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Tony Hawk?s Downhill Jam

Tony Hawk?s Downhill Jam

Mana Drache

Tony Hawk´s Dowhnhill Jam ist das DS-Spiel dieses Winters. Kaum zu glauben, dass gerade ein Third-Party-Titel den bisher umfangreichsten und spaßigsten Beitrag zur WiFi-Connection abliefert - inklusive Voice-Chat während des Spiels. Na, gespannt? HIER geht´s zum Review!

Für Tony Hawk geht´s abwärts. Keine Sorge, von einem Verris des neuesten Ablegers „Tony Hawk´s Downhill Jam“ für den Nintendo DS sind wir ein ganzes Stück entfernt. Vielmehr beschreibt der Satz die Schwerpunktverlagerung der Serie hin zu einem Rennspiel, das doch soviel mehr ist als nur ein Rennspiel. Die Faszination von Downhill Jam macht die beeindruckende Verknüpfung von Abfahrtrennen und Trickparcours aus. Optisch ähnelt das Skate-Spiel dem Vorgänger American Sk8land frappierend, spielerisch gibt es der Serie einen neuen Touch.

Trick´n Race

Dabei sind alle Elemente des klassischen Tony-Hawk-Spiels wieder in voller Tiefe integriert: Grinds, Ollies, Grabs und Flips aller Couleur. Diese sind für das Gameplay essenziell, da sie eure Boost-Leiste auffüllen, die ihr wiederum benötigt, um eure Gegner hinter euch zu lassen. Maximal könnt ihr vier seltsam anmutende Knochenbalken aufladen und mit dem Y-Knopf den Turbo zünden. Mit jedem Trick füllt sich der Balken etwas schneller; besonders effektiv sind Kombinationen unterschiedlicher Manöver - an einem Stück. Das bedeutet, dass euch maximal zwei Sekunden zur Verfügung stehen, zwei Tricks aneinander zu hängen, damit sie als Combo gelten. So genannte Manuals, bei denen ihr auf zwei Rädern eures Boards fahrt und Balance haltet, fungieren dann als Überbrückung, wenn ihr beispielsweise einen Grind mit einem Flip von einer Schanze verbinden wollt. Weltpremiere feiern die Bertslide-Moves: Euer Skater legt sich dabei in besonders scharfe Kurven, um diese möglichst eng zu nehmen. Um dem ganzen Wust an Tastenkombinationen Herr zu werden, besucht ihr zu Beginn die Trainingskurse, die von Tony Hawk persönlich betreut werden: San Francisco ist der optimale Ort, sich an die Steuerung und das rasante Spielgeschehen zu gewöhnen. Auf dem oberen Schirm findet die Action statt, auf dem unteren werden Erklärungen und Karten abgerufen. Ihr berührt den unteren Schirm während der Downhill-Rennen eigentlich nur, um Spezieltricks abzurufen. In diesem Fall hat Ubisoft den richtigen Weg eingeschlagen. Anstatt die feine Steuerung vollständig in eine Touch-Kontrolle zu zwängen, hat man sich hier für die etablierte klassische Steuerung mittels Digipad entschieden.

Skate around the world!

Bevor ihr euch den wichtigen Herausforderungen stellt, sollten sich eure „Skillz“ festigen. Dafür stehen dann zwangfreie Jam Sessions oder einfache Rennen zur Wahl. Habt ihr die Moves einigermaßen verinnerlicht, könnt ihr euch an der Welttournee versuchen. Ihr klappert mit Tony Hawk sechs wirklich groß ausgefallene und vor allem abwechslungsreiche Locations rund um den Globus ab. In Birmingham rast ihr durch eine ritterliche Burg geradewegs durch den Tronsaal und grindet durch einen U-Bahnschacht. In den eisigen Höhen des Kilimandscharo gleitet ihr über Gletscher. Gerade hier werden die Parallelen zu SSX offensichtlich, da man sich diesen Abschnitt genauso gut als Snowboard-Rennen vorstellen könnte, wenn die Rollen eures Skateboards vollständig im Schnee versunken sind. Auf jedem Gelände stehen natürlich genügend Rampen, Schanzen, Gitter und Vorsprünge bereit, sodass ihr während der Abfahrt an jeder Stelle einen Trick aus dem beachtlichen Repertoire zum Besten geben könnt. In jedem Areal gibt es recht vielfältige Aufgaben zu lösen. Mal geht es einfach um ein Rennen gegen drei Kontrahenten, ein anderes Mal scheidet der Letztplatzierte alle 15 Sekunden aus, bis nur noch ein Skater übrig ist. Dann gilt es, waghalsige Sprünge zu vollführen, während ihr gefilmt werdet. Nach je drei bestandenen Aufgaben steht eine Medaillen-Herausforderung an. Oft geht es darum, den Platzhirsch in einem Duell zu bezwingen. Gelingt euch das, dürft ihr drei Punkte einstreichen, die ihr zur Verbesserung eurer Fähigkeiten verwendet. Natürlich gibt es auch Bares auf die Hand, was dann großzügig im Skateshop ausgegeben wird, um neue Logos oder Charaktere frei zu schalten.

