Zubehör-Review: Die SHARGE Shargeek 300 Power Bank im Test

Zubehör-Review: Die SHARGE Shargeek 300 Power Bank im Test

Mobile Power für Profis, Gamer on the go und High-Performance-Setups

Mit der Shargeek 300 positioniert sich SHARGE klar im absoluten High-End-Segment mobiler Powerbanks. Das Ziel: maximale Leistung, kompromisslose Transparenz bei den Ladeinformationen und ein Design, das sich bewusst von klassischer Consumer-Elektronik abhebt. Während unseres Testprozesses haben wir die Powerbank intensiv im Reise-, Gaming-, Arbeits- und Multi-Device-Alltag eingesetzt – mit klaren Erkenntnissen zu Stärken, aber auch zu den Grenzen dieses Konzepts.

Optik & Design

Die Shargeek 300 setzt visuell ein klares Statement. Das transparente Design erlaubt einmal mehr Einblicke in die Technik von SHARGE und unterstreicht den professionellen Anspruch des Produkts. Statt Kunststoff dominiert ein vollständiges Aluminiumgehäuse, dessen abgerundete Kanten und saubere Fräsungen eine überraschend elegante, wenn auch deutlich minimalistischere Wirkung entfalten, als man es zuletzt von den Shargeek 140 und 170 gewohnt war.

Besonders im Gaming-Kontext entfaltet das Design seine Wirkung: Mit aktivierter RGB-Beleuchtung fügt sich die Powerbank visuell stimmig in Setups ein, doch auch bei mobilem Arbeiten, im Zug, Café oder auf dem Hotelbett macht die Shargeek 300 eine optisch gute Figur. Wer möchte, stellt die Beleuchtung dezent (Einzelfarbe, RGB-Spektrum, Pulsierend) ein oder schaltet sie vollständig ab.

Auffällig ist auch, dass SHARGE ein recht großes Display verbaut hat, auf dem sämtliche Anzeige-Parameter gut leserlich sind. Lediglich Auswahlfeld-Rahmen sind etwas zu zart gestaltet und können bei der ersten Konfiguration übersehen werden.

Teilscore Optik & Design: 91%

Haptik & Verarbeitungsqualität

Die Shargeek 300 liegt sehr gut in der Hand, kann bei Unachtsamkeit aber auch rutschen. Das Aluminiumgehäuse wirkt hochwertig und auch die Tasten für die Displaysteuerung reagieren präzise. Dabei sind drei Tasten verbaut. Eine für hoch, eine runter und in der Mitte eine ok bzw. Power-Taste. Alle drei Tasten werden benötigt, um das Display-Menü, Auswahlen und Konfigurationen zu steuern, was durchaus zu einem mehrfachen Klicken führen kann. In unserem Test haben wir einen Moment gebraucht, um uns im Menü zurecht zu finden, sodass wir gleich einmal den Standby-Modus der Shargeek 300 kennengelernt haben.

Im mobilen Einsatz zeigt sich zudem aus haptischer Sicht eine Schattenseite: Gewicht (754g) und Materialwahl machen die Powerbank empfindlicher gegenüber Stößen. Auch Kratzer sind bei ungeschütztem Transport kaum zu vermeiden und ein Sturz würde sichtbare Spuren bzw. Dellen im Aluminium hinterlassen.

Gerade für Power-User, die die Powerbank lose im Rucksack transportieren, fehlt aus unserer Sicht ein Hardcase – die beiliegende Stofftasche bietet lediglich Basisschutz und rutscht auch an den glatten Oberflächen zu stark, ein weiteres Risiko für das Fallen der edlen Powerbank.

Ebenfalls feststellen konnten wir bei unserem Testexemplar, dass beim genauen Blick unter das Acrylglas Richtung Display, dass klitzekleine Staub- oder Schmutzpartikel an der Innenseite der Powerbank hafteten. Dies fällt, gerade bei aktiv beleuchteter Shargeek 300 nicht ins Gewicht, ist aber dennoch in Anbetracht des Preispunktes eine kleine Erwähnung wert.

Teilscore Haptik & Verarbeitungsqualität: 85%

Technische Spezifikationen & Leistung

Die Leistung ist wortwörtlich die Paradedisziplin der Shargeek 300. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte und generell auf dem Markt für smarte Powerbanks gibt es einen mobilen Energielieferanten, der 300 Watt Output ermöglicht und über 24.000 mAh Kapazität verfügt.

