Spieletest: Subnautica: Below Zero NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
14. Mai 2021

USK 12 keine Onlinefunktion Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
dynamische Wettereffekte und tolle Spielwelt
motivierendes Survival-Abenteuer
viele Erkundungs-/Craftingmöglichkeiten
Negativ:
mühsame Lagerhaltung
optisch abgespeckt auf der Switch
sehr textlastig

Nach Subnautica, dürft ihr in Subnautica: Below Zero erneut in die tiefen Weiten der Unterwasserwelt abtauchen. Der erste Teil wurde ja schon zu einem der besten Survival-Spiele überhaupt gewählt. Ob der Nachfolger die Latte weiter hochhalten kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Schwester gesucht!

Nachdem ihr im ersten Teil auf dem Planeten 4546B strandetet, begebt ihr euch in diesem Teil freiwillig dorthin. Eure Schwester ist im Auftrag der Weltraumorganisation Alterra auf dem ungemütlichen Himmelskörper verschwunden. Dieses Mal hat es euch aber in eine andere Region verschlagen, somit können auch die Spieler des Vorgängers neue Welten genießen. In der Rolle von Robin müsst ihr also herausfinden, was eurer Schwester zugestoßen ist, ob sie tatsächlich tot ist und ob sie wirklich ein Meteoritenschauer das Leben gekostet hat. Kurz nach Beginn nistet sich noch dazu ein altes Artefakt, eine KI mit dem Namen AL-AN, in euren Kopf ein. Auch diese sollen wir noch unterstützen, einen eigenen Körper zu finden. Das Entwicklerstudio hat auf seine Fans gehört und im Vergleich zum ersten Titel, wird mehr Fokus auf eine Handlung gesetzt, die euch als Spieler durch das Spiel führt.

Zwar setzt das Game noch immer auf Survival-Elemente und macht seinem Genre jede Ehre, doch dieses Mal werdet ihr auch immer wieder auf andere Menschen stoßen. Die Story gehört nicht zu den Originellsten, aber vor allem die Gespräche mit AL-AN erreichen an manchen Punkten eine gewisse Tiefe. Sie will mehr über uns Menschen erfahren und gleichzeitig kommt ihr immer mehr dahinter, welche Art von KI sie ist. Außerdem findet ihr auf dem Planeten immer wieder PDAs, die euch interessante Zusatzinfos über die Welt bieten. Rund um also eine gelungene Geschichte um die Ausflüge in die Unterwasserwelt.

Es wird bitterkalt

Wie es der Name schon erahnen lässt, geht es dieses Mal um Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Immer wieder ziehen Stürme über die arktische Landschaft. Gewitter und Hagelkörner können euch das Leben schwer machen und peitschen die Wellen über die Wasseroberfläche. Selbst unter Wasser kann es dazu führen, dass ihr nichts weiter als grellen Nebel zu sehen bekommt. Die Crafting-Komponenten aus dem ersten Teil haben es auch in den neuesten Titel geschafft. So müsst ihr eure Unterwasserbasis (aus)bauen, ihr könnt ein kleines U-Boot craften etc. Der Beginn gestaltete sich etwas schwierig, vor allem, wenn man den ersten Teil nicht gespielt hat. Man wird kaum an die Hand genommen. Erst nach und nach kommt man drauf, wozu die Geräte in der kleinen Unterwasserkapsel gut sind und was man überhaupt tun muss. Dass man gefangene Fische in Wasser oder Nahrung verwandeln und andere Pflanzen, Gesteine etc. in Rohstoffe umwandeln kann, damit man sich neues Material/neue Geräte konstruiert. Inventar, Menü und die meisten Objekte, sowie einige Rezepte sind gleich dem ersten Spiel und Subnautica-Fans sollten sich sofort zurechtfinden.