WiFi-Connection at its best

Was Tony Hawk´s Downhill Jam im Gegensatz zu den meisten anderen DS-Spielen abhebt: Die Reichhaltigkeit der Einzelspieler-Erfahrung wurde fast ohne Kompromisse in den Mehrspieler-Modus übertragen. Zudem kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es sich hierbei um den bisher vielfältigsten und tiefgründigsten Online-Modus auf dem DS handelt, der die WiFi-Connection-Elite Mario Kart DS und Metroid Prime Hunters hinter sich lässt. Mit bis zu drei Spielern trefft ihr euch im lokalen Netzwerk oder online, um die Strecken aus der Welttournee hinabzurasen. Auch hier stehen neben einfachen Rennen Combo-Herausforderungen und andere Style-Wettbewerbe zur Wahl. Habt ihr Freundescodes ausgetauscht, ist sogar ein Voice-Chat während des Spiels möglich! Berührt ihr das Mikro-Symbol unten links auf dem Touchscreen, könnt ihr etwas einsprechen, was dann, wenn auch zeitverzögert, auf die anderen Systeme im Netzwerk transferiert wird. So tauscht ihr euch über die Einstellungen für die nächste Runde aus oder werft euch ein paar „fette“ Sprüche an den Kopf. Abgerundet wird der Online-Modus durch eine enge Verzahnung mit der offiziellen Website zum Spiel. Ihr ladet Rekorde und selbstkreierte Logos in die Community hoch, die dann im Internet bestaunt werden. Einziger Wehrmutstropfen bisher: der Online-Spieler-Mangel. Wenige Skater tummeln sich online, sodass ein Rennen gegen drei Kontrahenten so gut wie gar nicht zu Stande kommt. Entweder sammelt ihr auf der offiziellen Website Freundescodes oder schaut in die WiFi-Gegnersuche unseres Forums. Oder überzeugt eure Freunde, ihr werdet eine Menge Freude haben!

Ihr könntet vor euren Kollegen darüber hinaus mit der superben Technik argumentieren. Die ganze Präsentation im Comic-Look wirkt wie aus einem Guss. Die 3D-Grafik sieht fantastisch aus und vermittelt einen flüssigen, schnellen Spielverlauf und darf zweifelsohne zur DS-Elite gezählt werden. Kleine Abzüge gibt es für die gelegentlichen Pop-Ups, die jedoch keine Auswirkungen auf das Gameplay haben. Der Sound schießt aber den Vogel ab. Die häufig eingesetzte Sprachausgabe kommt klar aus dem Lautsprecher und die Punk-/Rock-Tracks wissen voll zu überzeugen und passen zum rasanten Renngeschehen. Auf musikalischer Ebene rockt Downhill Jam „alles weg“, schön, dass die anderen Aspekte des Spiels mitziehen!

9.0Wertung
Highlight

Fazit

Tony Hawk´s Downhill Jam ist in spielerischen und technischen Belangen ein klasse Spiel. Die Gegenpole Tricks und Rennen sind fein ausbalanciert, die Optionsvielfalt sucht auf dem DS ihresgleichen. Höhepunkt ist ohne jeden Zweifel der reichhaltige Online-Modus, der auf dem Nintendo DS neue Maßstäbe setzt.

Design
8.5
Sound
9.5
Online Multiplayer
9.5
  • umfangreicher Online-Modus
  • klasse Steuerung
  • durchdachtes Trick´n Race-System
  • opulente Optik
  • gelegentliche Pop-Ups
  • Erforschung der Strecken kaum möglich

Vielen Dank an die Firma Activision für die Bereitstellung des Testmusters.

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