The Last Ninja Collection versetzt Heimcomputer-Veteranen zurück in die 80er und lässt sie 7 revolutionäre Kultklassiker in ihrer legendären, ursprünglichen Form erleben. Wem dies ausreicht, der wird definitiv viel Spaß mit den Titeln haben. All diejenigen, welche von einer Collection mehr erwarten, werden ob der äußerst spärlich ausgestatteten Sammlung ohne Extrainhalte oder Archivmaterial enttäuscht sein. Potenzielle neue Fans werden vor eine mächtig steile Lernkurve gestellt - oder direkt durch die altbackene Steuerung, fehlende Supportfunktionen und den teils unfairen Schwierigkeitsgrad abgeschreckt.
Spieletest: The Last Ninja Collection NSW
Weitere Infos
Releasedate:5. März 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- 7 Heimcomputer-Kult-Klassiker
- Teils in mehreren Varianten
- Nahe am Original gehalten
- Negativ:
- Unzeitgemäße Steuerung ohne Alternative
- Nur marginale Upgrades durch Emulation
- Keine Zusatzinhalte
- Teils frustrierender Schwierigkeitsgrad
Extras? Fehlanzeige
Auch bei der Emulation der Spiele wurde weitgehend auf Extras verzichtet und nur das Nötigste implementiert. Pro Spiel gibt es gerade mal einen einzelnen Spielstand, der jederzeit gespeichert werden kann. Um diesen zu laden, muss jedoch das laufende Spiel abgebrochen und zurück ins Menü gewechselt werden. Auf eine Rewind-Funktion wurde komplett verzichtet. Immerhin gibt es für die optische Darstellung der Spiele 3 Optionen: Neben Pixel Perfect gibt es Scanlines oder auch einen oldschool CRT-Filter.
Ein Kernelement vieler Spielesammlungen sind historische Zusatzinhalte wie Einblicke in die Entwicklung in Form von Interviews und Konzeptzeichnungen oder Medienschnipsel wie alte Verpackungsscans oder Printwerbungen. Davon fehlt bei der Last Ninja Collection leider jede Spur. Auch Anleitungen gibt es nicht als Scan der Originale, sondern leider nur ausschließlich in Textform mit ein paar wenigen Bildern. Auch weitere Versionen, wie die NES-Umsetzung des zweiten Teils, vermisst man in der Collection.
Sammlung für Fans
Die Last Ninja Collection wurde seinerzeit innert weniger Minuten über Kickstarter finanziert. Das zeigt, dass nach wie vor eine große Fanbase besteht. Diese wohl langjährigen C64-Fans dürften auch die primäre Zielgruppe dieser Spielesammlung darstellen. Umso mehr schmerzt das fehlende Archivmaterial oder Prototypen der nie veröffentlichten The Last Ninja 4 und IK++, den ausschließlich besonders großzügigen Unterstützern der Kampagne vorbehalten wurden. Eine Modernisierung des ersten Teils wurde ebenfalls finanziert, aber (noch) nicht umgesetzt.

Die Spiele waren damals allesamt Meilensteine und setzten auf Heimcomputern neue Maßstäbe in Sachen Optik, Sound und Gameplay und heimsten zahlreiche Auszeichnungen ein. Heute, fast 40 Jahre später, merkt man den Titeln das Alter spürbar an. Auf eine Modernisierung oder zumindest dezente Anpassung an den heutigen Standard wurde nahezu komplett verzichtet.

Somit bleibt die Collection primär ein Fall für Puristen, welche die Titel möglichst nah an ihrer Originalform spielen wollen. Neulingen oder auch historisch interessierten Spielern wird ob der klobigen Steuerung, zahlreichen unfairen Stellen und den fehlenden Extras einiges an Willen zur Einarbeit und Frusttoleranz abverlangt
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Vielen Dank an die Firma System 3 für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 15.März.2026 - 20:58 Uhr












