Spieletest: Asterix und Obelix XXXL - Der Widder aus Hibernia NSW

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Weitere Infos

Releasedate:


USK 6 keine Onlinefunktion Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-4

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
ntuitives Gameplay
witzige Texte
toller Sound – deutsche Synchro
Negativ:
teils etwas zu linear

Beim Teutates! Asterix & Obelix sind zurück. Dieses Mal verschlägt es die beiden Gallier auf die Insel Hibernia, welche einige von euch vielleicht aus „Asterix bei den Briten“ kennen. Heute würden wir die Insel „Irland“ nennen. Wie sich die beiden „schlagen“ erfahrt ihr in unserem Test.

Auf nach Hibernia!

Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt ... Ganz Gallien? Nein!

So beginnt wohl jede Asterix-Story – doch dieses Mal verschlägt es unsere Helden gleich zu Beginn ins Ausland. Keratine, die Tochter des Häuptlings Whiskitonix aus Hibernia ruft Asterix & Obelix zu Hilfe. Während in Gallien vor allem der Zaubertrank hilfreich gegen die römischen Invasoren ist, so ist es auf der Insel ein Widder mit goldenen Hörnern. Dieser wurde aber von den Römern gestohlen und unsere beiden Raufbolde sollen nun helfen, die römischen Truppen zurückzuschlagen und Keratines Vaters geliebten goldenen Widder zurückzubringen. Wie wir es von den beiden kennen, werdet ihr vor allem wieder eure Fäuste sprechen lassen.

Insgesamt erwarten euch 6 neue Welten und viele verborgene Pfade. Zu Beginn eurer Geschichte könnt ihr wählen, mit welchem Charakter ihr das Abenteuer bestreiten wollt. Erwähnenswert ist, dass ihr dieses Mal mit bis zu 4 Spielern im lokalen Koop-Modus, auf demselben Bildschirm, Römer vermöbeln könnt. Ihr spielt dabei aber immer nur die beiden Gallier in verschiedenen Farbtönen.

Grundsätzlich ist kein allzu großer Unterschied zwischen den Galliern. Asterix ist wendiger, kann sich über Abgründe hangeln, während Obelix natürlich behäbiger ist, aber dafür Hinkelsteine, schwere Fässer etc. tragen kann. Zu Beginn erwartet euch ein simples InGame-Tutorial, bei dem ihr gleich behutsam an die Hand genommen werdet. Mit Y teilt ihr Schläge und via X starke Hiebe aus. Via L könnt ihr zwischen euren Gallieren hin- und herschalten oder Gegenstände werfen. Richtiges Springen ist nicht möglich. Über die B-Taste könnt ihr über Abhänge preschen. Wenn ihr den Button länger drückt, erscheinen Pfeile, die euch anzeigen, wo ihr nach eurem Move landen werdet. Grundsätzlich ist das Gameplay sehr einfach und auch für jüngere Spieler gut erlernbar. Teile kurze Schläge aus, bis die römischen Einheiten Sterne sehen und katapultiere sie mit einem heftigen Hieb in die Lüfte. Das ist schon sehr lustig, wenn nach kurzer Dauer plötzlich der Römer vor euch auf den Boden knallt.

Ihr könnt sie aber auch packen und dazu nutzen, Feinde aus dem Weg zu räumen. Dazu dienen auch herumliegende Gegenstände, wie beispielsweise römische Schilde, Bretter etc.. Während ihr euch mit Gegnern kloppt, füllt sich eine Leiste. Ist diese gefüllt, könnt ihr mit ZL einen „Ultimativen Angriff“ starten, der wie eine Welle Gegner niederspült. Vor allem ist dieser Superhieb bei Legionen an Römern oder bei römischen Zelten nützlich. Aus letzteren gesellen sich immer wieder neue Feinde in den Kampf und indem ihr die Heringe aus den Zelten zieht, fällt es zusammen und die Welle ist unterbrochen. Neue stylische Kombos und Vollstrecker-Moves laden zum Probieren und Spaß haben ein.

