Spieletest: Beyond Good & Evil 20th Anniversary Edition NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
25. Juni 2024

USK 12 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
audio-visuelle Politur
Charaktere mit Profil
neue Inhalte & Speedrun
Auto- und Cross-Save
Negativ:
Look Oldschool für Neulinge
Gameplay ohne Überraschung
Kameraführung

Die Idee zu Beyond Good and Evil stammt aus der Feder des Rayman-Schöpfers Michel Ancel, welche bereits 2003 durch Ubisoft Montpellier umgesetzt wurde. Gute 20 Jahre später erscheint in Zusammenarbeit des originalen Entwicklerstudios mit Virtuos Games die 20th Anniversary Edition als aufpoliertes und erweitertes Remaster. Wie wir Jades und Pey’js Abenteuer (neu)erlebt haben, lest ihr in unserem Nintendo Switch Test zur Beyond Good and Evil 20th Anniversary Edition.

Willkommen auf Hillys

Das Action-Adventure Beyond Good and Evil von 2003 ist erzählerisch natürlich gleich geblieben und erzählt eine überraschend komplexe Geschichte. Die Protagonistin Jade, eine freie Reporterin, lebt mit ihrem Adoptivonkel Pey'j in einem Leuchtturm auf Hillys, wo sie sich um Waisenkinder kümmern. Diese Welt wird jedoch plötzlich von den kriegerischen Angriffen der DomZ, einer parasitären Rasse, erschüttert. So entführen die DomZ Menschen sowie die tierischen Hybridwesen, die den Planeten so bunt und liebenswert bevölkern. Trotz des Anscheins einer kapitalistischen Regierung und ihrer Einsatztruppe, den Alphas, die vermeintlich gegen die Angriffe kämpfen, bleibt die Frage: Ist alles wirklich so, wie es scheint?

So gilt es für Jade die Regierungsverschwörung aufzudecken und der außerirdischen Bedrohung Einhalt zu gebieten. Sie schließt sich dem Widerstand IRIS auf der Suche nach der Wahrheit auf ihrem Planeten an und wird von zahlreichen, kuriosen Nebencharakteren unterstützt. Ihr Onkel Pey’j, der als antromorphes Schwein direkter Teil des Konflikts ist, steht ihr vor allem aus der Leuchtturmbasis zur Seite.

Beim Start des Spiels fällt euch sicher die etwas gealterte Optik auf, doch die gelungene Überarbeitung lässt dies schnell vergessen. Gameplay und Story fühlen sich auch heute noch so frisch wie bei der Erstveröffentlichung 2003 an. Eine schöne Dynamik entsteht im Spielverlauf zudem durch die Interaktion zwischen unserer Protagonistin und ihrem schweinischen Partner, etwa wenn sie sich gegenseitig aus brenzligen Situationen retten. Charmant wirken auch die Reaktionen der Charaktere in den vielen kleinen Szenen zwischen den beiden, etwa wenn Jade aus dem Hovercraft aussteigt und Pey'j ihr auf den Rücken prallt oder wenn er meckert, weil sie gleich wieder losfahren will.

Ein reichhaltiges Gameplay

Das Gameplay von "Beyond Good and Evil" mag auch zwanzig Jahre später nicht revolutionär sein, doch es erreicht ein hohes Niveau. Das Kampfsystem ist unkompliziert, bietet jedoch sowohl normale als auch aufgeladene Angriffe. Spieler können sich auf die Unterstützung eines Partners verlassen, der an bestimmten Stellen hilfreich ist, um im Spiel voranzukommen. Nebenmissionen, wie das Fotografieren von Tieren und Rassen, tragen nicht nur zur Geschichte bei, sondern dienen auch zum Geldverdienen. Klassische Rätsel, die für das Genre typisch sind, ergänzen dabei das Spielerlebnis. Die Vielfalt des Gameplays zeigt sich in verschiedenen Passagen: zu Fuß, mit dem Hovercraft und im Raumschiff. Minispiele, wie Hovercraft-Rennen und eine Airhockey-Variante, sorgen für Abwechslung. Ihr werdet nicht nur viel erkunden, sondern neben manchen Shooter-Passagen der Kämpfe auch per Schleicheinlagen unterwegs sein. Der Kenner von Ubisofts großen Franchises könnte sogar sagen, hier läge die Stealth-Grundlage für Assassin’s Creed.

