Vorschau: Resident Evil: Umbrella Chronicles WII

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Nachdem wir auf dem GameCube und der Wii in den letzten Jahren bis auf wenige Ausnahmen die komplette Resident Evil-Serie spielen konnten, wird der fünfte Teil leider nur für die Konkurrenz entwickelt. Nintendo-Spieler bekamen aber immerhin eine perfekt an die Wii angepasste Version des vierten Teils und in wenigen Monaten ein Spin-Off, das die Geschichte von Resident Evil noch einmal zusammenfasst. Resident Evil: Umbrella Chronicles ist ein klassischer Rail-Shooter, der wie in einer Spielhalle gespielt wird. Dabei bewegen sich die Figuren selbstständig und benötigen nur die Zielhilfe, die mit der Wii-FB gewährleistet wird. Mit dem Nunchuk kann man sich zusätzlich noch umschauen, um Gegner, die sich nicht im unmittelbaren Blickfeld befinden, zu treffen. Die Capcom-Präsentation auf der Games Convention erlaubte es uns sofort Hand an das verfügbare Demo-Level zu legen. Wie erwartet befindet man sich sofort voll im Geschehen und Zeit zum Verschnaufen gibt es nicht, denn sobald eine Horde Zombies erledigt ist, bewegt sich der Charakter weiter und rennt prompt in die nächste gefährliche Situation. Neben der Pistole, die unbegrenzte Munition mit sich führt, konnten wir bereits mit Schrottgewehr und Maschinenpistole den Zombies überzeugend gegenübertreten. Granaten waren zwar auch verfügbar, aber deren Einsatz blieb uns verwehrt. Reagiert man in entsprechenden Situationen schnell, ist es möglich die typischen Resident Evil-Goodies aufzunehmen. Ist man von einem Gegner bedroht, lassen sich auch körperliche Attacken, ähnlich wie Leons Tritte in Resident Evil 4, ausführen.

Umbrella Chronicles ist durch den Genrewechsel deutlich action-orientierter. Das massive Gegneraufkommen lässt die Frage, ob sich hinter der nächste Tür ein Gegner aufhält nicht aufkommen, es geht eher darum, wie viele es letztlich sind. Die bekannten Rätsel dürften ebenso wegfallen. Auf der Games Convention konnten wir übrigens noch nicht mit dem finalen Aufsatz für die Wii-FB spielen, bei dem man ähnlich wie bei einem Gewehr schießt. Dafür gab es eine an den NES Zapper erinnernde Peripherie, die beim Abdrücken noch kein richtiges Shooter-Feeling aufkommen ließ. Auch das Rumble-Feature war nicht spürbar, so dass man nie genau wusste, wann ein Gegner wirklich getroffen wurde. Obwohl dieser Resident Evil-Teil also einige Änderungen vornimmt, dürften sich Kenner der Serie sofort zurechtfinden.

Die Grafik ist bei Umbrella Chronicles eher zweckmäßig geraten. Sehen die Gegner noch wirklich gut aus, war die Straße in der Demo nur mäßig texturiert und generell mangelte es ein wenig an Abwechslung. Capcom scheint sich hier eindeutig auf die Action zu konzentrieren und so falsch ist dieser Ansatz sicher nicht, hat man doch kein Auge für die Grafik, wenn es ums nackte Überleben geht. Das Gameplay machte einen fertigen Eindruck, dürfte für die Entwickler aber auch keine große Herausforderung darstellen, da hauptsächlich von der Pointer-Funktion der Wiimote Gebrauch gemacht wird. Im fertigem Spiel wird es zudem auch einen kooperativen Modus geben, der auf der GC noch nicht spielbar war.

Resident Evil: Umbrella Chronicles wird sicher nicht solch ein Meilenstein, wie der vierte Teil der Serie. Dies gilt aber für alle Spin-Offs der Serie. Trotzdem freuen wir uns auf einen kurzweiligen Titel, der hoffentlich neben wilden Feuergefechten auch die ein oder andere unerzählte Episode zum RE-Universum hinzufügt. Für Freunde schneller Action mit Sicherheit ein Must-Have!

Voraussichtliche Verffentlichung: TBA
Hitprognose: 4 / 5

verfasst von „Shiek Katzenwald“

Letzte Aktualisierung: 27.8.07 17:42 Uhr