Vorschau: Call of Duty 4: Modern Warfare NDS

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Metroid Prime Hunters hat gezeigt, wie gut Ego-Shooter auf dem DS funktionieren können – allzu viele gute Titel in dieser Sparte hat der Double Screen aber sonst nicht unbedingt vorzuweisen. Die Handheldfassung des Multiplattformtitels Call of Duty: Modern Warfare (welcher anders als die meisten Vorgänger nicht auf historischen Begebenheiten, sondern einem fiktiven, modernen Kriegsszenario basiert) versucht, dies zu ändern.

Links, zwo, drei, vier...

Was mir bei der Vorführung des Titels durch einen Activision-Mitarbeiter gleich auffällt, ist die hervorragende Grafik – sowohl Charaktermodelle als auch die Umgebungen wurden wirklich liebevoll gestaltet und machen dem DS alle Ehre. Soundtechnisch konnte ich die Qualität der Hintergrundmusik aufgrund des Messelärms nicht wirklich beurteilen, aber zumindest etliche Voicesamples hören – eine ganze Menge gesprochene Sprache soll in dem Titel enthalten sein. Dieses atmosphärische Kriegsszenario ist übrigens auf dem Topscreen zu sehen; der Touchscreen zeigt ein Radar der Umgebung: Freunde (dazu komme ich gleich) sind hier mit blauen Punkten markiert, Feinde erkennt man gleich am roten Symbol (interessant und eine gute Idee, um die Spannung zu erhöhen: Die Position der Feinde wird nur dann auf dem Radar sichtbar, wenn sie gerade schießen – sonst nicht). Der Herr von Activision bezeichnete die Steuerung übrigens als „a lot like Metroid Prime Hunters“ - warum auch nicht, schließlich funktionierte dieses Prinzip schon bei besagtem Titel gut: Vor, zurück und seitwärts gehen mit dem Steuerkreuz, umsehen per Stylus und schießen mittels der Schultertasten – eine Linkshänder-Option (die Funktion der A-,B-,X- und Y-Buttons wird mit jener des Steuerkreuzes getauscht) und eine Möglichkeit, die Y-Achse umzukehren, fehlt natürlich nicht.

Gemeinsam sind wir stark!

Dem Protagonisten (übrigens entweder ein Mitglied des amerikanischen oder des britischen Militärs – man wählt aber nicht etwa vor Spielbeginn, wer man lieber sein will, sondern die beiden erleben parallel verlaufende Handlungen und der Spieler schlüpft je nach Level einmal in die eine, dann in die andere Rolle) steht übrigens ein Grüppchen an aliierten Soldaten bei, die aber auf keine Befehle seitens des Spielers hören – ganz autonom bekämpfen sie die herannahenden und versteckten Feinde. Trotzdem sollte man sich ein wenig um sie kümmern – denn sollten sie sterben, können sie uns logischerweise nicht mehr beistehen (allerdings nur für den Dauer dieser Stage – danach werden sie durch andere, aber gleich starke Kameraden ersetzt). Ein von einem Projektil getroffenes und aufgrund dessen in Flammen aufgehendes Auto zeigt mir auch gleich, dass die Umgebung zumindest teilweise zerstörbar ist (auch bekam ich diese Antwort auf meine konkretere Frage danach). Elf Missionen soll es übrigens geben, wird mir dann mitgeteilt, angesiedelt in Russland und im mittleren Osten (eine davon spielt sich übrigens an Bord eines Schiffes ab); und zwei Arten von Levels existieren: Die klassischen Ego Shooter-Stages sowie Rail Shooter – in letzteren sitzt der Protagonist in einem Vehikel und muss selbiges nicht steuern, sondern kann seine ganze Aufmerksamkeit dem Zielen und Ballern widmen (auch solch ein Abschnitt wird mir gezeigt, aber zu kurz, um wirklich einen Eindruck zu bekommen). Ach, und jetzt höre ich wieder etwas, das ich zuvor nicht wusste: n-Space, welche unter anderem auch geist für GCN hervorbrachten, entwickeln die DS-Version von Call of Duty 4. Aber auch inhaltlich unterscheidet sich diese Spiel von seinen „großen Brüdern“ auf PC und Heimkonsolen: Die Geschichte ist hier eine Art Side-Story zu jener der anderen Ports (rührt gewiss auch von daher, dass man auch andere Charaktere als dort spielt). Aber zurück zum Gameplay: Immer wieder soll es auch kleine, minispielartige Intermezzi geben, welche überwiegend über den Touchscreen gesteuert werden; etwa das Entwaffnen eines heranstürmenden Gegners oder das Entschärfen einer Bombe (Zu diesem Zeitpunkt fragte ich natürlich nach einer Ähnlichkeit dieses Minigames zu einer bestimmten „Operation“ in Trauma Center – hier soll der Fokus jedoch sehr auf dem klassischen „Was schneide ich als erstes durch? Den blauen oder roten Draht?“-Aspekt liegen).

Ja, beim Mi-li-tär ist´s wirklich wunderbar...

Den ebenfalls vorhandenen Multiplayer-Modus konnte ich mir auf der GC nicht ansehen, aber die gezeigten Passagen machten wahrlich keine üblen Eindruck – technisch gibt es nichts zu meckern, und auch Steuerung und Atmosphäre wirken grundsolide. Call of Duty 4: Modern Warfare scheint also gute Chancen zu haben, sich in der Ego-Shooter Rangliste auf dem DS direkt unter Metroid einzureihen, und Liebhaber realistischer FPS werden sich den Titel ohnehin vormerken.

Voraussichtliche Verffentlichung: TBA Herbst
Hitprognose: 4 / 5

verfasst von „OldMacMario“

Letzte Aktualisierung: 27.8.07 19:11 Uhr