
Metroid Prime Trilogy
Nach der für Fans eher enttäuschenden Meldung bezüglich Metroid Prime 4 gibt es neue Gerüchte zu den Vorgängern.
Denn laut Imran Khan, Senior Editor bei GameInformer ist eine Neuauflage der Metroid Prime Trilogy bereits seit einiger Zeit fertig gestellt.
Die Sammlung sollte wohl ursprünglich im Dezember angekündigt werden. Warum dies nicht passierte ist nicht bekannt und Seitens Nintendo gibt es hierzu auch kein Statement.

Metroid Prime Trilogy
WII
- Genre
- Ego-Shooter
- Serie
- Metroid
- Entwickler
- Retro Studios
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- WII
- Spieler
- 1–4 lokal
- Freigabe
USK ab 16
Nach einer Pause am Nintendo 64 kam für den Game Cube nach langer Wartezeit ein neues Metroid, das sich zur Überraschung der Fans als Ego-Shooter präsentierte. Aufgrund des enormen Erfolgs entschied man sich schon bald darauf, eine ganze Metroid Prime-Trilogie zu entwickeln. Gesagt, getan – Und so kamen auch die zwei weiteren Teile auf den Markt, welche mindestens das Niveau vom Vorgänger erreicht hatten. Also hat sich Nintendo nun entschlossen, die komplette Trilogie auf einer Disk für die Wii umzusetzen. Wie gut das funktioniert hat, könnt ihr im folgenden Bericht nachlesen!
Bevor es richtig losgeht, möchte ich euch aber noch darauf aufmerksam machen, dass die folgenden Absätze von der Story und somit von drei aneinanderhängenden Spielen handeln, weshalb ich euch diese nicht ganz ohne spoilernde Texte näher bringen kann. Wer dies umgehen will, beginnt bitte erst ab dem Absatz „Gameplay auf Höchstniveau“ zu lesen.
Der Beginn einer Trilogie…
Metroid Prime spielt zeitlich gesehen im Anschluss an das erste Metroid für das NES. Die galaktische Förderation fordert die Kopfgeldjägerin Samus nun auf, eine Weltraumfregatte zu untersuchen, da diese nämlich fast von einem fehlgeschlagenen Experiment zerstört wurde. Nun beginnt das Tutorial, welches dem Spieler die Steuerung mit all den Funktionen von Samus’ Anzug ausführlich vertraut macht. Ihr könnt die Fähigkeiten dann auch gleich an einigen Gegnern und Passagen austesten, bis ihr zu dem Mutterparasiten kommt, der das Problem auf der Station verursacht hat, und ihn tötet. Leider fällt dieser ungünstig, worauf ihr schnell ins Freie solltet, bevor ein Countdown abläuft. Blöderweise verliert Samus bei ihrer Flucht die meisten Fähigkeiten ihres Anzugs durch einen Kurzschluss, worauf sie auf Tallon IV landet. Dort findet sie eine radioaktive Substanz, das „Phazon“, die den Planten verseucht hat. Mit diesem Phazon lassen die Weltraumpiraten nun alle möglichen Wesen mutieren. Eine dieser dieser Mutationen ist auch der Metroid Prime, den Samus am Ende des 1. Teils trifft.
Ein grandioser Nachfolger
Unsere Kopfgeldjägerin bekommt nun den Auftrag, einem Notsignal von einem verschwundenen Raumschiff der galaktischen Förderation nachzugehen, was sie auf den Planeten Äther führt, welcher nach einem Meteoriteneinschlag in zwei Dimensionen gespalten wurde: In eine helle, friedliche Seite, die von den Luminoth besiedelt ist, und in eine dunkle Seite, welche eure Wiedersacher, die Ing, bevölkern. In der Vergangenheit aber haben die Schurken große Teile Äthers eingenommen, weshalb Samus nun dafür sorgen muss, dass die Energieversorgung auf der hellen Seite wiederhergestellt wird, damit die Luminoth überleben können. Hierbei trifft sie immer wieder auf ihr böses Ebenbild Dark Samus, welche aus Phazon besteht und das Eindringen in die dunkle Seite meist erschwert. Doch auch die dunkle Seite selbst ist ganz und gar nicht einfach, da die Atmosphäre, mal abgesehen von den Ing, extrem giftig ist.
