Spieletest: Shadow Tactics: Blades of the Shogun NSW2

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Weitere Infos

Releasedate:
18. März 2026

USK 16 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Hervorragendes Leveldesign zwingt zu kreativem Denken
Fünf völlig unterschiedliche Taktiker mit tollen, tiefgründigen Fähigkeiten
Massiver Wiederspielwert dank cleverer Auszeichnungen/Badges
Aiko's Choice-Erweiterung bietet tolles Futter für Veteranen (DLC)
Negativ:
Joy-Con-Maus erfordert massive Eingewöhnung (linke Hand Tastatur-Ersatz, rechte Hand Shortcut-Maus)
Der gnadenlose Schwierigkeitsgrad könnte ungeduldige Naturen abschrecken
Mit 39,99 EUR sehr teuer, da auf anderen Plattformen oft schon für unter 10,00 EUR zu haben

Ein zeitloses Taktik-Meisterwerk findet den Weg zu Nintendo

Schwerter, Shuriken und messerscharfer Verstand: Es ist Zeit für knallharte Taktik! Das Münchener Studio Mimimi Games belebte vor 10 Jahren mit Shadow Tactics: Blades of the Shogun das fast vergessene Genre der Echtzeit-Schleichtaktik wieder. Wir klären im Test, ob der nervenaufreibende Einsatz der fünf Spezialisten auch auf Nintendos neuster Konsole ein Volltreffer ist und das Genre weiter am Leben hält.

Das Genre: Die Rückkehr eines Klassikers

Um zu verstehen, warum Shadow Tactics unter Kennern einen so legendären Ruf genießt, muss man die Uhr ein Stück zurückdrehen. Der Titel ist kein Unbekannter: Bereits 2016 feierte er sein Debüt auf dem PC, gefolgt von den Versionen für PS4 und Xbox One im Jahr 2017. Dass das Spiel auch zehn Jahre nach seinem ersten Erscheinen im Jahr 2026 auf der Switch 2 eine hervorragende Figur macht, spricht für die zeitlose Qualität des Gamedesigns.

In der Tradition von Klassikern wie Commandos steuert ihr eine stark unterlegene Gruppe hinter feindlichen Linien. Die Formel ist so simpel wie genial: Studiert die Sichtkegel der Wachen, kombiniert die Fähigkeiten eurer Spezialisten und nutzt die Schnellspeicher-Funktion exzessiv.

Story & Prämisse: Spannend und nachvollziehbar

Japan im Jahr 1615: Ein neuer Shogun hat die Macht ergriffen und landesweit Frieden gebracht. Doch eine mysteriöse Verschwörung unter der Führung des geheimnisvollen Kage-sama droht, das Land erneut in einen blutigen Krieg zu stürzen. Um diese Rebellion im Keim zu ersticken, heuert der Shogun Meister der Infiltration an. Die Geschichte gewinnt zwar vielleicht keinen Preis für die unerwartetsten Plottwists, bleibt aber spannend und begründet die Motivationen der Charaktere durchweg logisch.

Das Team: Fünf Profis, unzählige Möglichkeiten

Der absolute Kern des Spiels ist das Zusammenspiel eurer Truppe. Dabei ändert sich die Zusammenstellung eurer Charaktere von Mission zu Mission. Ihr seid fast nie mit dem kompletten Fünfer-Gespann unterwegs, was Routine verhindert, und ständige Anpassung erfordert. Jeder der fünf Taktiker spielt sich grundlegend anders:

Hayato:Der pragmatische Ninja ist euer Mann für die Vertikale. Mit seinem Greifhaken erklimmt er Dächer, lenkt Wachen mit gezielten Steinwürfen ab und schaltet sie lautlos auf Distanz mit seinem Shuriken aus. Letzteren müsst ihr danach allerdings wieder vom Tatort einsammeln.

Mugen: Der stolze und schwer gepanzerte Samurai ist das genaue Gegenteil. Er kann zwar nicht klettern, ist aber stark genug, um gleich zwei Leichen auf einmal wegzutragen. Sein Sake-Fläschchen ist der perfekte Köder für durstige Wachen, und mit seinem vernichtenden Schwertwirbel kann er als Einziger bis zu drei Feinde gleichzeitig ausschalten.

Yuki: Die junge Straßendiebin ist aktuell unser absoluter Favorit im Test! Sie verlässt sich auf tödliche Fallen. Mit ihrer Flöte lockt sie neugierige Wachen zielgenau an, bis das tödliche Schnappen ihrer Bärenfalle das Problem löst. Da sie körperlich schwach ist, schleift sie Leichen nur sehr langsam fort, was verdammt gutes Timing erfordert.

Aiko: Die Meister-Spionin ist ein Trumpf in gut bewachten Arealen. Findet ihr im Level ein passendes Gewand, kann sie sich verkleiden, völlig frei durch feindliche Linien spazieren und Wachen in Gespräche verwickeln. Mit ihrem Niespulver blendet sie zudem Patrouillen kurzzeitig und verringert so deren Sichtkegel drastisch.

Takuma: Der weise Scharfschütze mit Holzbein ist für die ganz großen Distanzen zuständig. Seine Munition ist starklimitiert, weshalb jeder Schuss sitzen muss. Sein bester Trick ist jedoch sein kleiner Gefährte: Der zahme Marderhund Kuma zieht mit niedlichen Kunststücken gleich mehrere Wachen auf einmal magisch an und lenkt sie ab.

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