Zum Inhalt springen
Tony Hawk?s Downhill Jam

Tony Hawk?s Downhill Jam

Mana Drache

Bei uns konnte die Nintendo-DS-Version ganze 8,5 Punkte einheimsen. Jetzt ist die GBA-Version einem Review unterzogen worden, aus dem sich schon vorweg eine These ableiten lässt: Manchmal kann Grafik schon entscheidend sein...

Klickt hier, um zum Review zu Tony Hawk´s Downhill Jam zu gelangen.

Tony Hawk wird grundsaniert, und das konsolenübergreifend. Da darf der leicht angestaubte, aber immer noch sehr beliebte Game Boy Advance nicht fehlen. Aber gelingt es Activision nach der starken DS-Version, das neue Konzept des „Trick´Race“ auch auf dem Soloschirm umzusetzen? Wie beim „großen Bruder“ reist ihr mit eurem Skater um die Welt. Die Individualisten unter euch verpassen dem ambitionierten Trendsportler noch ein einmaliges Äußeres im Skater-Editor, der aber lange nicht so variantenreich ist wie in der DS-Version; schließlich wäre bei dem niedrigen Detailgrad der Grafik weder eine lange Nase noch ein fesches Accessoire zu erkennen. Mit dem neuen Look lernt ihr vom Großmeister Hawk persönlich, was ihr so alles mit dem Skateboard anstellen könnt. Entweder erprobt ihr die frisch einstudierten Rollbrett-Manöver ohne Leistungsdruck im Skate-for-Fun-Modus oder wagt euch gleich an die Welttournee heran, um eure Karriere in Schwung zu bringen. Von den Hügeln von San Franscisco treibt es euch in die Wüste von Marokko oder ins ferne Hong Kong. Nach und nach schaltet ihr weitere Herausforderungen frei, bis ihr irgendwann das Ticket für den Zug nach Hawaii lösen könnt.

Skater können buchstabieren?!

Die Aufgaben in jedem Ort unterteilen sich in Meisterschaft, Tricks und Herausforderungen. In der Meisterschaft starten vier computergesteuerte Gegner mit euch ins Rennen. Bei der Raserei geht es aber nicht nur um stupides Rollen-Lassen. Tricks und Abfahrt werden in Tony Hawk´s Downhill Jam verbunden. Gekonnte Tricks füllen die Turboleiste auf der rechten Bildschirmseite. Und mit deren Hilfe zieht ihr im besten Fall an den Gegnern vorbei. Ganz auf eure Sprungkünste müsst ihr euch im Tricks-Modus verlassen. Dabei ist es euer Ziel, eine bestimmte Punktzahl zu überbieten. Die Herausforderungen sind da schon etwas vielfältiger. Zeigt beispielsweise zehn Grinds, zerstört zehn Objekte wie etwa Feuerlöscher, bleibt zwanzig Sekunden in der Luft oder sammelt die altbekannten Tony-Hawk-Buchstaben. In einem Run können parallel mehrere Aufgaben bewältigt werden. Anhand von Symbolkästen am linken Bildschirmrand samt Zählern habt ihr immer einen Überblick über die verbleibenden Herausforderungen. Und wenn´s beim ersten Mal nur mit einer von dreien klappt, dann bewältigt den Rest doch einfach im zweiten Durchlauf. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad recht niedrig angesetzt und hätte durchaus noch etwas motivierende Würze vertragen können.

Überforderter Spieljunge

Über das Gameplay lässt sich aber nicht klagen. Die Kontrolle ist da, auch wenn die Aktionen sehr beschränkt sind. Ein paar Ollies hier, ein paar Drehungen via L- und R-Taste da und zwischendurch ganz viele Grinds mit gehaltener A-Taste. Das funktioniert gut, leider kommt kein wirkliches Geschwindigkeitsgefühl auf. Die Ursache ist die Grafik, welche die spielerische Qualität nach unten zieht. Die Entwickler von Vicarious Visions haben die isometrische Perspektive der Game-Boy-Vorgänger hinter sich gelassen und etwas Neues ausprobiert - in 3D mit der Kamera hinter dem Skater. An sich ist das eine erfrischende Idee, leider treibt der dreidimensionale Look die Game-Boy-Leistungsfähigkeit an ihre Grenzen und noch einen großen Schritt weiter. Leipziger Allerlei auf dem Bildschirm – unschöne, einfarbige Flächen und ein arg störender Bildaufbau auf jeder Strecke. In Marokko warten ein paar ockerfarbene Dünen und Nomadenzelte, deren Textur dann sichtbar wird, wenn man fast vorbeigefahren ist; in Los Angeles reiht sich eine graue Fassade an die nächste. Dieses Grafik-Konzept, auch wenn es sich theoretisch für den Abfahrtsaspekt des Spiels anbietet, funktioniert auf der Game-Boy-Advance-Hardware so einfach nicht. Über den Sound kann man hingegen nicht meckern: Das rockig-punkige Thema klingt gut und auch die Soundeffekte passen. Was auf dem Nintendo DS für Aufsehen sorgt (unseren Test der DS-Version findet ihr hier), kann auf dem GBA leider nicht überzeugen.

5.5Wertung

Fazit

Tony Hawk´s Downhill Jam ist ein Opfer falsch eingeschätzter Möglichkeiten. Dem Game Boy Advance fehlen einfach die technischen Mittel, ein solches Skate-Konzept in 3D umzusetzen. Die schwache Optik zieht das ansonsten gelungene Gameplay nach unten.

Design
3.0
Sound
7.5
  • eingängige Steuerung
  • guter Soundtrack
  • grafisch schwach
  • teilweise zu leicht

Vielen Dank an die Firma Activision für die Bereitstellung des Testmusters.

Reactions

👍
❤️
😂
😮
🔥
👀
🤔
🎮
🎉

0 Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!