The Adventures of Elliot: The Millennium Tales ist eine Hommage an die glorreiche Ära der 2D-Action-Adventures. Ihr erlebt ein spannend erzähltes Abenteuer, das sich über eintausend Jahre erstreckt und euch über mehrere Epochen hinweg immer wieder neue Geheimnisse offenbart. Neben der tiefgreifenden Geschichte erwarten euch schnelles Gameplay und eine traumhafte Klangkulisse, die die wundervolle HD-2D-Pixelgrafik meisterhaft einfängt. Und ja – Team Asano kann auch Action. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es zwar nicht, dafür liegen sämtliche Bildschirmtexte vollständig auf Deutsch vor. Unterm Strich ist The Adventures of Elliot: The Millennium Tales ein Fest für Liebhaber von Action-RPGs und Action-Adventures, das Einsteiger wie langjährige Fans gleichermaßen mit einem packenden Gesamtpaket begeistert – eine klare Empfehlung für alle, die ein stimmungsvolles Abenteuer mit Herz und Tempo suchen.
Spieletest: The Adventures of Elliot: The Millennium Tales NSW2
Weitere Infos
Releasedate:18. Juni 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1-2
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Schnelles, actionreiches Gameplay mit vielseitigem Waffenarsenal
- Tiefgreifende und einfühlsame Story über vier Epochen
- Hoher Erkundungs- und Wiederspielwert
- Vier Schwierigkeitsgrade und umfangreiche Komfortoptionen
- Negativ:
- Gelegentliche Mikroruckler im Handheld-Modus
- Keine deutsche Sprachausgabe (nur Bildschirmtexte)
Ein Epos zum Erleben
Eigentlich müsste man The Adventures of Elliot eher als Action-Adventure bezeichnen, denn typische RPG-Elemente wie das Aufleveln fallen weg. Stattdessen findet ihr im Spielverlauf immer bessere Waffen, die sich zusätzlich mit Magicite – magischen Verstärkungssteinen – aufwerten lassen. So werdet ihr Stück für Stück stärker und legt auch härtere Gegner mit wenig Mühe um. Das ist auch nötig, denn die Gegner werden im Verlauf der Geschichte immer stärker.
Wenn es um die Story geht, hat The Adventures of Elliot den Titel Action-RPG redlich verdient. Wir möchten es fast schon als narratives Rollenspiel bezeichnen, denn die Geschichte ist ein wesentliches und damit unverzichtbares Element des Spiels.
Grundsätzlich lässt sich die Spielwelt von Anfang an frei bereisen, doch Hindernisse blockieren einige Wege. Erst im Verlauf der Geschichte erhaltet ihr die passenden Waffen und Hilfsmittel, um diese Hindernisse zu beseitigen und so weitere Teile der Welt zu erschließen. Das Besondere: Die Spielwelt sieht in jeder der vier Epochen ein wenig anders aus und hält jeweils eigene Geheimnisse bereit. Auch die Dungeons verändern sich von Epoche zu Epoche. So habt ihr gewissermaßen viermal die Gelegenheit, die Welt neu zu entdecken und in den über die Spielwelt verstreuten Tempeln neue Kräfte zu erlangen – Epoche für Epoche. Das sorgt für reichlich Erkundungs- und Wiederspielreiz.
Zum Schutz eures Spielerlebnisses möchten wir nicht zu tief auf die Story eingehen, aber so viel sei verraten: In The Adventures of Elliot erlebt ihr eine Geschichte voller Missgunst, Zwietracht, Hoffnung, Vertrauen, Liebe und selbst dem Tod müsst ihr euch persönlich stellen. Ihr bereist die verschiedenen Epochen und erlebt so über ein ganzes Jahrtausend hinweg den Aufstieg, Abstieg und Wiederaufbau der Menschheit, an dessen Geschehnissen ihr aktiv mitwirkt.