Alles hat ein Ende
Metroid Prime 3 spielt direkt nach dem 2. Teil und schließt damit die Trilogie ab. Samus muss mit drei weiteren Kopfgeldjägern auf dem Planeten Norion ein Laser-Abwehr-System zum Laufen bringen, um diesen vor Angriffen der Weltraumpiraten zu schützen. Doch schon bald sollte dies nicht der einzige Grund des Abwehr-Systems sein, als die vier von einem Meteoriten, der direkt auf sie zufliegt, erfahren. Kurz vor dem Einsatz dieser Laser-Kanone werden die Kopfgeldjäger jedoch von Dark Samus überrascht, welche alle mit Phazon infiziert. Samus aber schafft es mit letzter Kraft noch, die Kanone zu aktivieren und den Meteoriten rechtzeitig aufzuhalten. Einen Monat später erwacht Samus mit der neuen Fähigkeit, das Phazon in ihr sinnvoll zu nutzen, um in einen sogenannten Hypermodus zu wechseln, der es ihr erlaubt, starke Waffen und Unverwundbarkeit zu erhalten, dabei aber selbst radikal Energie verliert. Doch erholen kann sich die Gute nicht; Samus bekommt nun den Auftrag, die Ausbreitung des Phazons zu stoppen, wobei sie zu mehreren Planeten reisen muss. Bei diesen trifft sie auch immer wieder auf die anderen Kopfgeldjäger, bei denen das Phazon schon vollständig Besitz über sie ergriffen hat und muss daher auch gegen sie kämpfen.
Gameplay auf Höchstniveau
Lassen wir nun die Story Story sein gehen über zum Gameplay der Trilogie. Anfangs befindet man sich in einem übersichtlichen Hauptmenü, in welchem man zwischen Einspieler- und Mehrspielermodus und Extras entscheiden kann. Kommen wir erst einmal zum Einzelspielermodus – In den ersten zwei Teilen befinden wir uns hauptsächlich auf einem großen Planeten, welcher aber jeweils in viele verschiedene abwechslungsreiche Areale unterteilt ist. Ich möchte noch gerne erwähnen, dass man diese Trilogie eher als Mischung zwischen Ego-Shooter und Action-Adventure sehen sollte, da es einfach auch einige Objekte zum Sammeln und Rätsel gibt, obwohl man eigentlich von den Screenshots her eher behaupten müsste, es sei ein reiner Ego-Shooter. Da euer Anzug zu Beginn jedes Teils nur wenige Funktionen besitzt, könnt ihr im Laufe des Spiels immer mehr Upgrades finden, die euch helfen bestimmte Barrieren zu überwinden oder stärkere Feinde zu besiegen. Das sorgt aber auch dafür, dass sich an Orten, an denen man bereits gewesen ist, erst zu einem späteren Zeitpunkt mehrere Möglichkeiten eröffnen. Dies bereitet aufgrund langer Laufwege oft etwas Frust, wenn man kein Sammler ist. Sollte man aber gerne Objekte aufsammeln und alles entdecken, sodass man das Spiel zu 100 Prozent durchspielen will, wird einem bestimmt nicht langweilig, da es – und das ändert sich von Teil zu Teil nicht – sehr viel zu finden gibt. In Metroid Prime 3 jedoch kommt es aufgrund der Reise zu den verschiedenen Planeten zu etwas mehr Abwechslung und es gibt nicht mehr so viele lange Laufwege.
Doch Nintendo hat auch noch neue Extras mit in die Trilogie gepackt: Aus dem 3. Teil wurden die geheimen Erfolge übernommen: Immer, wenn man bestimmte Gegner besiegt oder irgendwelche Entdeckungen macht, bekommt man Medaillen, mit denen ihr Artworks oder Musikstücke aus dem Spiel freischaltet.
Ansehliche Grafik
Während beim 3. Teil schon 16:9-Modus und 480p Bildschirmdarstellung vorhanden waren, hat man die ersten beiden Teile mit den gleichen Features versehen. Hier hat Nintendo wirklich mächtig Gas gegeben! Kraftvolle, schärfere Darstellungen sind eine Augeweide und die vielen ausgefransten Texturen von den Game Cube-Versionen wurden schön verbessert. Besonders die vielen kleinen Details in der Spielwelt waren und sind noch immer ein Augenschmaus für den Spieler. Hier wurde alles rausgeholt was ging. Vielleicht sollte ich auch noch einen Video-Vergleich erwähnen, in dem gezeigt wurde, dass ein paar Effekte für die Trilogie entfernt wurden. Ich habe nicht vor, dies zu bestreiten, muss aber sagen, dass Kleinigkeiten wie solche während des Spielens überhaupt nicht auffallen oder stören. Einzig schade ist, dass beim Multiplayer-Modus auf den 16:9-Modus – warum auch immer – verzichtet wurde.
