God of War Sons of Sparta im Test (Playstation 5)
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Anzeige – Testmuster als PS5-Key von Playstation erhalten.
Überraschend hat Sony in der Februar-Ausgabe (2026) der State of Play Präsentation den PS5-exklusiven God of War Ableger und 2D-Sidescraller „Sons of Sparta“ angekündigt und veröffentlicht. Das von Mad Cat Games in Zusammenarbeit mit den Santa Monica Studios entwickelte Metroidvania will die Vor- bzw. Jugendgeschichte von Kratos und seinem Bruder Deimos erzählen, ehe diese überhaupt etwas in der spartanischen Rangfolge zu suchen hatten!
Was von diesem Shadowdrop zu erwarten ist und wie ihr den größten Spielspaß habt, verraten wir euch in diesem PS5-Feature-Test.
Für Sparta
Ihr schlüpft erwähntermaßen in die Haut von Kratos und erlebt eine Geschichte aus fast vergessenen Tagen in Form von Rückblenden, die der erwachsene Kratos seiner Tochter erzählt. Dabei werdet ihr nicht nur von den mittlerweile ikonischen, originalen Synchronstimmen (Christopher Judge, Tobas Brecklinghaus) begleitet, sondern erhaltet generell eine durchgängige Vertonung.
Kratos und Deimos machen sich auf, sich ihre Lorbeeren zu verdienen und müssen, wie es sich für ein anständiges Metroidvania gehört, allerlei Gebiete und Regionen bereisen und Hürden meistern, um Erfolge verbuchen zu können. Dabei entpuppt sich das vermeintliche Koop-Abenteuer als Solo-Erlebnis, in dem ihr in den ersten Stunden punktuell auf Deimos trefft, der euch Hinweise zu den nächsten Aktivitäten gibt, während er im späteren Spielverlauf auch partiell als Unterstützer eintritt.
Habt ihr euch durch Horden von Kreaturen gekämpft, wartet nach dem Durchlauf des Spiels sogar ein Herausforderungs-Modus auf euch, der sich „The Pit“ also die Grube nennt. Hier wird ein Roguelike-Erlebnis dargeboten, indem ihr euch mit einem realen Spieler 2 knackigen Aufgaben stellen dürft. Doch ehe es dazu kommt, gibt es einiges zu tun!
Aller Anfang ist schwer
Wie es im Leben nun einmal ist, muss der eigene Platz gefunden werden. Auch Kratos und Deimos ergeht es nicht anders. Sie wollen sich beweisen, müssen sich aber auch in sozialen Strukturen zurecht finden und den Göttern gerecht werden. Denn letztere wollen ihren verdienten Tribut, um Kratos mit göttlichen Segen zu beschenken. Denn wo ihr am Anfang noch recht einfältig von links nach rechts lauft, den ein oder anderen Gnom umhaut, geht es später an Mechaniken, bei denen ihr z.B. mit einer Büste Tore öffnen oder mit einer Steinschleuder Schalter aktivieren müsst. Seicht bleiben die Mechaniken und Rätsel dennoch. Wer sich hier aufgrund des mächtigen Franchises auf große Magiefähigkeiten und imposante Manöver freut, der sollte etwas gebremst werden, denn God of War Sons of Sparta liefert von vielem Genre-Bekannten einiges, aber eben auch nichts komplett Sensationelles.
Bekannt, aber neu
Wer mindestens die letzten God of War Ableger gespielt hat, der kennt sich mit dem Look and Feel des Franchises, das die Santa Monica Studios so meisterhaft etabliert haben, bestens aus. Auch in Sons of Sparta werdet ihr in den Interfaces oder an Markern auf der Karte, in der Lore oder eben an der Synchronisation die DNS des Franchises wiedererkennen und doch von der Andersartigkeit überrascht sein.