Die 86,4 Wh liegen dabei unter der gesetzlichen Grenze, sodass auch die Shargeek 300 flugtauglich ist. Bei der Leistung dürft ihr 2 USB-C Ports mit je bis zu 140W nutzen, sodass gleichzeitig 280W Ausgangsleistung möglich wird. Nutzt ihr gleichzeitig den verfügbaren USB-A Port, gibt es nochmal 20W obendrauf, sodass 300W Gesamtleistung resultieren. Wer nur den USB-A Port nutzen möchte, kann diesen mit 30W bedienen bzw. ebenfalls mit einem USB-C Port kombinieren und 170W realisieren. Einen vierten Port gibt es mit der DC-Schnittstelle, die frei zwischen 25 und 140W einstellbar ist und damit ein wesentlich größeres Spektrum an Geräteabdeckung ermöglicht.

Besonders ist außerdem, dass die Shargeek 300 moderne Schnittstellen und Protokolle erkennt und auch über das dreigeteilte Display anzeigt. Wer ein Power Delivery 3.1 Gerät anschließt, erhält die entsprechende Auskunft. Ebenso werden 3.0 und andere PD-Standards deklariert. Technischer Hintergrund ist hier die PD 3.1 Pro Architektur. Außerdem hat SHARGE dafür gesorgt, dass es Pass-Through gibt. Das heißt nichts weniger, als dass ihr eure Geräte über die Shargeek 300 laden könnt, währen diese selbst Ladeinput (von bis zu 140W) erhält. Auf diese Weise könnt ihr die Shargeek 300 als smarten Verteiler nutzen, sofern ihr nur über einen Wand-Stecker verfügt.

Während der Ladevorgänge lässt sich über das eingebaute Display bei der entsprechenden Menü-Option im übrigen mühelos nachvollziehen, mit welcher Leistung ihr eure Geräte ladet bzw. Input für die Shargeek 300 bezieht. Dies wird auch visuell in einem Graphen dargestellt, der auch auf Schwankungen im Input bzw. Output hinweist.

Darüber hinaus werden eure letzten 5 Output-Vorgänge dargestellt, sodass die Gesamtleistung dargestellt wird. Die Temperatur der Shargeek 300 wird ebenfalls ausgespielt. Auf dem Home-Display bekommt ihr die bekannten Parameter wie „Restladezeit, Akkustand der Powerbank, Input und Output (bei mehreren Anschlüssen wird kumuliert) angezeigt. Sollte es zu Strom- oder Temperaturproblemen kommen, bietet SHARGE ebenfalls die entsprechenden Anzeigen.

Für mobiles Arbeiten und Gaming sind diese transparenten Informationen sowie die grundsätzlich hohe Kapazität von 24.000 mAh äußerst hilfreich. Sowohl die Nintendo Switch 2 als auch das Steam Deck profitieren von der stabilen USB-C-Versorgung. Während unseres Testprozesses konnten wir die Switch 2 über mehrere Stunden im aktiven Spielbetrieb versorgen, ohne dass die Leistung gedrosselt oder das Laden unterbrochen wurde.

Teilscore Technische Spezifikationen & Leistung: 98%

Smart Display & Gaming-Mehrwert

Das große IPS-Display ist nicht nur technisch überzeugend, sondern im Gaming-Alltag überraschend praktisch. Es zeigt in Echtzeit:

• Aktuelle Leistungsaufnahme des Handhelds
• Lade- und Entladekurven
• Restlaufzeit der Powerbank
• Temperatur- und Zellinformationen

Gerade bei der Nintendo Switch 2, die je nach Spiel stark schwankende Leistungsanforderungen hat, konnten wir exakt nachvollziehen, wie sich unterschiedliche Titel auf den Energieverbrauch auswirken. Noch schicker wird es, wenn die Powerbank sichtbar neben oder unter dem Setup liegt: Das transparente Design und die RGB-Akzente machen die Shargeek 300 fast zu einem Teil des Gaming-Rigs – funktional und visuell.