Ein Soundtrack: Beyond Good

Die Soundkulisse von "Beyond Good and Evil" könnte passender nicht sein. Einige Soundeffekte wirken zwar ein wenig oldschool, verstärken jedoch den Charme des Spiels. Die vertonten Charaktere überzeugen auch in der deutschen Version, und die Musik glänzt mit großartigen Momenten. Das liegt vor allem daran, dass man den originalen Komponisten Christophe Héral wieder ins Boot geholt hat, um die ursprünglichen Soundtracks mit einem Live-Orchester neu einzuspielen. Ihr dürft euch auf orchestrale, ethnische und elektronische Elemente und Klänge freuen. Die Mischung unterstreicht die emotionale Tiefe des Spiels und verstärkt das immersive Erlebnis, indem sie perfekt zu den jeweiligen Szenen und dem Gameplay passt. Insgesamt eine fantastische Klangwelt.

Quality of Life Verbesserungen

Die 20th Anniversary Edition bringt zahlreiche Neuerungen mit sich, dazu zählen natürlich eine überarbeitete Grafik und Framerate, die eine frischere Optik und ein flüssigeres Spielgefühl ermöglichen, je nach Plattform bis zu 4k und 60 Bildern pro Sekunde. Außerdem gibt es nun eine automatische Speicherfunktion, die die bisherigen „Speicher-Terminals“ ablöst bzw. hilfreich ergänzt. Visuell sind die Charaktermodelle etwas überarbeitet worden und vor allem Licht- und Schatteneffekte kommen jetzt viel schöner zur Geltung. Bei den Ladezeiten und den Kameramanövern wäre auf jeden Fall noch Spielraum gewesen. Bis auf einen Absturz und ein Hängenbleiben lief die Technik aber sonst reibungslos, insbesondere auf den großen Heimkonsolen.

Die Controllerbelegung hat sich auch den aktuellen Standards angepasst und per Cross-Save könnt ihr Plattform-übergreifend euer Abenteuer fortsetzen. Komplett neu ist außerdem die Möglichkeit in drei weiteren Shops einzukaufen und die Schatzsuche, ein neues Gameplay-Element, zu starten, in der ihr mehr über Jades Kindheit erfahrt.

Klassisch zum Jubiläum gibt es in der neuen Edition eine Anniversary Gallery, die euch zusätzliche Einblicke und Bonusmaterial gewährt. Für die Sammelfreunde unter euch wird es im Spiel nicht nur die regulären Collectibles geben, sondern auch zusätzliche Achievements, die ihr erhalten könnt. Trophäen-Support für die Heimkonsolen inklusive. Speed-Runner kommen ebenfalls auf ihre Kosten, nachdem nun ein eigener Modus mit Timer enthalten ist. Ihr solltet aber wirklich Gas geben, denn das Speichern ist in dieser Spielvariante nicht vorgesehen.

Fazit

Beyond Good and Evil ist packender als je zuvor! Dafür sorgt die Beyond Good and Evil 20th Anniversary Edition, die eine gelungene Neuauflage eines Klassikers ist. Es darf sich auf eine komplexe Story, spaßiges Gameplay und eine beeindruckende Soundkulisse gefreut werden. Die vielen Neuerungen, wie technische Überarbeitungen, spielerische Anpassungen, inhaltliche Ergänzungen, Galerien und ein fantastischer, neu arrangierter Soundtrack machen es auch für langjährige Fans spannend, während neue Spieler die Magie des Originals unbedingt entdecken sollten.

Grafik
7.5
Sound
9.5
Gesamt
8.5

verfasst von „ Maik“

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Vielen Dank an die Firma Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 01.Juli.2024 - 11:45 Uhr