Denn wo Menüs auf den ersten Blick bekannt zu sein scheinen, zeigt sich schnell ein konfuses Upgrade-Menü für Speer und Schildverbesserungen, die ihr aus Truhen in der Spielwelt gefunden habt. Es wird unzureichend klar, welches Upgrade welche Verbesserung erzeugt, denn teilweise haften Elementareffekte wie Gift oder kritische Trefferchance an, ohne in der Parameteranzeige eine Hervorhebung zu erzeugen. Andere Verbesserungen resultieren zumindest in Schadens- bzw. Stärkepunkten, sodass ihr mit der Zeit durchaus ausmachen könnt, welche Builds euch voranbringen.
Auch gibt es Fertigkeitenbäume für Nahkampf, Speer und Defensive, die eure Kampfkunst erweitern sollen. Ihr könnt dadurch mit der Zeit Luftangriffe durchführen, eine Ausweichrolle mit Stoßangriff nutzen oder Angriffe parieren bis hin zum Wiederherstellen partieller Lebensenergie. Upgrades dieser Art schaltet ihr ausnahmslos über das Opfern von Blutkugeln frei, wodurch ihr bereits nach ca. 5 Spielstunden problemlos die Hälfte der Fähigkeiten freigeschaltet habt.
Die Blutkugeln sind im übrigen auch die entscheidende Spielwährung wenn es darum geht, den Göttern eine Verbesserung eurer göttlichen Fähigkeiten abzuringen oder schnöde ins nächste Biom voranzuschreiten. Dass allein dadurch beizeiten ein Grind entsteht, ist logische Konsequenz.
Was den Fortschritt angeht, könnt ihr zum einen auf manuelle Speicherpunkte an Feuerstellen zurückgreifen, die euch in unterschiedlichen Abständen in den Weltbereichen begegnen oder ihr profitiert von wiederkehrenden, automatischen Checkpoints. Lasst ihr euer Leben, dann werdet ihr entweder zum letzten Lagerfeuer oder zum Checkpoint zurückgesetzt, was vor allem bei Bereichs-Events und Bosskämpfen der Fall ist und grundsätzlich fair gelöst ist.
Grafik & Design
Designtechnisch wagt Mad Cat Games mit Sons of Sparta einen Versuch, der nicht immer auf göttliches Wohlwollen stößt. So wirken die griechisch und mythologisch inszenierten Bereiche, besonders die Hintergründe, stimmungsvoll und überzeugend, werden aber in einen 2D-Pixellook mit Aquarell-Stil eingebettet, der oft zu blass wirkt, um dem mächtigen God of War Franchise gerecht zu werden. Generell fehlt vielerorts die visuelle Identifikation mit dem später so starken Charakter Kratos. Zwar erlebt ihr in den Beziehungen zu NPCs und Göttern einiges, die audio-visuelle Präsentation des Charakters bleibt jedoch durchwachsen.
Durchwachsen ist auch die Qualität der Menüs. Regelmäßig haben wir beim Prüfen unserer Fähigkeiten, der Karte oder beim Wechsel der Reiter Overlays und Skalierungsfehler entdeckt. Allgemein erschien uns das gewählte Design nicht ideal für ein Heimspiel-Erlebnis am großen TV, vielmehr für die portable Lösung mit der Playstation Portal. Denn Sons of Sparta wäre vermutlich auch ein besserer Handheld-Ableger geworden, statt ein Standalone für die PS5. Zu groß ist die Konkurrenz herausragender Metroidvanias, die mit innovativem Gameplay, einer erinnerungswürdigen Welt und einem ausbalancierten und stärker differenzierten Progressionssystem auftrumpfen.
Auch die Laufbewegungen von Kratos und Deimos konnten uns schon in den ersten Spielstunden nur noch ein müdes Lächeln abgewinnen, da sie sich wie platschende Flossen eines Fisches anhören und die Charakteranimationen generell etwas zu grob sind. Auch in Gesprächen wiegen die Charaktere etwas vor- und zurück, als könnten sie sich auch für einen Einsatz in einem neuen Street Fighter bereitmachen, ein Symbol spartanischer Kraft ist das wohl aber nicht.
