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The Legend of Zelda: Skyward Sword HD

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD

Tril

Zehn Jahre nach der Veröffentlichung auf der Nintendo Wii hat es das erfolgreiche The Legend of Zelda: Skyward Sword HD als Remaster auf die Nintendo Switch geschafft. Wir haben uns die Neuerungen ganz genau angeschaut und einige Vergleiche zum Original ziehen können. Auch über das Thema Wolkenvogel-Amiibo sprechen wir in unserem Test!
Wenn euch interessiert, ob ihr auch dieses Zelda spielen solltet, lest unbedingt unsere Review zum Switch Spiel. Unsere original Review haben wir euch ebenfalls verlinkt.

The Legend of Zelda: Skyward Sword HD

NSW

Entwickler
Nintendo
Publisher
Nintendo
Konsole
NSW
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 12

Skyward Sword HD für die Switch, ist das HD Remaster des Klassikers, der vor zehn Jahren auf der Nintendo Wii erschienen ist. Als Wii exklusiver Titel machte es exzessiven Gebrauch von der Bewegungssteuerung und erforderte sogar die Motion Plus Hardwareerweiterung, die mittels eines Gyro-Sensors die Bewegung erkennt. Aber nicht nur die Bewegungssteuerung, auch diverse Designentscheidungen waren damals ein Bruch in der Zelda Serie, der damals schon mit sehr gemischten Gefühlen in der Nintendo Community aufgenommen wurde.

Neben den Neuerungen im HD Remaster, wollen wir auch ein wenig beleuchten, wie Skyward Sword der Wegbereiter für Breath of the Wild war. Wir gehen aber nicht auf den Inhalt des Spiels ein, denn dieser ist nahezu unverändert zum Original. Wer dennoch genauer wissen möchte, worum es im Spiel geht, der kann das in unserem ursprünglichen Test zu Skyward Sword für die Wii hier nachlesen.

Grafik in HD Remastered

Obwohl häufig von einem Remake gesprochen wird, ist die HD Version wie bereits bei den Vorgängerteilen ein Remaster, optimiert für die Nintendo Switch. Das bedeutet die Grafik, Sound und Steuerung wurden überarbeitet. Das Original war schon damals hübsch anzusehen (für damalige Verhältnisse) und anzuhören. Doch die ursprüngliche Auflösung von 410p bzw. 576i, wenn man das Komponentenkabel verwendet und die 30 FPS haben ihre Spuren hinterlassen. Jetzt erstrahlt das Bild in 1080p mit 60 FPS und es sieht verdammt gut aus!

Skyward Sword war zwar nicht das erste Zelda Spiel mit Cel-Shading-Grafik, aber das erste Zelda Spiel, in dem ein realistisch anmutendes Charakter und Umgebungsdesign mit Cel-Shading kombiniert wurde. Das kommt euch bekannt vor? Richtig, auch Breath of the Wild macht Gebrauch von diesem Grafikstil. Skyward Sword war also der Wegbereiter für den heutigen Grafikstil in Zelda.

Grafisch schaut das Spiel in der HD Auflösung auf jeden Fall richtig gut aus. Artefakte sind nicht mehr oder nur selten zu sehen und die Kanten sind scharf. Wir vermuten das Nintendo eine neue Kantenglättung eingebaut hat, ansonsten wäre selbst bei 1080p keine so scharfen und zugleich glatte Kanten möglich. Einige Texturen scheinen auch ein Update bekommen zu haben oder sind dank der höheren Auflösung jetzt deutlich besser zu erkennen. Die Umgebung leiden im Vergleich zu den meisten Objekten ein wenig, denn hier wirken einige Texturen und Umgebungsobjekte jetzt schwammiger oder detailarm. Dies bemerkt man sehr früh, direkt an den Gebietsgrenzen im Wald von Phirone. Die dort platzierten Blätter, die vermutlich vor allem Sträucher darstellen sollen, wirken in der hohen Auflösung etwas grob - von den Bäumen ganz zu schweigen. An diesen Stellen merkt man aber auch, wo Nintendo ursprünglich gespart hat, allerdings wohl eher zur Performance-Optimierung.

