Pumuckl und die Krone des Piratenkönigs ist ein sympathisches, kindgerechtes Abenteuer, das vor allem durch seine liebevolle Welt und die vollständige Vertonung punktet. Viele Ideen sind charmant umgesetzt und machen das Spiel für jüngere Fans gut zugänglich. Gleichzeitig merkt man ihm an, dass nicht jede Entscheidung ganz rund ist: Einige spielerische Hürden, technische Ungenauigkeiten und eine Präsentation, die nicht immer zum ikonischen Pumuckl Stil passt, trüben das Gesamtbild ein wenig. Trotzdem bleibt ein freundliches, leichtes Piratenabenteuer, das besonders für Kinder gut funktioniert und mit seinem Herz am richtigen Fleck überzeugt. Erwachsene Pumuckl Fans finden hier vielleicht nicht die perfekte Umsetzung, aber durchaus einen kleinen, nostalgischen Ausflug in die Welt des Kobolds.
Spieletest: Pumuckl und die Krone des Piratenkoenigs NSW
Weitere Infos
Releasedate:5. März 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 2
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- echtes Pumuckl Feeling
- liebevolle Gestaltung
- kurzweiliges Gameplay
- Negativ:
- schlechte Synchronisation der Nebencharaktere
- Platforming hakelig
- Kurze Spielzeit
Ein lieber Kobold der auch frech sein kann
Die Piratenwelt mit ihren kleinen Inseln, wackligen Stegen und verstreuten Schiffsteilen ist wirklich liebevoll gestaltet, auch wenn der Zeichenstil nicht immer perfekt zum ikonischen Look des Pumuckl passt. Ein kleines Ärgernis bleibt das Startbanner, das zu Beginn jedes Levels viel zu lange im Bild hängt und große Teile des Geschehens verdeckt. Ihr bekommt zwar schon die Steuerung übergeben, aber sehen, wohin ihr eigentlich lauft, könnt ihr erst, wenn das Banner endlich verschwindet.
Die Geschichte selbst wird über animierte Standbilder mit vollständiger Vertonung erzählt. Gerade für jüngere Kinder ist es ein großer Pluspunkt, dass wirklich alles gesprochen ist. Selbst die Menüauswahl wird vom Pumuckl kommentiert, sodass auch Kinder, die noch nicht sicher lesen können, problemlos verstehen, was zu tun ist. Allerdings wurden die Sprachsamples nicht vollständig an das System angepasst, sodass in manchen Anweisungen von der Interaktionstaste die Rede ist und nicht von der A Taste. Das kann verwirrend sein.
Zudem scheinen einzelne, wenn auch sehr wenige, Sprachsamples zu fehlen.
Die Synchronisation ist ein besonders sensibles Thema. Hans Clarin, die legendäre Stimme des Pumuckl, ist im letzten Jahr verstorben. In den aktuellen Fernsehproduktionen übernimmt Kabarettist Maxi Schafroth die Rolle, unterstützt von einer KI Synchronisation, die mit der Stimme von Hans Clarin trainiert wurde und deren Rechte bei der Familie Clarin liegen. In den Credits des Spiels wird jedoch kein Sprecher erwähnt, dafür aber der Familie für die Bereitstellung der KI Stimme gedankt. Es liegt also nahe, dass der Pumuckl hier vollständig per KI vertont wurde.
Man muss allerdings zugeben, dass die wiederkehrenden Kommentare des Kobolds erstaunlich authentisch klingen, auch wenn sie nicht immer perfekt zum aktuellen Geschehen passen. Für Kritiker von KI Synchronisationen ist es besonders bitter, dass ausgerechnet diese KI Stimme im direkten Vergleich zu den drei echten Sprechern des Spiels am überzeugendsten wirkt. Die Betonung und Emotionalität von Käptain Krimskrams, seinem Papagei und dem Piratenkönig lassen nämlich spürbar Luft nach oben. Verstärkt wird dieser Eindruck durch eine teils seltsame Aufteilung der Textboxen, die zu merkwürdigen Pausen in den Sprachsamples führt, manchmal sogar mitten im Satz.
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Vielen Dank an die Firma THQ Nordic für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 18.März.2026 - 21:50 Uhr