Wählt ihr euch durch die Display-Konfigurationen, könnt ihr auch die RGB- bzw. Batterie-Farbeinstellung konfigurieren. Nehmt ihr die Shargeek 300 aus dem Standby-Modus in Betrieb, erhaltet ihr die Batterie-LED-Anzeige. Ladet ihr die Powerbank auf oder nutzt sie als Stromquelle für eure Gaming und Daily Essentials, dann aktiviert ihr das RGB. Hier könnt ihr ebenfalls eine feste Farbe des Farbspektrums auswählen, eine pulsierende Einzel- oder Dynamikfarbgebung wählen. In unserem Testlauf haben wir die Farbwahl, gerade im Batterie- und Ladevergleich, zuerst nicht als intuitiv empfunden. Auch die Bedienungsanleitung ist an dieser Stelle sparsam gestaltet und bietet kaum Aufschluss zur Konfiguration. Ebenfalls gewünscht hätten wir uns, dass die Shargeek 300 auch ohne aktive Nutzung über längere Zeit mit RGB-Licht aktiviert werden kann. So wäre sie ebenso eine visuell ansprechende passive Beleuchtung.

Was die Shargeek 300 allerdings auch kann ist, euch einen auotmatischen oder ausbalancierten Batterie-Modus anzubieten, der u.a. für die Langlebigkeit dieser High-End-Powerbank sorgt. Im "balanced" Modus wird die Powerbank bis maximal 80% Kapazität geladen und kann schließend bis minimal 10% entladen werden. So schont ihr die Akkus beziehungsweise baut sie auch in ihrer vollen Performance auf. Eine individuelle Konfiguration, also z.B. bis 90 oder 95% zu laden, gibt es nicht. Hier wird sich SHARGE aber auch an bekannte Referenzwerte gehalten haben. Smart ist diese Funktion aber allemal!

Teilscore Smart Display & Gaming-Mehrwert:94 %

Funktionalität & Use Cases

Neben Arbeit und Reiseeinsätzen überzeugte die Shargeek 300 besonders als dauerhafte Energiequelle für längere mobile Gaming-Sessions ohne direkte Stromquelle:

• Stundenlanges Spielen mit der Switch 2 im Zug
• Einsätze an Orten ohne konstante Stromversorgung wie am Flughafen
• Gleichzeitiges Laden von Handheld + Smartphone, Kopfhörern
• 2 Leistungsstarke Laptops + Nintendo Switch 2
• Pass-Through-Betrieb während die Powerbank selbst lädt

Dank der hohen Kapazität sind auch bei der Nintendo Switch 2 gut zwei vollständige Ladungen möglich, ohne ständig über Restenergie nachdenken zu müssen. Gleichzeitig eignet sich die Powerbank auch für klassische Arbeitsgeräte – Laptop, Tablet, Kamera oder Zubehör lassen sich problemlos integrieren. Über den DC-Port könnt ihr sinnvoll eure Ausgangsleistung konfigurieren und sogar externe Geräte wie Router und Drohnen individuell bespielen.

Nicht ideal bleibt sie für sehr kurze Einsätze oder ultraleichtes Gepäck. Wer nur eine kleine Extra-Ladung sucht, greift besser zu kompakteren Modellen wie z.B. der Shargeek 140 oder sogar der Flow Mini 2.

Teilscore Funktionalität & Use Cases 95%

Innovation & Produktphilosophie

SHARGE verfolgt mit der Shargeek 300 einen klaren Ansatz: Energie soll sichtbar, kontrollierbar und anpassbar sein. Gerade im Gaming-Umfeld, wo Performance-Spitzen und thermisches Verhalten eine Rolle spielen, ist dieser Ansatz nachvollziehbar und sinnvoll umgesetzt. Dass nun auf ein Gesamtoutput von 300W zugegriffen werden kann, ist ein Meilenstein, der dazu führt, dass keine Priorisierungen zwischen zu ladenden Geräten getroffen werden müssen. Gleichzeitig werdet ihr nur in Ausnahmefällen so leistungshungrige Use Cases haben, die diesen Output überhaupt erzeugen. Damit ist auch eindeutig, dass sich SHARGE mit der Shargeek 300 primär an Power-User, Pro-Gamer, Performance-bedürftige Anwender (z.B. Designer, Entwickler) und Produkt-Design-Ästheten orientiert.

