Vorschau: Lego Star Wars: Die Komplette Saga WII

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Nach Prince of Persia 3 und Resident Evil 4 erlebt nun ein weiterer Game Cube-Titel einen zweiten Frühling auf der Wii – Lego Star Wars. Doch halt, „ein Titel“ ist hier eigentlich nicht richtig – schließlich erschienen auf dem guten alten Würfel bereits zwei Spiele, welche die beiden dänischen Kult-Bausteine mit dem Krieg der Sterne vereinen: Eines repräsentierte Episode 1 bis 3, das zweite die klassische Trilogie mit Luke Skywalker und Konsorten. Was Lego Star Wars: Die Komplette Saga enthält, ist wohl schwer zu erraten, oder? Richtig – eben die komplette Saga, sprich beide Cube-Titel in einem. Das ist ja schon mal schön und gut, aber bleibt es bei einer simplen Umsetzung?

Krieg der Steine

Nein, dies soll nicht der Fall sein: Lucas Arts-Producer Dave Cerra verspricht nicht nur Neulinge unter den spielbaren Figuren und komplett neue, zusätzliche Levels, sondern auch eine ganze Menge Änderungen in den bekannten Abschnitten – wer also die Cube-Versionen bereits durchgespielt hat, wird dennoch nicht ganz mühelos durch Stages rasen können. Auch die grafische Darstellung soll ein bisschen verbessert werden – allzu spektakuläre optische Neuerungen sind mir hier nicht aufgefallen, aber High-End-Grafik ist für dieses sehr charmante und alles andere als realistische Szenario ohnehin nicht vonnöten.

Der Wii-Faktor

Aber wird denn nun die Wii-Steuerung genutzt – und wenn ja, wie? Nun, folgendes: Wer will, darf das Laserschwert mittels Wiimote schwingen – hier haben wir aber wieder das „Twilight Princess-Syndrom“: Das Spiel wurde nun mal für den Würfel entwickelt, und für die Implantierung einer 1:1-Bewegungserkennung hätte man das komplette Spiel gut an diesen Umstand anpassen müssen – dieser Aufwand wurde aber nicht betrieben. Dennoch hat es zum Teil Einfluss auf den Angriff, wie man die Fernbedienung bewegt – wer sie erst hochreißt und dann von oben nach unten schwingt, führt etwa einen Special Move aus, welcher den Protagonisten springen und von der Luft aus angreifen lässt. Wer hingegen keine Lust auf Bewegungssteuerung hat, darf auch ganz einfach auf die Knöpfe zurückgreifen – lobenswert. Aber das Programm „will“ quasi dem Spieler die Wii-spezifischen Kontrollen schmackhaft machen, denn wer die Wiimote zum Angriff schwingt, richtet beim Gegner ein wenig mehr Schaden an als derjenige, welcher einfach nur eine Taste betätigt. Diese zwei Möglichkeiten finden sich im ganzen Spiel: Aus einem Haufen Steine kann man etwa ein nettes Fahrzeug bauen, indem man die Tasten verwendet – wer aber einfach die beiden Kontrollelemente rasch auf und ab schwingt, vollendet sein Vehikel schneller als der Tastendrücker.

Vorläufiges Urteil

Ganz klar: Zwei gute Spiele auf einer Disk, garniert mit optionaler Wii-Steuerung und neuem Content – das klingt mehr als fair. Ob der Titel nun aber wirklich auch Spieler der GCN-Versionen zum Neukauf bewegen kann, bleibt abzuwarten – wenn allerdings die Anzahl der neuen Levels nicht verschwindend klein ist und die bekannten Abschnitte tatsächlich merklich abgeändert werden, dann dürfte sich dieser „Sammelband“ auch für Veteranen sehr wohl lohnen.

Voraussichtliche Verffentlichung: 6.11.2007
Hitprognose: 4 / 5

verfasst von „OldMacMario“

Letzte Aktualisierung: 27.8.07 20:26 Uhr