Spieletest: Angry Birds Trilogy 3DS

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Weitere Infos

Releasedate:
28. September 2012

USK 0 keine Onlinefunktion unterstützt MyNintendo nicht

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
tolles Konzept
viele Level
Spiel für zwischendurch
Negativ:
Preisnachteil gegenüber iOS, Android & Co

Das den Angry Birds Spielen zugrunde liegende Spielprinzip ist nicht nur genial einfach, sondern auch schon ziemlich alt. Bereits 1976 erschien mit Artillery, damals noch textbasierend, der erste Vertreter und gleichzeitig der Namensgeber dieses Genres. Den meistens Spielern dürfte das grundlegende Prinzip aus der ebenfalls sehr erfolgreichen Worms-Serie bekannt sein.
Während dieses allerdings auf Mehrspieler und Komplexität durch Waffen und Strategien ausgelegt ist, führten die Entwickler von Rovio Entertainment das Genre zurück zu seinen Wurzeln. Statt mit mehreren beweglichen Figuren, welche jede einzeln verschiedene Fähigkeiten haben, zu agieren, wird wieder von einem fixen Punkt mit aus mit festgelegten Einheiten auf den Feind geschossen.
Bisher war dieses Vergnügen Besitzern von Smartphones und Tablets vorenthalten. Nun erscheint mit der Angry Birds Trilogy eine Sammlung für Besitzer von Spielkonsolen. Diese beinhaltet das klassische Angry Birds, Angry Birds Rio und Angry Birds Seasons.

Dass Spieler trotz der oben genannten “Einschränkungen“ so vernarrt auf das Spiel sind, dürfte vor allem an der Visualisierung liegen.
Statt mit waffenstarrenden Fahrzeugen oder Lebewesen aufeinander loszugehen, legen die Protagonisten in Angry Birds ihr volles Gewicht in die Waagschale bzw. die Schleuder. Sprich sie schießen sich selbst auf den Feind. Warum die sonst so friedliebenden Genossen dies tun ist relativ simpel. Haben sich die feindlichen Schweine doch erdreistet, ihnen ihre Eier zu klauen. Wutentbrannt stürzt sich nun also alles mögliche Federvieh auf die Borstentiere, um die eigene Brut zurück zu erobern.
An dieser Stelle kommt ihr ins Spiel. Während die pro Level vorgegebenen Vögel nacheinander auf eine Schleuder springen, liegt es an euch als Kommandeur den Abschusswinkel und die Geschwindigkeit festzulegen um an den feindlichen Stellungen und deren schweinischen Besatzungen maximalen Schaden anzurichten.
Je weniger Piepmatze ihr verballert desto mehr Punkte erhaltet ihr nach Beendigung des Abschnitts. Auch wenn die Schweine ihrerseits nicht zurückschlagen, bunkern sie sich dennoch ein oder setzen Stahlhelme auf um den Angriffen der Kamikazevögel zu entgehen.
Sinnloses Draufschießen nützt also in den seltensten Fällen etwas. Es gilt durch gut gezielte Treffer die Versteckte der Schweine zu zerlegen und sie am am besten direkt unter dem Geröll zu begraben.
Um möglichst effektiv zu sein, müssen die verschiedenen Vogelarten sinnvoll eingesetzt werden.
Während rote Vögel einfach nur am gewünschten Zielort einschlagen, können blaue Vögel durch erneutes Antippen vor dem Aufschlag in drei kleinere Projektile geteilt werden, die gut gegen Glas sind. Gelbe Vögel sind effektiv gegen Holz und können zusätzlich beschleunigt werden. Grüne Vögel können wie Bumerangs eingesetzt werden und somit dem Feind in den empfindlichen Rücken fallen.
Da man sich die Reihenfolge und die Art des Federviehs nicht aussuchen kann, ist es sinnvoll sich die feindliche Stellung anzusehen, Schwachstellen auszumachen und auszunutzen. Frontalangriffe sind nicht immer der beste Weg zu Erfolg. Vielmehr ist es wichtig den Schweinebau zu verstehen und durch gezielte Treffer zum Einsturz zu bringen. Je weniger Vögel ihr bei eurem Einsatz opfern müsst desto mehr Punkte könnt ihr ergattern.

Mit Hilfe einer integrierten Online-Bestenliste könnt ihr einsehen, wie gut ihr im Vergleich mit anderen Befehlshabern abschneidet.

Im Streetpassmodus könnt ihr je nach Spielfortschritt Melodien komponieren und diese mit Hilfe eines Zugvogels um den Globus schicken. Trefft ihr nun jemanden im StreetPass, so kehrt euer Vogel mit dessen Melodie und einer kleinen Überraschung zurück.

Technik

Die kunterbunte und lustige Aufmachung des Spiels ist auch auf dem 3DS recht ansehnlich. Ein 3D-Effekt ist zwar vorhanden und lockert das zweidimensionale Spiel etwas auf, aber er ist nicht spielrelevant. Akustisch hat das Spiel nicht viel zu bieten, aber das muss es auch nicht. Ein bisschen Gezwitscher, ein paar lustige Soundeffekte und eine eingängige Melodie reicht hier vollkommen aus. Ist man die Steuerung von diversen Mobilgeräten gewohnt muss man sich leicht umstellen, da der Touchscreen des 3DS doch etwas anders reagiert. Aber trotzdem funktioniert die Steuerung tadellos. Wer keine Lust auf berührungssensetive Steuerung hat, der kann auch mit dem Slidepad und den Tasten steuern.

Fazit

Auch auf dem 3DS macht das einfache aber geniale Angry Birds Prinzip direkt süchtig. Mit Angry Birds, Angry Birds Rio und Angry Birds Seasons.
wird auch wirklich viel Inhalt und somit Spielzeit geliefert. Schade nur, dass es Angry Birds Space nicht noch mit ins Spiel geschafft hat. Bleibt der Kostenpunkt. Besitzer eines Smartphones oder Tablets kommen wesentlich günstiger an die Spiele. Sollte man ein solches Gerät nicht besitzen oder nicht dafür nutzen wollen, lohnt sich die Anschaffung der Sammlung für den Handheld auf jeden Fall.

Grafik
7
Sound
6
Gesamt
7

verfasst von „David“

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Vielen Dank an die Firma Activision für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 21.Oktober.2012 - 11:44 Uhr