Die Powerbank ist weniger Zubehör als aktive Komponente eines verlässlichen mobilen Setups mit intelligenter Stromverteilung – ein Gedanke, der im mobilen Gaming bislang selten konsequent umgesetzt wurde. Gleichzeitig ist die Shargeek 300 ausreichend dezent gehalten, um absolut im Business Kontext genutzt zu werden. Zukunftsfähig ist sie außerdem, denn die Firmware kann geupdated werden, wodurch die Shargeek 300 offen für künftige Verbesserungen und Features bleibt.

Teilscore Innovation & Produktphilosophie:90 %

Preis-Leistungs-Verhältnis

Aus genannten Gründen ist für Casual-Gamer die Shargeek 300 zweifellos überdimensioniert. Wer jedoch regelmäßig längere Sessions mit dem Steam Deck oder der NIntendo Switch 2 plant, relativiert den Preis schnell. Einstiegspreis sind im übrigen über SHARGEs Kickstarter Kampagne 149 Dollar, also umgerechnet knapp 125€. Damit liegt auch die Shargeek 300 weiter im Premium-Segment, liefert nun aber das bislang umfangreichste Leistungspaket, wenn man das elegante Design, die vielfältigen Display- und Steuerungsoptionen, die Kapazität und die RGB-Optionen betrachtet.

Im Vergleich zu mehreren kleineren Powerbanks oder häufigem Steckdosenwechsel bietet sie Komfort, Transparenz und Leistungsreserven, die in dieser Form kein anderes Modell auf dem Markt liefert. Für den aufgerufenen Preis und im Sinne der Produktsicherheit hätten wir uns allerdings noch ein Hardcase zum Schutz gewünscht. SHARGE liefert hier vorerst nur eine dünne und recht rutschige Mikrofaser-Tasche neben dem PD Ladekabel.

Teilscore Preis-Leistungs-Verhältnis: 92%

Gesamtscore: 92,1%

PRO:

• Sensationelle 300W, 4-Port Ausstattung
• Perfekt für längeres mobiles Gaming (Switch 2, Steam Deck)
• ideal als Backup für längere, mobile Arbeitseinsätze
• Sehr hohe, stabile & intelligent verteilte USB-C-Leistung
• Firmware Update-fähig
• Großes, informatives Smart-Display
• Transparentes Premium-Design mit RGB
• Hohe Kapazität & Pass-Through-Charging

CONTRA:

• Relativ hohes Gewicht, recht rutschig
• Kein Hardcase im Lieferumfang
• Auswahlrahmen im Display-Menü unscheinbar
• Kratzeranfällig beim Transport
• Für Casual-User und kurze Einsätze überdimensioniert

Fazit

Die SHARGE Shargeek 300 ist eine exzellente Powerbank für mobiles Gaming und sorgenfreies Arbeiten mit einem edlen Finish und tollem RGB. In Kombination mit einem längeren USB-C-Kabel ermöglicht sie stundenlange Sessions mit der Nintendo Switch 2 oder dem Steam Deck – stabil, nachvollziehbar über das smarte Display und ohne Leistungsangst. Das enorme Leistungsvermögen von bis zu 300W wird sie allerdings nur in Einzelfällen bzw. bei besonders anspruchsvollen Setups und mobilen Arbeitseinsätzen benötigen.

Gleichzeitig ist sie neben ihrer kompakten Bauweise noch einmal etwas schwerer und empfindlicher als einfache Powerbanks oder die Shargeek 170, die hinsichtlich Performance und Output als nächster Konkurrent aus dem Hause SHARGE bezeichnet werden kann. Dafür liefert sie aber Kontrolle, Performance und Design, die gerade technikaffine Gamer mit Sicherheit zu schätzen wissen werden.

Am 10.02.2026 startet die Shargeek 300 auf Kickstarter, wer sich die schnittige Power Bank zum Vorzugspreis sichern und SHARGE unterstützen möchte, dem sei die aktuelle Kampagne empfohlen:

zur SHARGE Shargeek 300 Kickstarter-Kampagne

Vielen Dank an die Firma SHARGE für die Bereitstellung des Testmusters.

verfasst von „ Maik“

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Letzte Aktualisierung: 10.02.2026, 10:57 Uhr