Steuerung mit und ohne Bewegung

Die Bewegungssteuerung in Skyward Sword war damals eines der umstrittensten Merkmale von Skyward Sword. Die HD Version kommt mit einer verbesserten Bewegungssteuerung oder alternativ mit analoger Steuerung im Gepäck.

Den Unterschied von der Erkennungsgenauigkeit zwischen Wiimote und JoyCon fällt sofort auf. Die Bewegungssteuerung ist präziser und wenn euch die Bewegungssteuerung damals schon lag, werdet ihr jetzt noch weniger Probleme haben.

Wem die Bewegungssteuerung allerdings überhaupt nicht lag, der sollte nun Grund zur Freude haben. Denn über den rechten analog Stick lässt sich das Schwert nun ebenfalls steuern, was eine enorme Erleichterung für all jene sein sollte.

Bei uns hinterlassen sowohl die Bewegungssteuerung, aber auch die Stick- Steuerung gemischte Gefühle. Man merkt einfach, dass die Bewegungssteuerung zehn Jahre auf dem Buckel hat. Obwohl die JoyCons deutlich präziser in der Erkennung sind, schlägt Link trotz allem oft mit dem Schwert in eine andere Richtung. Wildes Herumfuchteln führte weder damals, noch heute dazu, dass Link in die richtige Richtung schlägt. Präzise, geduldige Schläge sind immer noch wichtig, um die Bewegungssteuerung zu meistern. Auch das "Zentrieren" ist immer noch vorhanden und erfolgt jetzt mit dem Y-Knopf, was auch heute immer noch so nervig ist wie damals. Immerhin entfällt das ca. halbstündige Kalibrieren des Motion Controllers. Unserer Meinung nach hätte Nintendo hier ruhig etwas mehr Arbeit investieren und die Algorithmen überarbeiten sollen. In Breath of the Wild hat Nintendo ja gezeigt, dass sie es können.

Die Stick-Steuerung ist zwar präziser und erlaubt genauere Schläge, konnte uns aber auch nur so halb überzeugen. Der ständige Wechsel zwischen ABXY-Knöpfen und dem rechten Stick ist ungewohnt und führt schnell zu "Krämpfen" im rechten Daumen. Auch die Auswahl von Items und Werkzeugen ist etwas knifflig. Trotz aller Kritik, wer im Handheld Modus spielt oder mit dem Pro-Controller, hat mit der Stick-Steuerung die Möglichkeit Skyward Sword auch ohne "wildes Gefuchtel" zu genießen. Wir müssen natürlich auch einsehen, dass im Zug oder Flugzeug diese Steuerungs-Variante deutlich weniger Aufsehen erregt.

Skyward Sword war auch hier ein Wegbereiter, denn es war eines der ersten großen Nicht-Sport-Spiele, dessen Steuerung primär durch Bewegung erfolgte. Auch in Breath of the Wild gibt es eine Bewegungssteuerung, dort aber im Wesentlichen nur beim Zielen. Man könnte auch sagen, Nintendo hat gelernt, dass Bewegungssteuerung nicht unbedingt in jeglicher Hinsicht sinnvoll ist, es aber durchaus sinnvolle Anwendungsfälle gibt.

Wegbereiter des freien Erkundens

Dank der Wolkenvögel konnten bereits im Original, zumindest der Wolkenhort frei erkundet werden. Von unten nach oben und von oben nach unten. Damit war Skyward Sword der erste Ableger seiner Reihe, in dem man quasi von Anfang an, nahezu überall hin gekommen ist. Im Erdland hingegen geht es vor allem am Anfang eher linear durch die Welt.

Weiterhin hat man die dynamische Ausdauer zum Rennen, Klettern und Tauchen in Skyward Sword beibehalten, die in diesem Titel erstmals eingeführt wurde und fast eins zu eins in Breath of the Wild übernommen wurde.

Viele kleine Quality of Life Verbesserungen

Das Spiel wurde immerhin an vielen Stellen optimiert und modernisiert. Dialoge können jetzt vor gespult und Zwischensequenzen übersprungen werden. Unsere Helferin Navi ... äh, wir meinen natürlich Phai ist deutlich weniger aufdringlich. Und alle Unterstützung ist jetzt optional.