Passender Soundtrack
Die Stücke in der gesamten Trilogie passen perfekt zum Spielgeschehen und sorgen für eine tolle Atmosphäre während des Spielens. Viel besser geht’s nicht mehr.
Steuerevolution
Wie auch die Medaillen wurde die Steuerung aus dem 3. Teil für die ersten beiden übernommen. Damit haben wir zwar nichts Neues vom Prinzip her, jedoch aber die hoch gelobte Wii-Steuerung jetzt wie gesagt endlich für die Cube-Teile. Mit der Pointer-Funktion wird gezielt, mit A geschossen und mit B gesprungen. Am Nunchuk wird Samus per Analog-Stick gesteuert, mit C verwandelt sich die Gute in den Morph Ball und mit Z werden Gegenstände oder Feinde anvisiert bzw. analysiert. Das sind zumindest mal die wichtigen Befehle wobei die ein oder andere Taste mit einer alternativen vertauscht werden kann(z.B. A und B). Mit dieser nahezu perfekten Steuerung hat man Samus bestens im Griff und legt den Controller nicht mehr so schnell zur Seite.
Multiballerei
Kommen wir zum Schluss noch zum Multiplayer-Modus des Spiels. Die Ballerei für bis zu 4 Spieler ist zwar amüsant, aber auch hin und wieder recht unfair. Man kann zwischen den Modi „Todespartie“ oder „Münzjagd“ entscheiden, welche sich beide aber recht ähneln, da es im Prinzip nur um eine Sache geht: Die Mitspieler ausschalten. Dabei kann man anfangs zwischen vier Arenen auswählen, während sich 2 weitere noch freischalten lassen. Natürlich sind die Arenen großteils abwechslungsreich aufgebaut – Doch für gewöhnlich sollte man sich nur gelegentlich eine gute Waffe mitnehmen und über leuchtende Felder bewegen, damit man nützliche Funktionen erhält; Und ab hier wird das Spiel schon unfair – Es gibt bessere und schlechtere Waffen oder Eigenschaften, wobei eigentlich immer der Zufall entscheidet was man bekommt. Das hätte man für die Trilogie vielleicht ein wenig verbessern können. Des Weiteren hätte man noch einen Online-Modus einbauen können, der die ganze Sache etwas belebt hätte. Hier wurde sogar auf den 16:9-Modus verzichtet; Bei dem heimischen Flachbildschirm sind links und rechts hässliche graue Balken zu sehen. Da hätte man sich schon ein bisschen mehr anstrengen können. Obwohl der Multiplayer-Modus an und für sich nicht so schlecht ist, ist er aufgrund der wenigen Neuerungen im Vergleich zum Game Cube-Ableger aber leider der eindeutig schwächste Teil des Spiels.
Kaufen? Unbedingt!
Wenn man Besitzer aller drei einzelnen Teile ist, ist es vielleicht nicht nötig diese Spielesammlung zu kaufen. Sonst aber kann ich diese grandiose Trilogie nicht nur Fans von Ego-Shootern ans Herz legen. Eigentlich sollte dieses Spiel in keiner Wii-Sammlung fehlen. Man bekommt drei Spiele um ca. 45 Euro, wovon jedes einzelne schon in der Ur-Form ein Hit war. Hier wurden aber zumindest die Game Cube-Teile noch mal ziemlich aufgemotzt, die geniale Steuerung, der 16:9-Modus und die 480p-Unterstützung können nicht täuschen. Einzig der Multiplayermodus hätte noch Verbesserungen vertragen, aber was soll’s. Ich würde euch jetzt kurz vorm Schluss noch gerne die von meinen Kollegen verfassten Reviews der einzelnen Teile ans Herz legen:
Metroid Prime
Metroid Prime 2: Echoes
Metroid Prime 3: Corruption
Fazit
Was will man mehr? Aufgemotzte 480p-Darstellung, der 16:9-Modus und die Steuerung beleben die ersten Teile neu. Für ca. 45 Euro bekommt man hier ein Spaßpaket mit drei Vollversionen von grandiosen Titeln mit noch zusätzlichen Extras. Schade nur, dass am Multiplayermodus von Metroid Prime 2 nichts gemacht wurde – Dennoch sollte dieses Spiel in keinem Regal eines Action-Adventure- oder Ego-Shooter-Fans fehlen. 10/10 Punkte!
- 16:9-Modus und saubere 480p-Darstellung
- 3 grandiose Spiele in einem
- Gute Story und fesselndes Gameplay
- Lange Spielzeit
- Keine spielerischen Neuerungen beim Multiplayer-Modus...
- ...welchem nicht mal das 16:9-Breitbild-Format verpasst wurde
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.


