Dragon Ball: Sparking! Zero ist auf der Nintendo Switch 2 ein Powerpaket. Nostalgie, feinste Gameplay-Action und Serienliebe holen jeden Dragon Ball Fan ab. Egal ob in der Story, im (Team-) Kampf oder auf der Jagd nach neuen Outfits und Charakteren – der Spaß im Singleplayer ist riesig! Zwar gibt es auch kleinere Unzulänglichkeiten bei der Qualität der Modi, der Framerate und den Ladezeiten zwischen Sequenzen, trotzdem begeistert das Spiel vor allem durch seinen gewaltigen Umfang an Kämpfern und die toll inszenierten Story-Episoden, die von intensiven Kämpfen und der dichten Atmosphäre profitieren. Einzig dem Multiplayer-Modus fehlt es an online befüllten Lobbys und offline ausreichender Anpassbarkeit.
Spieletest: DRAGON BALL: Sparking! ZERO NSW2
Weitere Infos
Releasedate:14. November 2025
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1-6
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Über 180 Charaktere, teils freizuschalten
- Verschiedene on/offline-Modi, inklusive Story, custom und Teamkämpfen
- Bewegungssteuerung sorgt für immersive Momente
- Enzyklopädie, Belohnungen und Freischaltungen
- Negativ:
- Mikrotransaktionen für Komplettierung und Outfits
- Episodenwahl und Menüführung teilweise unübersichtlich
- Kleinere Lags im Story-Modus vor Kampfaufbau
- Einige Umgebungen wirken etwas flach und weniger plastisch
Freischaltbares, Individualisierung und Sammelspaß
Ein echter Pluspunkt ist die Fülle an sammelbaren Inhalten. In der Galerie könnt ihr Musikstücke, Zwischensequenzen und Artworks freischalten. Die Charakter-Enzyklopädie gibt spannende Hintergrundinfos, die uns oft dazu verleitet haben, Figuren auszuprobieren, die wir sonst übersehen hätten.
Darüber hinaus lassen sich Outfits, Emotes und Booster erwerben, die eure Kämpfer personalisieren oder verbessern. Hier zeigt sich allerdings auch die Schattenseite: Einige Inhalte sind nur via Mikrotransaktionen über den eShop zu bekommen. Sie sind nicht zwingend nötig, um das Spiel zu genießen, aber wer wirklich alles komplettieren möchte, wird um zusätzliche Käufe kaum herumkommen.
Besonders motivierend fanden wir hingegen die Belohnungen durch Zen-Oh und Whis, die euch für Herausforderungen und Erfolge mit Items, Boostern oder sogar Dragon Balls bestätigen. Das Erfüllen der Sammelziele fühlt sich dadurch wie eine echte Reise durch das Franchise an.
Multiplayer und Online-Funktionen
Online-Matches fordern eure Fähigkeiten ernsthaft heraus. Rivalen aus aller Welt sorgen dafür, dass ihr eure Strategien verfeinert und neue Charaktere ausprobiert. Bei der Spielbalance hat Bandai zudem die jahrelange Erfahrung genutzt und erlaubt, eine gewisse Punktzahl für Kämpfer zu verwenden. Dadurch müsst ihr ein durchmischtes Team aufstellen, dass per se über das gleiche Potenzial verfügt wie eure Gegner. Leider ist das Matchmaking ein Graus. Wir hatten große Probleme, spielbare Sessions zu finden, wodurch wenig Online-Spiel möglich war, von dem wir euch berichten könnten.
Lokal ist es darüber hinaus möglich, mit bis zu sechs Spielern auf einer einzigen Konsole anzutreten. In größeren Runden entstehen chaotische, aber enorm unterhaltsame Sessions, bei denen die Bildfläche zum wahren Effektspektakel wird. Wer mehrere Switch-Konsolen besitzt, darf drahtlose Mehrspielerpartien starten, die technisch zuverlässig und angenehm flüssig liefen. Doch auch hier ist zu erwähnen, dass der Multiplayer hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Ihr könnt lediglich eine einzige Arena nutzen und auch sonst keine Kampf-Einstellungen vornehmen, die individualisieren würden. Die Auswahl von Kämpfern, z.B. für Spieler 1 und 2 erfolgt umständlich per Klick auf die ZR/ZL, während das angezeigte Kämpfer-Menü nur bedingt nutzerfreundlich ist. Kritik dieser Art musste sich Sparking! Zero schon vor gut einem Jahr zum PS5 und Xbox X/S Release gefallen lassen. Leider ist hier jedoch nicht nachgebessert worden.