Die Item-Informationen tauchen nur noch beim erstmaligen Aufsammeln auf. Auch dann, wenn der Spielstand neu geladen wurde. Im Original wurden die Item- Informationen nach dem Laden eines Spielstandes immer wieder einmalig angezeigt. Die Kamera kann jetzt in den meisten Situationen frei gedreht werden. Wer aber die analoge Schwertsteuerung verwendet, muss sich etwas die Finger verbiegen. Denn dann steuert man sowohl Schwert, als auch Kamera mit dem rechten Analog- Stick, für die Kamera muss nur zusätzlich die L-Taste gedrückt werden. Das kann in Kämpfen schon mal zu krampfartigen Anfällen führen.

Umstritten ist darüber hinaus der Einsatz der amiibo Figur Zelda & Wolkenvogel, welche eine Schnellreisefunktion enthält. Viele wünschten sich diese Funktion direkt im Spiel. Dass Nintendo dies hinter einer "Paywall" versteckt, hinterlässt auch bei uns in der Redaktion gemischte Gefühle. Einziger Trost: Die großzügig verteilten Vogelstatuen auf dem Erdland erlaubten bereits im Original zügiges Reisen zwischen Wolkenhort und Erdland. Unserer Meinung nach kann man aber auch ohne Schnellreisefunktion ausreichend schnell hin- und herreisen. Wer aber zusätzliche Schnellreisefunktionen, auch in Dungeons, vermisst, muss - je nach Verfügbarkeit der allgemein gefragten Zelda-Amiibos - rund 25 € Mehrkosten kalkulieren.

Außerdem speichert das Spiel jetzt regelmäßig automatisch ab, d.h. selbst wenn der Switch bei regelmäßiger Handheld Nutzung einmal der Saft ausgeht, sind die letzten Spielstunden nicht verloren - auch hier sprechen wir aus jüngster Erfahrung.

Als Letztes seien auch die extrem kurzen Ladezeiten anmerkt. Das Original auf der Wii hatte Ladezeiten, die mit den ersten Breath of the Wild Versionen vergleichbar sind. Bei der HD Version sind die Ladezeiten so kurz, das man noch nicht mal Zeit hat kurz einen Schluck Wasser zu trinken. Die vergleichsweise hohe Performance der Switch kommt dem wahrlich zugute.

10 Jahre alt, aber immer noch aktuell

Skyward Sword war vor 10 Jahren in vielerlei Hinsicht ein Paradigmenwechsel. Mit vielem Altbekannten wurde gebrochen und einiges wurde neu hinzugefügt. Die Grafik schlug mit der Fusion der Stile von Wind Waker und Twilight Princess einen völlig neuen Weg ein. Aber im Kern wurde immer noch auf weitläufige Regionen mit kleinen Rätseln und umfangreichen Dungeons gesetzt. Nicht zuletzt die (erzwungene) Bewegungssteuerung war einer der Punkte, weshalb Skyward Sword sehr kontrovers diskutiert wurde.

Skyward Sword hat die Zelda Community geteilt, wie kein anderer Titel der Reihe, markiert damit aber auch den Beginn des Umbruchs, in dem sich die Zelda Reihe befindet.

9.0Wertung
Highlight

Fazit

Skyward Sword HD ist immer noch ein großartiges Spiel und ist in Vielerlei Hinsicht die Schwelle zwischen der alten und der neuen Generation Zelda Spiele. Eine verbesserte und trotzdem nicht ganz reibungslose Bewegungssteuerung, tolle Grafikupgrades und verschwindend geringe Ladezeiten sorgen für riesigen Spielspaß. Ganz sicher hat auch die tolle Story einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran, dass ihr Skyward Sword HD definitiv noch einmal oder überhaupt anschauen solltet!

Design
9.0
Sound
10.0
  • Jetzt auch mit analoger Steuerung
  • Großartige, gut gealterte Grafik
  • viele sinnvolle Quality of Life Verbesserungen
  • blitzschnelle Ladezeiten
  • Bewegungssteuerung könnte besser sein
  • einigen Texturen hätte ein Update gutgetan
  • flexible Schnellreisefunktion nur durch Kauf eines amiibo möglich

Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Te

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