Spieletest: PRAGMATA NSW2
Weitere Infos
Releasedate:17. April 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Innovatives Kampfsystem (Gameplay)
- Solide Performance
- Deutsche Synchro und toller Sound
- Hoher Wiederspielwert – viel Sammelbares
- Negativ:
- Story etwas vorhersehbar
- Gelegentliche Framerateeinbrüche
- Blasse Nebencharaktere
- Einige frustrierende Bosskämpfe
Capcom bringt nach Resident Evil: Requiem und Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection den nächsten AAA-Titel ins Rennen und die Erwartungen sind traditionell hoch. Mit PRAGMATA liefert das Studio wohl einen der ungewöhnlichsten Titel ab. Wir würden sagen: Ein Sci-Fi-Abenteuer mit eigenem Charme. Wie uns der Titel gefallen hat, erfahrt ihr hier in unserem Test.
Eine Reise zum Mond
Die Geschichte beginnt damit, dass ihr und eure Crew einen Notruf erhaltet. Dieser kommt von einer hochmodernen Forschungsstation am Mond. Die Anlage gehört zu einem Konzern, der mit einer neuartigen Technologie experimentiert, die so gut wie alles erschaffen kann. Es handelt sich quasi um einen sehr modernen 3D-Drucker im großen Stil. Von einfach Gegenständen, bis hin zu komplexen Androiden und Raumstationen ist alles möglich. Während der Untersuchung auf dem Mond läuft plötzlich alles schief.
Euer Charakter Hugh Williams wird während des Einsatzes von seiner Einheit getrennt. Etwas stimmt gewaltig nicht! Die gesamte Anlage wirkt verlassen und überall befinden sich feindliche Maschinen, die jeden Eindringling angreifen.
Das „Mädchen“ Diana
Gleich zu Beginn rettet euch ein ungewöhnliches Mädchen. Schon bald stellt sich heraus, dass sie kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern ein hochentwickelter Android mit eigenem Bewusstsein. Da der Name etwas schwer zu merken ist, gebt ihr dem Girli-Bot den Namen Diana. Sie verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten, besonders jene, Systeme und Maschinen zu hacken.
Obwohl euer Charakter mit Kindern nicht wirklich etwas anfangen kann, entsteht eine Zweckgemeinschaft: Diana schwächt Gegner, während Hugh sie bekämpft. Nach und nach schließt ihr aber das Mädchen mehr und mehr ins Herz. Während eures Abenteuers bekommt ihr immer mehr Hinweise darauf, was wirklich in der Forschungsstation passiert ist und was es mit einer außer Kontrolle geratenen KI zu tun hat.
Die Story bietet keine großen Wendungen, vor allem steht der emotionale Moment zwischen Hugh und Diana im Vordergrund. Eine Geschichte, die lange in Erinnerung bleibt.

Der Schutzraum
Ziemlich zu Beginn entdeckt ihr den „Schutzraum“, welcher sich als zentraler Rückzugsort und strukturelles Herzstück des Spiels herausstellt. Dort könnt ihr euch vor gegnerischen Angriffen schützen, Verbesserungen durchführen, weitere Fähigkeiten freischalten und eure Ausstattung verbessern. Via amiibos könnt ihr noch zusätzliche Waffen und Objekte erhalten.
Am Terminal ist es möglich, gesammelte Lunafilamente zu verwenden, um Waffen- und Hacking-Knotenpunkte zu verbessern. Vom Schutzraum aus geht es in die verschiedensten Areale, die ihr nach und nach freischaltet, indem ihr beispielsweise die Stromzufuhr wieder herstellt. Um zu Haltestellen in anderen Sektoren zu reisen, müsst ihr in die Mondbahn einsteigen. Davor ist es noch möglich, eure Ausrüstung zu organisieren.
Auch gibt es im Schutzraum kleinere Systeme wie den „Cabin Stempelklub“. Bei diesem kleinen Roboter könnt ihr via Cabin-Münzen weitere Dinge freischalten. Außerdem gibt es sammelbare Items in den Arealen, welche die Bindung zu Diana stärken, indem ihr damit Dinge im 3D-Druck drucken könnt (wie Spielzeug). Der Schutzraum ist mit einem Levelsystem ausgestattet. Findet ihr einen Lizenzschlüssel, erhöht sich die Stufe und zusätzliche Funktionen werden freigeschaltet.
Innovatives Kampfsystem
Der größte Trumpf von Pragmate ist sicherlich das geniale und innovative Gameplay. Statt klassischem Sci-Fi-Shooter setzt das Spiel auf eine clevere Kombination aus Action und Puzzle-Elementen, was wiederum ausgezeichnet funktioniert. Wenn ihr auf Roboter schießt, sind diese nahezu unverwundbar. Erst durch Dianas Hack-Fähigkeiten wird die Verteidigung der Bots durchbrochen.

Das Spannende daran ist, dass das Hacken gleichzeitig mit dem normalen Gameplay passiert. Sprich ihr müsst Hugh und Diana steuern, Gegnern ausweichen und gleichzeitig versuchen die Einheit zu hacken. Dies funktioniert über ein Grid-System, bei dem ihr über die Buttons in Echtzeit einen Pfad bis zum grünen .exe-Zielknotenpunkt verfolgen müsst. Dabei werden verschiedene Knoten deaktiviert. Diese lösen zusätzliche Effekte aus. Das Deaktivieren mehrerer blauer Knotenpunkte verbessert beispielsweise das Hacken, der Schaden wird erhöht und Gegner bleiben länger ungeschützt. Gelbe Hacking-Knotenpunkte lösen besondere Effekte aus. So ist es möglich, dass Gegner einfrieren oder sich gegenseitig angreifen. Gerade die Gleichzeitigkeit ist zu Beginn vielleicht etwas anspruchsvoll, aber auf der anderen Seite enorm befriedigend. Den Dreh hat man schnell heraus und so entstehen spannende und dynamische Gefechte, die Abwechslung, in der sonst shooterlastigen Sci-Fi-Umgebung bieten. Neue Gegnertypen und Erweiterungen sorgen dafür, dass das Gameplay nicht zu langweilig oder monoton wird.









