Spieletest: Solarpunk NSW2

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Releasedate:
8. Juni 2026

USK 0 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-4

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Gemütliches Gameplay
Schneller Progress und überschaubare Komplexität
Spaßiger Luftschiff-Flug
Negativ:
Steuerung kann „frickelig“ sein
Anfangs kann man etwas „orientierungslos“ sein
Fehlende Gyro- und Mausunterstützung

Das Insel-Archipel

Die Inseln zu erkunden, ist ein wichtiger Bestandteil. Auf der Startinsel findet ihr nur einige wenige Anfangsressourcen. Sobald ihr aber ein Dock und das Luftschiff gebaut habt, könnt ihr einen kleinen Teil der Inseln erkunden und den Händler-Bot auf seiner schwebenden Plattform besuchen.

Je weiter eure Basis wächst, desto mehr Ressourcen können gesammelt und umso mehr Technologien können vom Händler-Bot gekauft werden. Damit wird es euch dann auch möglich, das Luftschiff zu verbessern, um die weiter entfernten Inseln zu erreichen.

Das Fliegen mit dem Luftschiff ist ein großer Spaß. Ihr könnt damit sogar von unten und oben die Inseln erkunden – was manchmal sogar nötig ist, denn manche wichtige Ressource versteckt sich auf höher gelegenen Plattformen. Die Inseln selbst sind unterschiedlich groß, bieten unterschiedliche Biome und Möglichkeiten, dort eine passende Basis aufzubauen.

Komplizierte, inkonsistente Steuerung

Die Steuerung per Controller hat ein „historisches“ Problem, was vielleicht nur die älteren Gamer unter euch kennen. Wer früher (oder auch heute) viel Flugsimulationen gespielt hat, kennt es: Die Z-Achse muss invertiert sein! Alles andere fühlt sich falsch an.

Dafür gibt es natürlich auch eine Option im Spiel, die hat aber einen kleinen Haken: Nicht nur die Steuerung der Blickrichtung wird damit invertiert, auch die Steuerung des Baumenüs, was absolut nicht erwartungskonform ist. Im Baumenü müsst ihr bei invertierter Z-Achse plötzlich nach oben drücken, um auf die unteren Elemente zu kommen, und umgekehrt.

Bei der Steuerung des Luftschiffes, sieht es wieder anders aus – hier steuern wir nach guter alter Flugsimulator-Manier: Steuerknüppel nach vorne drücken (Stick nach oben) heißt: Nase runter, Steuerknüppel nach hinten ziehen (Stick nach unten) heißt: Nase rauf. Aber natürlich gibt es hierfür eine Extra-Option, die Luftschiff-Z-Achse umzukehren – falls das überhaupt jemand in Betracht zieht.

Mit dem kuriosen Z-Achsen-Verhalten des Baumenü hören die Probleme mit diesem aber leider nicht auf. Das Baumenü ist in zwei Elemente unterteilt: Hauptbausteine (z. B. die Wand) im inneren Ring und Varianten (z. B. eine halbhohe Wand) im äußeren Ring.

Es hat etwas gedauert, bis wir herausgefunden haben, wie man überhaupt auf den äußeren Ring, mit den Varianten kommt: Man muss den Hauptbaustein auswählen, den Stick in der Position gedrückt halten und dann A drücken – die Auswahl wechselt dann auf den äußeren Ring. Dort muss der Stick, immer noch in die Richtung des Hauptbausteins gedrückt, vorsichtig nach links oder rechts geschwenkt werden, um die Varianten durchzuschalten. Aber bloß nicht zu weit, sonst wechselt man versehentlich auf den nächsten Hauptbaustein. Es ist also etwas frickelig und erfordert etwas Übung.

Was wir zudem schmerzlich vermissen: Es gibt derzeit weder eine Gyro-Steuerung, noch Unterstützung für den Maus-Modus. Vor allem letzterer würde enorm helfen, da besonders das Platzieren von (Deko-)Elementen mit den Sticks zu einer echten Geduldsprobe werden kann.

Technisch nicht ohne Mängel

Technisch ist das Spiel nicht ohne Mängel, wenngleich betont sei: Für ein Zwei-Entwickler-Team bekommt man ein absolut solides und grafisch ansprechendes Spiel geliefert!

Dennoch, gerade wenn man mit dem Luftschiff unterwegs ist, fällt es schwer, die nur wenig abgestuften Low-Poly-Modelle zu übersehen. Der Baum, der kurz zuvor noch ein „grüner Block“ war, wird Sekunden später zu einem detaillierten Baum mit Ästen und Blättern. Der Berg, der eben noch einer Säule ähnelte, bekommt plötzlich Vorsprünge, Rundungen, kleine Beulen.

Wir möchten hier kein falsches Bild erzeugen. Die Mischung aus Realismus, leichter Verspieltheit und einem Hauch von Futurepunk macht Spaß und ist schön anzusehen. Die grafischen Schwächen fallen nichtsdestotrotz regelmäßig ins Auge.

Solarpunk spielt sich im stationären und Handheld-Modus gleichermaßen gut. Manche Beschreibungstexte sind aber so klein, dass sie im Handheld-Modus kaum noch zu lesen sind. Wir würden empfehlen, Solarpunk vorwiegend im stationären Modus zu genießen. Kurze Handheld-Sessions funktionieren aber auch gut, vor allem wenn man die Bedeutung der Objekte schon kennt und nicht die Lupe auskramen muss.

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Fazit

Solarpunk ist ein sehr gemütliches Survival-Crafting-Sandbox-Spiel, das zum entschleunigten Gestalten der persönlichen Traum-Insel einlädt. Der Progress ist dabei zügig, die Komplexität überschaubar – genau richtig, wenn man keine 100+ Stunden investieren will, aber durchaus kann, wenn man Spaß am Detailling hat. Die Möglichkeit, im Multiplayer die Insel zu gestalten, rundet das Paket zusätzlich ab, auch wenn die Spielerfahrung durch kleine technische Schwächen in der Steuerung ein wenig beeinträchtigt wird.

Grafik
8
Sound
8
Gesamt
8

verfasst von „Tril“

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Vielen Dank an die Firma Rokaplay für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 09.Juni.2026 - 12:34 Uhr