Auch für Einzelspieler ist im Online-Spiel, z.B. im Weltturnier, einiges zu erleben, wenn man denn eine Lobby findet. Cross-Play scheint es nicht zu geben und so verpufft der Reiz verschiedener Turnier-Arenen, sofern man nicht im offline-Modus spielt bzw. gezielt Freunde in einen selbst erstellen Raum einladen kann. Ist diese Voraussetzung gegeben, ist das Online-Spiel erfreulich spaßig.
Grafik und Technik auf der Nintendo Switch 2
Der grafische Stil basiert auf einer Mischung aus handgezeichnet wirkenden Konturen und modernen 3D-Modellen. Besonders Charakteranimationen und Effekte wirken liebevoll ausgearbeitet. In den Kämpfen sorgen Explosionen, Energiestrahlen und Transformationen für visuelle Wucht, die sich eng an der Anime-Vorlage orientiert.
Auf technischer Ebene liefert die Switch-2-Version überwiegend stabile Leistung mit 30fps. Die Framerate bleibt überwiegend konstant, nur in extrem effektreichen Szenen kommt es zu kurzen Einbrüchen. Die Auflösung wirkt sauber, jedoch nicht ganz so knackig wie auf Heimkonsolen. Gelegentlich hätten wir uns etwas mehr plastische Tiefe in den Umgebungen gewünscht, denn manche Arenen bleiben hinter dem Potenzial der neuen Hardware zurück.
Trotzdem vermittelt der Port insgesamt ein rundes Gesamtbild. Das Spielgefühl bleibt flüssig, die Ladezeiten zumeist angenehm kurz und das Effektgewitter wirkt auch mobil eindrucksvoll. Lediglich bei Zwischensequenzen und dem Wechsel der z.T. in Bildern dargestellten Hintergrundgeschichte kommt es immer mal wieder zu Verzögerungen und längeren Ladephasen.
Sound und Sprachausgabe
Musikalisch liefert der Titel eine kraftvolle Mischung aus typischen Dragon-Ball-Rock-Themes, dynamischen Kampfstücken und meist atmosphärischen Zwischensequenzen. Der Soundtrack sorgt dafür, dass wir uns sofort im hitzigen Kampf-Setting angekommen fühlen.
Erfreut hat uns die Wahlmöglichkeit zwischen japanischer und englischer Sprachausgabe, auch wenn eine deutsche ebenfalls gern gesehen wäre. Beide Varianten sind gut gesprochen, gleichwohl einzelne Charaktere gelegentlich Schwächen in der Sprechdynamik zeigen. Immerhin erleichtern die deutschen Untertitel das Verständnis. Allerdings empfehlen wir euch dringend, die Umgebungslautstärke etwas herunterzuregulieren, da Explosionen und Effekte sonst die englischen Dialoge übertönen und das Lesen der Untertitel gerade in hektischen Momenten ohnehin schon schwer wird.
Barrierefreiheit und Bedienung
Einsteiger profitieren vom ausführlichen Tutorial, das die komplexen Mechaniken geduldig erklärt. Die Menüs generell sind allerdings nicht immer intuitiv, wodurch die Navigation zwischen Episoden oder Modi manchmal unnötig umständlich erscheinen kann.
Positiv hervorzuheben ist die Möglichkeit, die Schwierigkeit dynamisch anzupassen. Dadurch können selbst Anfänger ihre Lieblingsszenen erleben, ohne an übermächtigen Antagonisten zu verzweifeln. Auch die Untertiteloptionen und die regulierbaren Soundkanäle erlauben moderate Anpassungen, wenngleich besonders bei hitzigen Kämpfen die Lesbarkeit stark leidet. Auch automatische Schübe und Ki sind gern gesehene Barrierefreiheiten, die um andere Parameter nochmals ergänzt werden können.
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Vielen Dank an die Firma Bandai Namco Entertainment für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 28.November.2025 - 14:10 Uhr












