Spieletest: R-Type Dimensions III NSW2

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Weitere Infos

Releasedate:
19. Mai 2026

USK 12 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 2

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Wiederbelebter Klassiker
Sehr schöne Updates
Zwei Spieler Modus
Negativ:
Bockschwer
Frustrierende Respawn-Punkte

Es gibt Serien, die ein Genre definieren. Und dann gibt es R-Type – zusammen mit Gradius die Ur-Mutter moderner Sidescroll-Shoot’m’Ups. Seit dem ersten Einsatz gegen das biomechanische Grauen des Bydo-Imperiums stand die Reihe für kompromisslose Präzision, brutale Lernkurven und diese einzigartige Mischung aus kalter Science-Fiction und albtraumhaftem Body Horror. R-Type III Dimensions auf der Nintendo Switch 2 versteht genau, warum Veteranen der 90er noch heute ehrfürchtig von den alten Arcade-Hallen sprechen — und warum junge Spieler nach wenigen Minuten schweißnasse Hände bekommen oder gar den Controller frustriert zur Seite legen werden. R-Type wird kaum neue Fans generieren, aber die alten umso lauter frohlocken lassen.

EINE LEGENDE KEHRT ZURÜCK

Das ursprüngliche R-Type III: The Third Lightning erschien 1993 auf dem Super Nintendo und galt schon damals als technische Machtdemonstration. Während andere Shooter versuchten, den Spieler mit Explosionen und Bildschirmfeuerwerk zu blenden, konzentrierte sich R-Type stets auf Kontrolle, Positionierung und taktisches Denken. Jeder Gegner war eine Schachfigur. Jeder Pixel konnte tödlich sein. Die Slowdowns der SNES Konsole waren gegenüber der Arcade-Version ausnahmsweise ein Vorteil, denn so konnte die Lage besser überblickt werden. Damit ist es jetzt vorbei. Dimensions versteht die DNA des Originals bis ins kleinste Detail, aber versteht es gekonnt das Spiel in die heutige Zeit zu portieren. Neue Grafik, Licht- und Soundeffekte und mit einer frei wählbaren 2-, bzw 3D-Ansicht. Und selbst die 3D Ansicht kann man noch intensivieren – dadurch spielt man teilweise nicht nur stur von links nach rechts, sondern auch schräg in den Raum hinein. Man kann mit CRT-Lines spielen oder clean und sogar die spezielle PSX-Optik mit fleckigen Leuchtschlieren, um bewegliche Objekte herum, ist zuschaltbar. Das ist so wunderbar nerdig, dass man sich als 90s-Kid richtig verstanden fühlt. Per Knopfdruck kann das ganze Setup in die alte Grafik gemorpht werden und allein dieser visuelle Übergang ist Gold wert. Das Ergebnis fühlt sich weniger wie ein Remake an, sondern eher wie eine Wiederentdeckung eines verschollenen Science-Fiction-Klassikers. Als würde man ALIEN aus der DVD-Kiste kramen und sich daran erinnern wie pur dieser Klassiker im Vergleich zur heutigen Pompösität kommt.

Die Story

Wie jeder Spieler weiß ist der Kern eines jeden Shmups (Shoot em up) eine tiefgreifende Story mit vielen Wendungen und Überraschungen, die den Spieler noch auf Wochen begeistern werden. Nicht.

R-Type III Dimension bietet die absolut generische Kost von Gut gegen Böse-Außerirdische und das ist alles, was benötigt wird. Die Menschheit kämpft erneut gegen die Bydo — eine außerirdische biomechanische Lebensform, die weniger wie ein klassischer Feind wirkt und mehr wie eine Krankheit des Universums selbst. Die Welten in Dimensions wirken nicht gebaut, sondern infiziert. Metall atmet. Wände pulsieren. Organische Strukturen wachsen durch Maschinen wie Tumore aus Fleisch und Stahl.

Auf in den Kampf

Das legendäre Force-System bleibt weiterhin das Herzstück des Spiels. Die abkoppelbare Drohneneinheit eröffnet zahllose taktische Möglichkeiten — offensiv, defensiv oder als improvisierter Schild in hoffnungslosen Situationen. Gerade in den späteren Stages verlangt das Spiel fast chirurgische Präzision beim Einsatz der Force. Zu Beginn wählt der Spieler, mit welcher Art Force man sein Schiff ausstatten möchte und kaum etwas ist wichtiger als das! Das Spiel ist so hart, dass Souls-Like Spieler weinend nach dem Schnuller verlangen werden. Fehler werden nicht vergeben. Wer blind reagiert, stirbt. Wer hektisch spielt, stirbt schneller. Die zarteste Berührung eines Hindernisses? Bumm! Kontakt zum Gegner? Bumm! Ein plötzlicher Dampstoß aus dem Nichts? Bumm! Als moderner Spieler hofft man auf eine Anpassung der Rücksetz-Locations gegenüber dem SNES-Spiel, aber Pustekuchen. Gnadenlos wird man ein halbes Level zurückgesetzt und muss lernen seinen Frust als Waffe einzusetzen. Vor allem weil die Hitboxen oft nicht einfach zu verinnerlichen sind und da kommt einem ausgerechnet die alte Pixelgrafik zu Gute! Denn während die moderne Fassung viele Lichteffekte hat, die Laser breiter wirken lassen, erkennt man in der Pixel-Fassung wesentlich besser was und wo etwas auf einen zu kommt. Erstaunlich ist dabei, wie gut man schon damals mit Perspektiven, Farben und Gegnerdesign überzeugen konnte.

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