Das Gameplay in Asterix & Obelix XXXL macht sehr viel Spaß. Es fühlt sich wuchtig und dynamisch an und durch den Einsatz von Gegenständen kommt auch Abwechslung ins Kampfgeschehen. Die Welten sind sehr linear aufgebaut und der Weg ist grundsätzlich vorgegeben, obwohl es immer wieder neue Pfade zu entdecken gibt. Immerhin haben sich in den Welten auch goldene römische Helme versteckt, die ihr sammeln könnt. Das Spielprinzip ist aber nicht nur laufen & prügeln, sondern innerhalb der Level gibt es immer wieder auch mehr- oder weniger anspruchsvollere Rätsel, um weiterzukommen. Oftmals müsst ihr dabei (zumindest im Singleplayer) zwischen den Galliern hin- und herwechseln, um Schalterrätsel zu lösen oder Gegenstände hin- und herzuwerfen. An anderer Stelle sollt ihr erst alle Gegner besiegen, damit ihr das Tor zum nächsten Abschnitt öffnen könnt. Wenn ihr wollt, motivieren euch zusätzlich Aufgaben, wie dass ihr euer Level in einer bestimmten Zeit abschließen oder ihr eine gewissen Anzahl an Punkten sammeln müsst. Lustig ist beispielsweise auch die Aufgabe „Verhaue Römer mit einem Römer“. Grundsätzlich ist aber zu sagen, dass das Spielprinzip vor allem auf eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet ist.

Ein lustiges Abenteuer

In Asterix & Obelix XXXL – Der Widder aus Hibernia erwartet euch ein amüsantes Abenteuer, wie wir es aus den Geschichten der Comichelden kennen. Soundtechnisch ist der Titel richtig großartig. Alle Inhalte, egal ob Zwischensequenzen oder Textboxen, wurden deutsch synchronisiert. Auch während ihr herumlauft, rufen sich die beiden Gallier immer wieder Wortfetzen zu. Die Synchronsprecher haben sich zum Vorgänger geändert, was aber nicht stört. Selbst im Hintergrund hört man, neben der filmreifen Musik, immer eine passende Soundkulisse – wie im Wald zwitschernde Vögel. Das ist gut gelungen und sorgt für eine großartige Atmosphäre.

Das Spiel selbst erstrahlt in einer bunten Grafik, die jetzt nicht an Spiele wie Kirby und das vergessene Land herankommt, aber OK ist. Teilweise wirken die Texturen etwas verwaschen, aber im Großen und Ganzen wurde solide abgeliefert. Die Ladezeiten sind kurz, aber im Spiel selbst hätte man sich hier und da etwas mehr Leben gewünscht. Zwar erwarten euch immer wieder Sprung- und Rätselpassagen, aber die Level wirken, bis auf die Kampfstellen, etwas öde (zumindest was lebendige Charaktere oder Tiere betrifft).

Fazit

Es macht richtig Spaß in Asterix XXXL – Der Widder aus Hibernia Römer zu vermöbeln. Der Titel besticht mit witzigen Dialogen und einem gewissen Nostalgiefaktor. Das Prügeln fühlt sich durchwegs intuitiv an und ist durch die Möglichkeit, Gegenstände und Römer zu werfen, noch dynamischer geworden. Kleine Rätselelemente runden das Spielvergnügen ab. Das Spiel ist komplett in Deutsch synchronisiert und der musikalische Rahmen unterstreicht die Atmosphäre. Mit dem Vier-Spieler-Koop ist für lustige Spielenachmittage auf alle Fälle gesorgt – ein Spiel mit Spaß-Charme und fliegenden Römern.

Grafik
7.5
Sound
9
Multiplayer
8.5
Gesamt
8

verfasst von „Ulrich“

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Vielen Dank an die Firma Microids für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 31.Oktober.2022 - 15:13 Uhr