Auch wenn es bei der Vorgeschichte der Reihe nicht all zu schwer ist: Bubsy 4D bricht den 30-jährigen Fluch der Reihe und schafft es locker das beste Bubsy-Spiel zu sein, das je produziert wurde und hält auch mit anderen Genre-Vertretern mit. Das Studio Fabraz hat hier einen wirklich spaßigen und spielerisch präzisen 3D-Plattformer abgeliefert. Wenn man über die teils hektische Kameraführung hinwegsehen kann und Lust auf ein kurzweiliges, charmantes Retro-Erlebnis hat, ist dieser Luchs definitiv einen Blick wert. Bubsy ist endlich rehabilitiert!
Spieletest: Bubsy 4D NSW2
Weitere Infos
Releasedate:22. Mai 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Überraschend präzises und extrem geschmeidiges Movement.
- Toller Humor mit selbstironischen Anspielungen auf die eigene Vergangenheit.
- Sehr schicker, flüssiger Cartoon-Artstyle und makellose Performance
- Belohnendes Moveset, das vor allem Speedrunner begeistern wird
- Negativ:
- Die hektische, freie Kamera erfordert ständige Justierung und kann Motion Sickness auslösen
- Insgesamt kurze Spielzeit und spielerisch sehr "sicher" ohne große Innovationen.
- Die optionalen Nebenaufgaben in den Levels fallen eintönig aus.
Die triumphale Rückkehr des ungeliebten Luchses: Das beste Bubsy-Spiel aller Zeiten?
Totgesagte leben länger, und Katzen haben bekanntlich neun Leben: Nach dem legendären Totalausfall Bubsy 3D aus dem Jahr 1996, der bis heute in jeder Liste der schlechtesten Spiele aller Zeiten auftaucht, wagt der sarkastischste Luchs der Videospielgeschichte sein großes 3D-Comeback. Atari und das renommierte Entwicklerstudio Fabraz schicken uns in Bubsy 4D auf einen intergalaktischen Trip. Ob das neue Jump'n'Run-Abenteuer nur ein verspäteter Aprilscherz ist oder tatsächlich spielerisch überzeugen kann, klären wir im Test.
Ein Luchs sieht Sterne
Die Story nimmt sich erfreulicherweise zu keiner Sekunde selbst ernst und atmet den Charme eines klassischen Samstagsmorgen-Cartoons aus den 90er-Jahren. Bubsys alte Erzfeinde sind erneut auf dem Vormarsch, aber auch eine neue Bedrohung ist aufgetaucht – die Määhbots. Was die genau wollen, dass weiß vermutlich niemand so genau, aber es reicht als herrlich absurde Ausrede, um unseren abgehalfterten Helden mitten in den Weltraum zu katapultieren. Unterstützt wird er hierbei von Freunden und Familie, die alle ihre eigenen Macken haben.
Das Spiel geht wunderbar selbstironisch mit seiner eigenen, von Fehltritten geprägten Vergangenheit um. Bubsy wird hierbei als vom Pech verfolgter Protagonist dargestellt, was die retrospektive auf die Vergangenheit sehr charmant zur Schau stellt. Wer Aufmerksam genug ist, findet auch immer wieder augenzwinkernde Anspielung auf das berühmt-berüchtigte Playstation-Desaster Bubsy 3D.
Butterweich, aber mit leichtem Schwindel-Faktor
Hinter Bubsy 4D stecken die Entwickler von Demon Turf, und das merkt man dem Spiel in jeder Sekunde an. Die Steuerung ist, mit Blick auf die Vergangenheit, eine absolute Überraschung: Sie ist erstaunlich geschmeidig und reagiert gleichzeitig erfreulich präzise. Wir rennen, springen, gleiten und kugeln uns in der neuen "Hairball-Form" blitzschnell über die Alien-Planeten, was das Meistern des Movesets sehr befriedigend macht. Und das ist auch absolut nötig, denn das Spiel wirbt damit, ein Fest für Speedrunner sein zu wollen. Umso besser man die Fähigkeiten von Bubsy kombiniert, umso schneller rast man durch die Level. In manchen Moment fühlt man sich doch gar an einen berühmten blauen Igel erinnert.

Allerdings hat das flotte Gameplay einen Haken, der dem einen oder anderen sprichwörtlich auf den Magen schlagen könnte: die Kamera. Diese lässt sich genretypisch völlig frei drehen. Da das Spieltempo jedoch enorm hoch ist und man die Perspektive oft sehr schnell und abrupt manuell anpassen muss, etwa um bei weiten Sprüngen den exakten Landepunkt zu fixieren , kann das zu leichter Motion Sickness führen. Spätestens in den fordernden Levels der zweiten Spielhälfte wird es knifflig: Wer an Kanten abrutscht und all seine Sprünge und Dashes panisch aufbraucht, um sich zu retten, stürzt durch die teils hektische Kameraführung schnell in den virtuellen Tod.

Ein kurzes, aber charmantes Abenteuer
Optisch setzt Fabraz auf farbenfrohe, abwechslungsreiche Themenwelten, die von fremden Planeten bis hin zu epischen Bosskämpfen gegen gigantische Roboterschafe reichen. Überall in den Levels sind unzählige Garnrollen verteilt, die zum Erkunden einladen. Schade ist hierbei jedoch, dass die optionalen Nebenaufgaben und Aktivitäten innerhalb der Welten etwas hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben und sich schnell wiederholen. Immerhin gibt es auch einige neue Fähigkeiten und echt coole Kostüme – wie z.B. einen Retro-Bubsy3D-Skin.

Zudem geht der intergalaktische Ausflug spielerisch kaum echte Risiken ein , es fühlt sich stellenweise wie ein sehr "sicherer" Plattformer an, der das Rad nicht neu erfindet. Auch der Umfang ist eher im überschaubaren Bereich angesiedelt: Das Spiel ist insgesamt recht kurz geraten. Wer jedoch über Bubsys berüchtigte, sarkastische Wortspiele und Puns hinwegsehen kann (oder genau das feiert), bekommt hier ein verdammt charmantes Jump'n'Run serviert.
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Vielen Dank an die Firma Atari für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 22.Mai.2026 - 13:38 Uhr
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