Wichtig wird irgendwann eine wärmende Ausrüstung, vor allem, wenn die Tauchgänge tiefer gehen sollen. Die Unterwasserwelt in Below Zero sieht richtig gut aus, alles ist bunt oder leuchtet, jedoch erwarten euch auch neue Gefahren und Geheimnisse. Wie gesagt, verändern sich auch die Gegebenheiten, je nachdem, welche Tageszeit bzw. welche Wetterbedingungen herrschen. Nebenbei müsst ihr noch auf Hunger, Durst und Sauerstoff achten. Im späteren Verlauf des Abenteuers auch noch auf die Komponenten „Kälte“. Im Vergleich zum Vorgänger wurde aber vor allem zu Beginn der Schwierigkeitsgrad etwas gesenkt und ihr findet viel schneller benötigte Materialien. So werden ihr nicht stundenlang nach winzigen Werkzeugen suchen müssen. Dennoch ist es gar nicht so einfach, alles Wichtige sofort zu entdecken.

Eine Spur besser

Subnautica: Below Zero ist ein guter Nachfolger und will den ersten Teil gar nicht „nur“ kopieren, in einigen Punkten ist es sogar besser als der Vorgänger. Vor allem die Handlung hält einen länger bei Laune, will man doch mehr über die verlorene Schwester herausfinden. Weiter begegnet ihr vielen faszinierenden Wesen und es macht einfach Spaß in den Weiten der Tiefsee nach Dingen zu tauchen. Vor allem die abwechslungsreichen Bedingungen lassen euch manchmal den Mund offenstehen. Das dynamische Wettersystem ist eben eine Neuheit und kann euch das Leben so richtig schwer machen. Im Verlauf der Handlung müsst ihr auch immer wieder oberhalb der Wasseroberfläche unterwegs sein. Außerdem erwarten euch neue Biome, die es zu erforschen und erkunden gibt, sowie neue Meeresbewohner. Mit den neu herstellbaren Gegenständen und Fahrzeugen lässt sich eine deutlich größere Basis errichten als im ersten Teil.

Während der Vorgänger vor allem auf der Nintendo Switch mit einigen technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, läuft bei Below Zero alles deutlich besser. Grundsätzlich sind uns keine schwerwiegenden Probleme aufgefallen und alles lief flüssig und rund. Woran der Titel, zumindest auf der Switch, am meisten leidet, ist die abgespeckte Grafik. Vor allem die leuchtenden Farben und die ganze wunderbar designte Unterwasserwelt würde ein riesiges optisches Spektakel abfeuern – vor allem in 4K. Auf der Switch kommt das leider einfach nicht richtig rüber. Es fängt bei der eingeschränkten Weitsicht an und hört bei deutlich schwächeren Texturen auf – was leider auf Kosten der Atmosphäre geht. Außerdem sind viele Gegenstände dadurch viel schwerer zu finden, da sie sich sehr geringfügig von der sonstigen Umgebung abheben. Vertont ist der Titel nur auf Englisch, bietet aber Untertitel bzw. deutsche Textboxen. Letztere sind vor allem in Handheld-Modus etwas schwer zu lesen. Die Steuerung selbst geht gut von der Hand.

Fazit

Subnautica: Below Zero ist ein würdiger Nachfolger und ein wunderbarer Survival-Titel. Anfangs seid ihr ziemlich auf euch alleine gestellt und wer den ersten Teil nicht gespielt hat, der wird einige Zeit brauchen um sich zurechtzufinden. Ansonsten bietet das Sequel dynamische Wettereffekte und eine konkrete Handlung, die beim Vorgänger fehlte. Leider leidet vor allem die Atmosphäre an der abgespeckten Grafik auf der Nintendo Switch. Das Gameplay vermag aber zu überzeugen und Survival-Fans kommen definitiv auf ihre Kosten.

Grafik
8
Sound
8
Gesamt
8

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma Unknown Worlds Entertainment für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 14.Juni.2021 - 21:02 Uhr