Neben der Hauptgeschichte gibt es jede Menge Sidequests zu erledigen, die euch einen tieferen Einblick in die Welt und ihre Bewohner gewähren. Viele davon sind spielerisch eher schlicht gehalten, häufig handelt es sich um einfache Sammel- oder Suchaufgaben. Ihren Reiz ziehen sie aber aus einem geschickten Kniff: Jede Aufgabe ist mit einem kleinen erzählerischen Anker in der Story verwoben. So sucht ihr etwa Heilkräuter, nicht einfach nur, um eine Quest abzuhaken, sondern um einer Person zu helfen, die Elliot nahesteht. Genau diese Verwebung macht selbst die simplen Aufgaben auf ihre Weise schön und sorgt dafür, dass sie sich nie wie bloße Pflichterfüllung anfühlen. Hauptstory, Sidequests und die Möglichkeiten zur Erkundung sind dabei gut ausbalanciert, dass ihr den roten Faden nie wirklich verliert. So erlebt ihr etwa, wie ein erblindeter Buchautor seinen Traum, Kinderbücher zu gestalten, fast aufgibt - dank eurer Hilfe ihn aber doch noch verwirklicht. Oder wie euer Weg von Felsen versperrt ist und ihr beauftragt werdet, Bomben zu beschaffen, um sie aus dem Weg zu räumen. Je nachdem, wie ihr euch im Verlauf der verwobenen Geschichte schlagt, könnt ihr sogar verschiedene Enden erleben.
Apropos Erlebnis: In jeder Epoche von Philabieldia streunen Katzen umher. Findet Elliot eine, kann er sie unter seine Fittiche nehmen und einem katzenliebenden Reisenden bringen – als Dank winken allerlei nützliche Belohnungen. Ein charmant-kurioses Extra, das euch zusätzlich dazu einlädt, wirklich jede Ecke der Welt zu durchstöbern.
Optionen und Zugänglichkeit
The Adventures of Elliot denkt an Einsteiger wie Veteranen. Schon zu Beginn wählt ihr zwischen vier Schwierigkeitsgraden, vom blutigen Anfänger, der einfach nur die Story genießen will, bis zum Hardcore-Gamer auf der Suche nach dem absoluten Nervenkitzel. Wer mit 2D-Action vertraut ist, fährt mit dem normalen Grad gut; ändern lässt sich die Einstellung jederzeit an den Wegweisern (den Speicherpunkten).
Auch sonst passt sich das Spiel euren Vorlieben an: Die Tastenbelegung könnt ihr per Schema oder völlig frei individualisieren, die Vibration bei Bedarf abschalten. Hinzu kommen Optionen für die Textgeschwindigkeit, für die Effekte und die Charakter-Ausrichtung bei Spezialangriffen, eine Navigationshilfe sowie die Möglichkeit, Faies Kräfte zu wechseln. Und wem die Begleiterdialoge mit der Zeit zu viel werden, der reduziert sie einfach – eine kleine, aber feine Komfortfunktion. Grafisch dürft ihr zudem unter anderem Tiefenschärfe und Schattenqualität justieren.
Eine audiovisuelle Meisterleistung
Selbstredend ist die HD-2D-Präsentation des Spiels eine Augenweide. Die Umgebung wirkt mit einer natürlichen Atmosphäre – nicht zu leer, nicht zu voll. Für guten Überblick sorgt auch die Semi-Iso-Perspektive in der 3D-Welt: Obwohl die Kamera fixiert ist, schwenkt sie je nach Position automatisch nach oben oder unten und ermöglicht so einen größeren „Draufblick" oder „Weitblick". Damit schaut ihr leichter hinter Felsen oder entdeckt weit entfernte Gebiete. Das funktioniert hervorragend und wird genau dort eingesetzt, wo es gebraucht wird. Stellenweise ergeben sich so wundervolle Panoramen, die zum kurzen Verweilen einladen, um die Aussicht zu genießen.
Die musikalische Untermalung ist ein Erlebnis für die Ohren. Für jede Situation bekommt ihr die passende Musik – egal ob Oberwelt, Dungeon oder Bosskampf, jeder Moment wird stimmig begleitet. Das instrumentale Ensemble stimmt euch stets auf die Lage ein; allein die Melodie deutet bereits an, wie gefährlich der nächste Kampf wird.
Technisch macht das Spiel einen sehr soliden Eindruck. Im Handheld-Modus konnten wir zwar vereinzelt Mikroruckler beobachten, die aber kaum der Rede wert sind; gravierende Fehler fielen uns nicht auf. Stabile Bildraten haben spürbar Vorrang, was dem actionlastigen Gameplay zugutekommt. Eine offizielle Angabe gibt es nicht, doch nach Berichten und unserem Eindruck liefert der TV-Modus 1080p bei stabilen 60 FPS. Im Handheld-Modus müsst ihr auf die 60 FPS ebenfalls nicht verzichten, dafür aber Abstriche bei der Auflösung machen, die dynamisch zwischen 720p und maximal 900p liegt.
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Vielen Dank an die Firma Square Enix für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 17.Juni.2026 - 18:15 Uhr












