Spieletest: Pumuckl und die Krone des Piratenkoenigs NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
5. März 2026

USK 0 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 2

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
echtes Pumuckl Feeling
liebevolle Gestaltung
kurzweiliges Gameplay
Negativ:
schlechte Synchronisation der Nebencharaktere
Platforming hakelig
Kurze Spielzeit

Wenn man über deutsche Kinderunterhaltung spricht, stößt man unweigerlich auf den Kobold mit dem roten Haar. Pumuckl und die Krone des Piratenkönigs knüpft genau daran an und lässt uns selbst in die Rolle des schabernacktreibenden Mitbewohners von Schreinermeister Eder schlüpfen. Das Spiel richtet sich klar an die „kleinen Gamer“, die Lust auf Abenteuer, Unsinn und kindliche Fantasie haben. Schauen wir uns also an, was der Kobold in diesem digitalen Abenteuer alles anstellen kann.

Hurra Hurra der Pumuckl ist da

Meister Eder hat Pumuckl damit beauftragt aufzuräumen, sehr zu dessen Missfallen. Also macht er sich widerwillig und auf chaotische Pumuckl Art ans Werk. Dabei stößt er unerwartet auf ein Flaschenschiff, das von einem lebenden Papagei bewohnt wird. Natürlich möchte der hilfsbereite Kobold diesen befreien. Doch stattdessen wird Pumuckl in die Flasche hineingezogen und findet sich plötzlich auf einer Insel wieder, zusammen mit dem Piratenkapitän Krimskrams und dessen Papagei.

Diese erzählen ihm, dass nur die Piratenkrone helfen kann, da sie einem würdigen Träger einen Wunsch erfüllt. Allerdings gibt es zwei Probleme: Erstens sitzt die Krone auf dem Haupt des geisterhaften Piratenkönigs und zweitens hat dieser sich hinter einer Tür verschanzt, die nur geöffnet werden kann, wenn genug Schokoladen Dublonen gesammelt wurden. Also tut sich Pumuckl mit Käptn Krimskrams zusammen, um genau diese Aufgabe zu lösen.

Auf ins Abendteuer

Das Abenteuer entfaltet sich in liebevoll gestalteten Dioramen, die Jump and Run Passagen mit kleinen Knobeleien verbinden. Immer wieder stolpert man über Rätsel, die von Schieberätseln über Schalter- und Memory-Spiele bis hin zu verschlungenen Labyrinthen reichen. Und als wäre das nicht genug, springen euch zwischendurch Skelette, Geister oder Blasen spuckende Muscheln entgegen. Zum Glück findet ihr in jedem Level Wurfgeschosse, mit denen ihr diese Gestalten problemlos aus dem Weg räumen könnt. Nur die Skelette machen es euch nicht ganz so leicht, denn sie halten aktiv nach euch Ausschau. Zwar könnt ihr euch unsichtbar machen, aber Farbe, die eure Fußspuren verrät, oder laute Geräusche machen euch schneller zum Ziel als euch lieb ist.

Wenn ihr erwischt werdet, in eine Dornenranke rennt, abgeschossen werdet oder vom Diorama fallt, verliert ihr ein Leben. Zum Glück geht es direkt an der entsprechenden Stelle weiter. Neue Leben findet ihr im Level, besonders wenn ihr eine Schaufel entdeckt und an einem klassischen Piraten X grabt. Außerdem könnt ihr überall verteilte Münzen gegen Federn des Papageis eintauschen, die als eure Lebensanzeige dienen.

Ein Level endet erst, wenn ihr die Schokoladen Dublone eingesammelt habt und führt euch direkt zur nächsten Aufgabe. Dafür müssen allerdings alle Rätsel gelöst, Flaschen abgeschossen oder Monster besiegt werden, je nachdem, was das Level verlangt. Auf dem Weg könnt ihr außerdem einen Seestern finden, von denen es pro Level genau einen gibt. Und wo Sammelgegenstände sind, sind Erfolge nicht weit. Leider wurden diese in unserem Test erst nach einem Neustart des Spiels aktiviert, was für ein wenig Stirnrunzeln sorgte.

Die Level sind insgesamt gut gestaltet, doch in den späteren der fünfunddreißig Abschnitte merkt man, dass einige Wege unnötig in die Länge gezogen wurden, um die Spielzeit zu strecken. Die Steuerung ist grundsätzlich kindgerecht und leicht verständlich, doch das Platforming verlangt manchmal überraschend viel Präzision, was durch eine nicht immer zuverlässige Kollisionsabfrage erschwert wird. Das kann gerade für Kinder frustrierend sein. Dazu kommen einzelne Mechaniken, die nicht sofort logisch erscheinen. Jeder Schalter hat eine klare Aufgabe, nur ein einziger muss zweimal für unterschiedliche Aktionen genutzt werden, was die junge Zielgruppe verwirren könnte. Auch die genaue Positionierung vor Interaktionsobjekten ist oft entscheidend. Zwar richtet sich die Figur bei Druck auf die Interaktionstaste automatisch aus, aber auch das muss erst verstanden werden und hätte eleganter gelöst werden können.

Wer möchte, kann das Abenteuer sogar zu zweit erleben. Dann steuert Spieler eins den Pumuckl und Spieler zwei den Kapitän Krimskrams, und gemeinsam könnt ihr euch durch die Level schlagen und die Aufgaben lösen.

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