Puristen, welche bereits vor 30 Jahren mit der kniffligen Minensuche ihren Spaß hatten und dies auf der Switch wieder einmal erleben möchten, können hier zum kleinen Preis zugreifen. Die schlichte, originalgetreue Aufmachung weckt nostalgische Gefühle und das Spielprinzip motiviert Knobelfreunde auch heute noch. Wer aber auf etwas Abwechslung und frischen Wind in der angestaubten Spielidee gehofft hat, der wird enttäuscht sein und ist mit einer der zahlreichen Alternativen mit ideenreichen Neuinterpretationen des Minesweeper-Konzepts im eShop definitiv besser beraten.
Spieletest: Minesweeper Classic NSW
Weitere Infos
Releasedate:10. Januar 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Einfaches, aber motivierendes Spielprinzip
- Unendliche Anzahl Rätsel
- Nah am Original
- Negativ:
- Keine Musik
- Fehlende Touchscreen-Unterstützung
- Staubtrockene Inszenierung
- Keine Abwechslung und Variation
Wer in den 90ern oder Nullerjahren mal einige Zeit vor einem Windows-PC verbracht hat, der dürfte sich auch mit den standardmäßig installierten Spielen befasst haben. Solitaire, Hearts oder später auch 3D Pinball hielten die Anwender bei Laune und sorgten für Ablenkung im Büroalltag. Ebenfalls Bestandteil dieses Pakets war Minesweeper, das in deutlich simplerer Aufmachung als die anderen Titel daherkam, aber dennoch schnell zu einem beliebten Klassiker wurde.
Ursprung & Siegeszug einer Spielide
Das Spielprinzip war nicht neu, der Ursprung reicht zurück bis in die 1960er-Jahre. Später wurde dank Titeln wie Cube, Mined-Out oder Relentless Logic die Idee weiter geprägt und verfeinert, bevor Microsoft mit der Windows-Version das Spiel einem globalen Publikum bekannt machte.
Es entwickelten sich verschiedene Spielvarianten, Rekordjagden und sogar Weltmeisterschaften, die auch heute noch veranstaltet werden. Bei den Minesweeper World Championship 2025 in Madrid maßen sich im September letzten Jahres die weltweit besten Spieler und knackten innert Sekunden selbst die komplexesten Herausforderungen.
Der Klassiker auf der Switch
Dank Soroka Games ist Minesweeper nun auch für die Nintendo Switch erhältlich. Und das praktisch in Form des Originals. Das unverwüstliche Spielprinzip wurde auch hier unverändert übernommen. In einem Raster, dessen Größe je nach Schwierigkeitsstufe von 6x6 bis 40x20 reicht, muss eine bestimmte Anzahl an Minen ausfindig gemacht werden. Klickt ihr auf ein Feld, verrät euch die erscheinende Zahl, wie viele Minen in den 8 Feldern um sie herum schlummern. Durch das Aufdecken weiterer Felder und Zahlen gilt es nun, geschickt zu kombinieren, hinter welchen Kacheln die Sprengkörper verborgen sind und diese mit einer Flagge zu markieren.
Erwischt ihr bei eurem Versuch ein Feld mit einer Mine, endet der Versuch auf der Stelle. Habt ihr hingegen alle Zielobjekte ausfindig gemacht, wird die Runde erfolgreich abgeschlossen. Zur Wahl stehen 5 verschiedene Schwierigkeitsstufen. Vom relativ einfachen «Relaxed» bis zum «Master»-Level werden sowohl Anfänger wie auch geübte Minensucher gefordert. Eure Leistungen werden vom Spiel getrackt, in der Statistikübersicht könnt ihr eure Erfolgsquoten und Rekorde für die unterschiedlichen Stufen einsehen.
Originaltreue statt Innovation

Wer auf frische Elemente oder Neuerungen gehofft hat, der wird enttäuscht. Soroka nimmt das «Classic» im Titel wörtlich und hält das Spiel so nah am Original wie nur möglich. Selbst bei der Präsentation verzichtet man auf Experimente und bleibt dem Windows-Original treu. Das Spielfeld ist im traditionellen Grau gehalten, der Gesichtsausdruck des Smileys verrät den aktuellen Spielstand, links und rechts vom gelben Grinsegesicht werden in roten, digitalen Ziffern die offene Anzahl Minen und die benötigte Zeit angezeigt.
Eine Musikuntermalung existiert nicht, selbst auf einen Titelscreen wird komplett verzichtet. Die einstellbaren Optionen beschränken sich auf das Ein- und Ausschalten der Soundeffekte und der Vibrationsfunktion. Auch auf ein kleines Tutorial oder kurze Erklärung des Spielablaufs wird komplett verzichtet.
Ebenfalls nicht berücksichtigt wurde der Touchscreen, das Spiel kann ausschließlich per Controllereingabe bedient werden. Diese ist aber einfach gehalten und verrichtet ihre Funktion tadellos. Inhaltlich bekommen Knobelfreunde reichlich Material geboten. Dank zufällig generierten Levels gibt es praktisch grenzenlosen Rätselspaß, allerdings ohne Variation und Abwechslung.

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Vielen Dank an die Firma Soroka Games für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 15.Januar.2026 - 21:32 Uhr












