplayer-Modus trotz vereinzelt etwas längerer Ladezeiten und seltener Spielabbrüche gut und flüssig. Auch hier zeigt sich, dass die Implementierung eines guten Multiplayer-Modus nicht zwangsläufig einen riesigen Umfang dieser Komponente bedeuten muss.

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Fazit

Doom Eternal traut sich neue Wege zu gehen und das äußerst erfolgreiche Prinzip von Doom 2016 auf die nächste Stufe zu bringen. Mehr Gegner und Waffen, ein erhöhter Taktikgrad und eine stundenlange, hervorragende Story - samt Waffen- und Charaktermodifikationen - sorgen dafür, dass sich der Doom-Rausch intensiver anfühlt als je zuvor. Die Switch-Umsetzung von Panic Button ist umso mehr beeindruckend und zeigt Doom Eternal darum im bestmöglichen Nintendo-Switch-Licht.

Grafik
8.5
Sound
9.5
Multiplayer
8
Gesamt
9

verfasst von „ Maik“

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Vielen Dank an die Firma Bethesda für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 06.Januar.2021 - 11:05 Uhr