Spieletest: Rayman: 30th Anniversary Edition NSW
Weitere Infos
Releasedate:13. Februar 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Umfangreiche Bonuslevel, besonders auf MS DOS
- Interaktive Dokumentation mit Entwicklerinterviews
- 5 Versionen, darunter SNES Prototyp erstmals spielbar
- Sinnvolle Komfortfunktionen
- Negativ:
- Kein originaler Soundtrack enthalten
- Deutlich gealterte Optik und Mechanik
- Hoher Schwierigkeitsgrad kann abschrecken
- Kein Remaster oder grafisches Update
Mit der Rayman: 30th Anniversary Edition kehrt ein Stück Videospielgeschichte auf die Nintendo Switch zurück. Ubisoft feiert drei Jahrzehnte seines ikonischen Helden und lädt euch ein, das Abenteuer noch einmal so zu erleben, wie es einst begann. Dabei handelt es sich bewusst nicht um ein Remake oder eine modernisierte Fassung, sondern um eine liebevoll kuratierte Sammlung des Originals in mehreren Versionen, ergänzt durch umfangreiche Bonusinhalte und eine interaktive Dokumentation.
Wir haben uns für euch durch alle Varianten gespielt, alte und persönliche Erinnerungen aufleben lassen und sind zugleich mit kritischem Blick an die Sammlung herangegangen. Was erwartet euch also wirklich? Wir verraten es euch in diesem Nintendo Switch Testbericht!
Das Abenteuer, mit dem alles begann
Schon die Geschichte von Rayman besitzt jenen märchenhaften Charme, der das Spiel Mitte der neunziger Jahre zu etwas Besonderem machte. Auf Raymans Heimatwelt sorgt der Große Protoon für Harmonie. Als der finstere Mr. Dark dieses Gleichgewicht stört, zerstreuen sich die Electoons über die Welt. Betilla die Fee versucht vergeblich, das Gleichgewicht wiederherzustellen, und so liegt es an Rayman, die verstreuten Electoons zu retten und Mr. Dark aufzuhalten.
Während eurer Reise durchquert ihr traumhafte Welten wie den Wald der Träume, reitet auf dem legendären Moskito und stellt euch im Land der Musik chaotischen Klangkulissen. Dabei begleitet euch Betilla immer wieder und verleiht Rayman neue Fähigkeiten, die sein Repertoire erweitern. Dieses Fortschreiten durch neue Kräfte war damals innovativ und wirkt auch heute noch strukturell stimmig.
Was uns im Test besonders auffiel, ist die Konsequenz, mit der das Spiel seine eigene Identität pflegt. Raymans ikonischer Schlag, seine Helikopterfrisur und die schwebenden Hände und Füße ohne Arme und Beine wirken auch heute noch einzigartig. Genau hier zeigt sich die kreative Handschrift von Michel Ancel, dessen Vision Ubisoft einst den internationalen Durchbruch verschaffte.
Spielsystem und Gameplay
Rayman zählt zu den frühen Vertretern jener Jump and Run Titel, die wir heute als Action Platformer bezeichnen. Ihr schlagt Gegner, schwebt über Abgründe und müsst präzise auf Plattformen landen. Schon damals war das Spiel für seinen hohen Schwierigkeitsgrad bekannt und genau dieser bleibt euch auch in der Anniversary Edition erhalten.
Zwar wurden Komfortfunktionen integriert, doch sie nehmen dem Spiel nicht seine Herausforderung. Eine Rückspulfunktion erlaubt euch, missglückte Sprünge sofort zu korrigieren. Unendliche Leben, freischaltbare Fähigkeiten oder das sofortige Öffnen aller Level stehen ebenfalls in einzelnen Spielversionen optional zur Verfügung. Allerdings existiert keine Unverwundbarkeit, wodurch der Anspruch grundsätzlich bestehen bleibt.

Im Test empfanden wir die Steuerung auf der Switch als präzise, was paradoxerweise dazu führt, dass Raymans ursprüngliche Bewegungsdynamik etwas behäbig wirkt. Die Eingaben reagieren sauber, doch das Spieldesign stammt aus einer Ära, in der Timing und Animation anders gewichtet waren. Wer moderne Plattformtitel gewohnt ist, wird sich etwas umstellen müssen.
Die fünf Versionen und ihre Unterschiede
Die Sammlung enthält das ursprüngliche Abenteuer in fünf Fassungen, darunter MS DOS (1995), PlayStation (1995), Atari Jaguar (1995), Game Boy Color (2000) und Game Boy Advance (2001). Auf den ersten Blick erscheinen sie ähnlich, doch im Detail zeigen sich deutliche Unterschiede, die aus den jeweiligen Hardwarebedingungen resultieren.
Besonders hervorzuheben ist die MS DOS Version, die mit insgesamt 124 Bonusleveln die umfangreichste Variante darstellt. Diese Zusatzinhalte reichen von sehr einfachen bis hin zu extrem anspruchsvollen Abschnitten und stammen teilweise aus späteren Editionen sowie Fan Wettbewerben.

Ein kleines technisches Kuriosum betrifft die Atari Jaguar Version, bei der ein alter Speicherfehler übernommen worden sein soll. In unserem Test trat dieses Problem jedoch nicht auf. Pro Version stehen euch drei Speicherslots zur Verfügung, die ihr flexibel verwalten könnt.
Charmant fanden wir zudem, dass ihr jederzeit das originale Menü der jeweiligen Plattform einblenden könnt. Mit einem Druck auf die rechte Schultertaste öffnet sich das klassische Interface, etwa um Soundoptionen anzupassen. Solche Details unterstreichen den dokumentarischen Anspruch der Sammlung.

Das besondere Extra in der Spielesammlung ist die quasi sechste Version von Rayman, die bereits 1992 entwickelte wurde und ein SNES-Prototyp ist. Wir zählen sie bewusst gesondert, da es eine bis dato nie veröffentlichte oder spielbare Version ist, die sich grundlegend vom späteren Design des 1995er Releases unterscheidet.