Von Vasen und Büsten
Wer den Anspruch hat, in God of War: Sons of Sparta alles zu sehen und jede Sammlung zu vervollständigen, der wird ein paar extra Stunden investieren müssen. Denn wo es dem Spiel an spielerischer Tiefe mangelt, sorgt es mit zahlreichen Sammelaufgaben für Zerstreuung. Über das gesamte Spiel könnt ihr euch an zahlreichen Gegenständen erfreuen, die ihr zugunsten eurer Fähigkeiten für die Götter oder andere Charaktere sammeln dürft. So müsst ihr Olivenbäume finden und Kämpfe bestreiten, um an ihre Früchte zu kommen oder andernorts antikes Mobiliar auffinden, um den Steinmetz zu befrieden.
Dies mag auf den ersten Blick abwechslungsreich erscheinen, kann aber durchaus zu einem gewissen Gleichklang führen, wenn ihr diese Aktivitäten nicht im Zuge eures regulären Spieldurchlaufs erledigen wollt. Rein im Hauptspiel könnt ihr gut und gerne 12-15 Stunden verbringen, wollt ihr bis zur Platin-Trophäe alles komplettieren, seid ihr sicherlich jenseits der 16 Stunden mit dem Spiel beschäftigt.
Erprobtes Orchester
Was die übrige Kulisse angeht, ist im auditiven Bereich gut gearbeitet worden. Der verantwortliche Komponist für die Soundtracks von God of War und God of War Ragnarok, Bear McCreary, war auch hier wieder am Werke und hat für die nötige Orchestrierung gesorgt, obgleich die Druckkraft und Soundgewalt nicht an die Stärke der Hauptableger heranreicht. Oft haben wir den Sound als einen angenehmen und gewissermaßen gewohnten Grundton vernommen, der immer mal wieder erstarkt und Blüten zeigt, im gesamten aber auch eine gewisse Gleichförmigkeit offenbart, um Stilmittel von Retro-Spielen, wie elektronische Bit-Bezüge, mit einzubeziehen. Damit schlägt er auch die Brücke zwischen mythologischer Folklore und 2D-Pixel-Metroidvania-Charme.
FAZIT
God of War: Sons of Sparta ist ein Prequel zur God of War Reihe, das die Jugendtage unseres Kriegshelden in 2D-Pixeloptik beleuchtet. Dabei begleitet ihr ihn und seinen Bruder Deimos durch verschiedene Welten unter konsequenter Ehrerbietung an die Götter, die euch mit ihren Segen und damit neuen Fähigkeiten beschenken. Währenddessen verbessert ihr mit Blutkugeln euren Fertigkeitenbaum und wertet sukzessive eure Ausrüstung auf, was nicht immer selbsterklärend wirkt. Auch visuell und im Gameplay bleibt das God of War Metroidvania ein nicht immer spitzer Speer. Den Feinschliff hätten womöglich weitere Design-Akzente, spielerische Abwechslung und ein differenzierteres Crafting und Ressourcen-System gebracht.
PRO:
Schöne Lore
Abwechslungsreiche Biome
Präzises Kampfsystem
Toller Sound und Synchro
CONTRA:
Repetitive Sammel-Quests
Pixel-Ästhetik schwankend
Interfaces mit Overlays, Animationsfehler
fehlende Metroidvania-Innovation
WERTUNG
GRAFIK: 7
SOUND: 8
GAMEPLAY: 7.5
ANIMATION: 7
UMWELTDESIGN: 7.5
KAMPFSYSTEM: 7.5
BARRIEREFREIHEIT: 7
MULTIPLAYER: 6
SPIELSPASS: 7
STORY: 7.5
UMFANG: 7.5
GESAMT: 7.2/10
Danke an Playstation DE für die Bereitstellung des Testmusters.
verfasst von „ Maik“
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Letzte Aktualisierung: 05.03.2026, 1:28 Uhr









