Spieletest: Tomb Raider I-III Remastered NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
14. Februar 2024

USK 18 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Tolle Updates
Switch auf Anno 1996 Ansicht
Sehr viel Spiel, für sehr wenig Geld
Negativ:
Steuerung bleibt anstrengend
Savesystem könnte zugänglicher sein

Die Neuerungen

Eingefleischten Fans würde es ja reichen, wenn die Spiele gut laufend auf aktuelle Konsolen portiert worden wären. Immerhin gab es damals den ein oder anderen Grafikfehler, Slowdown oder Einbruch in der Framerate. Was Aspyr hier aber abgeliefert hat ist so viel mehr, dass man sich die ganze Zeit über fragt, warum das nicht alle so machen? In der Qualität und vor allem zu diesem Preis. Denn für unter 30€ bekommt man drei volle Kult-Klassiker, mit upgedateter Grafik, neuer (alternativer) Steuerung, kleineren Quality of Life Features und allen dazugehörigen DLCs.

Starten wir mit der Grafik. Die ist, auch in der Remaster-Fassung, etwas gewöhnungsbedürftig. Man schaut sich um und denkt, alles sähe etwas altbacken aus, bis – und das ist der Clou – man per Knopfdruck auf die Original-Optik umschaltet. Ohne den Hauch einer Ladezeit erstrahlt das Spiel plötzlich in seiner ganzen „Pracht“ und das Pixel-, Ecken- und Kanteninferno bricht über den Spieler herein. Erst jetzt wird klar, was alles erneuert wurde. Beispielsweise seien neue Lichteffekte, Oberflächentexturen, dreidimensionale Items, komplett überarbeitete Skins für Lara und die Gegner genannt. Das alles ist so haarscharf am Remake dran, dass man die Bezeichnung „Remastered“ teilweise recht bescheiden findet. Natürlich sieht das nicht aus wie ein neues Game und natürlich nagt auch am Leveldesign der Zahn der Zeit, aber wenn man die Originale nochmal spielen möchte, dann doch bitte so. Witziger Side-Fact: In manch dunkler Passage hilft es die Grafik von alt auf neu oder umgekehrt zu schalten, denn je nach Situation sieht man mal in der einen und mal in der anderen Situation mehr.

Auch die vielgehasste und genauso verehrte Panzersteuerung der guten alten Lara Croft kann nun zu Gunsten einer upgedateten Version vergessen werden. Mittlerweile kann man die Kamera mit dem rechten Stick bewegen und die Bewegungen laufen insgesamt flüssiger und meist auch intuitiver ab. Hier kommt dennoch das erste groß „Aber“ des Tests: Die Level sind ja exakt die gleichen wie früher, teilweise eng bemessen und auf massive Präzision seitens des Spielers ausgelegt. Vor allem, wenn man an die geheimen Artefakte ran will. Die neue Steuerung ist hier nicht immer eine Hilfe, zumal das Tutorial auf Croft Manor nur auf die alte Steuerung ausgelegt ist. Es mag möglich sein, aber während des Tests gelang es uns nicht einen Seitwärts- oder Rückwärtssprung mit der neuen Steuerung auszuführen. Hierzu wäre eine Erwähnung oder eine entsprechende Anpassung des Tutorials toll gewesen. Update hin oder her: der häufigste Grund für vorzeitige Tode ist und bleibt die frickelige Steuerung.

Ansonsten sind die Storys weiterhin packend und die teils gruselige Indiana-Jones-Atmosphäre mit all den geheimen Räumen, Passagen und Gegenständen weiß immer noch zu überzeugen. Allerdings sind viele, damals durchaus ernstgemeinte Dinge mit heutigen Augen gesehen sehr trashig. Dinosaurier, Bären, 0815-Klische-Schurken und nicht zuletzt Laras betont lässiges Auftreten erzeugen doch den ein oder anderen Schmunzler. Die Spieler bleiben Kinder ihrer Zeit.

Technische Performance

Auf der Nintendo Switch läuft alles wie es soll. Ob im TV- oder Handheldmodus, das Spiel macht stets eine gute Figur, wobei wir das Spielen mit einem Procontroller immer als die beste Variante empfinden.

Der größte Clou ist das Umschalten zwischen alter und neuer Optik per Knopfdruck. Das fühlt sich so cool, selbstverständlich und smooth an, dass man sich das nie wieder anders wünscht bei Remastern.

Der Sound ist einfach klasse, die Stimmen toll und die Atmosphäre ist stets perfekt. Während der Rechner mit der Remastered-Version heute viel mehr zu tun hat, als bei den Originalen, kann das dem Switch-Spieler beherzt egal sein – hier heißt es wie immer Plug-and-Play, wenn man die knapp 6,5GB auf der Platte frei hat. Neu dabei sind an die 200 Trophähen, sowie ein Foto-Modus, der die Community sehr erfreuen und zu tollen Kunstwerken beflügeln dürfte! Zum vollendeten Glück hätten wir uns eine vereinfachte Quick-Save-Funktion gewünscht. Als vorsichtiger Abenteurer ist man mit häufigem Speichern gut beraten, muss dafür aber immer ins Menü und dann noch ins Untermenü, wobei es nicht selten passiert, dass man statt zu speichern aus Versehen lädt und dann ist der Frust groß. Immerhin startet man genau dort, wo man gespeichert hat und das ist vor schwierigen Sprüngen ein wahrer Segen!

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Fazit

Die perfekte Auferstehung eines Klassikers! Man bekommt zum Sparpreis nicht nur die drei Spiele mit allen DLCs, sondern eine neue Grafik, Steuerung und kleinere weitere Features spendiert. Zumal man die Neuerung per Knopfdruck gegen das Original eintauschen kann. Die Spiele mögen angestaubt, das Handling immer mal wieder frustrierend sein, aber im Großen und Ganzen haben die Spiele nichts von ihrem damaligen Reiz verloren. Das Erkunden, Suchen und Finden, in Kombination mit der herrlich trashigen Over-The-Top-Story, ist ein wahres Fest für Abenteurer. Allen Hobbyhistorikern legen wir diese Kollektion also wärmstens ans Herz!

Grafik
9
Sound
9
Gesamt
9

verfasst von „MatEusZ“

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Vielen Dank an die Firma Aspyr für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 14.Februar.2024 - 08:34 Uhr