Spieletest: Shadow Tactics: Blades of the Shogun NSW2

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Releasedate:
18. März 2026

USK 16 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Hervorragendes Leveldesign zwingt zu kreativem Denken
Fünf völlig unterschiedliche Taktiker mit tollen, tiefgründigen Fähigkeiten
Massiver Wiederspielwert dank cleverer Auszeichnungen/Badges
Aiko's Choice-Erweiterung bietet tolles Futter für Veteranen (DLC)
Negativ:
Joy-Con-Maus erfordert massive Eingewöhnung (linke Hand Tastatur-Ersatz, rechte Hand Shortcut-Maus)
Der gnadenlose Schwierigkeitsgrad könnte ungeduldige Naturen abschrecken
Mit 39,99 EUR sehr teuer, da auf anderen Plattformen oft schon für unter 10,00 EUR zu haben

Gameplay & Schwierigkeitsgrad: Tödliches Taktik-Ballett

Shadow Tactics erfordert Geduld und akribische Planung. Wer unvorsichtig agiert, sieht nach wenigen Sekunden den Game-Over-Bildschirm. Doch genau hier glänzt das Leveldesign: Viele Wege führen zum Ziel. Jede Mission lässt sich mit völlig verschiedenen Lösungsansätzen bewältigen. Manchmal gibt uns das Spiel einen Wink mit dem Zaunpfahl, doch wer die Umgebung genau beobachtet, findet immer neue, kreative Routen, um die Mission zu meistern.

Der Shadow-Mode: Ein absolut unverzichtbares Werkzeug für diese kreativen Lösungswege ist der Shadow-Mode. Er erlaubt es uns, das Vorgehen akribisch, aber in aller Ruhe zu planen. Wir weisen jedem Charakter im Vorfeld eine Aktion zu und lassen sie dann auf Knopfdruck simultan ausführen. Da oftmals Aktionen so rasend schnell hintereinander (oder exakt zeitgleich) durchgeführt werden müssen, um keinen Alarm auszulösen, wäre das Spiel ohne diese geniale Planungs-Funktion gar nicht erst schaffbar.

"One more trial": Das Spiel bietet einen verzeihenden Anfänger-, einen Normal- und einen Hardcore-Modus. Ein massiver Motivationsschub für Perfektionisten sind die speziellen Auszeichnungen (Badges), die man für besondere Ziele freischaltet. Da diese im Anfänger-Modus deaktiviert sind, treibt das den Wiederspielwert auf den höheren Stufen enorm in die Höhe und befeuert das legendäre "One more trial"-Gefühl.

Leveldesign & Technik: Dioramen ohne Wartezeit

Jede Karte wirkt wie ein wunderschönes, handgebautes Diorama, bei dem es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt. Das grundlegende Grafikkonzept sieht toll aus, aber führt manchmal auch dazu, dass das Spiel etwas unscharf wirkt. Hier hätte man zehn Jahre nach der ersten Veröffentlichung gerne nochmal nachlegen können. Ladevorgängen nach einem Fehlversuch gibt es absolut nichts zu beanstanden. Es entstehen keine relevanten Wartezeiten, was den Spielfluss enorm hochhält.

Was noch besonders schön ist: Bei der Sprachausgabe kann man auch den japanischen Original-Ton nehmen. Gepaart mit dem deutschen Untertitel erhält man so ein super Gefühl für das japanische Setting.

Steuerung: Controller oder Joy-Con-Maus?

Die Controller-Steuerung: Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase geht die klassische Pad-Steuerung erstaunlich gut von der Hand. Das komplexe Geschehen wurde clever auf die Tasten gelegt.

Die Joy-Con-Maus: Sehr lobenswert ist, dass die neue Maus-Funktion der Switch-2-Joy-Cons unterstützt wird. In der Praxis zeigt sich jedoch ein Haken: Der linke Joy-Con ersetzt in diesem Modus die Tastatur, während der rechte Joy-Con als Maus fungiert. Man muss sich massiv an die vielen Shortcuts auf dem rechten Joy-Con eingewöhnen, da man am Ende eben doch keine klassische, flach aufliegende Maus in der Hand hält. Für die meisten Spieler dürfte der klassische Controller auf der Couch daher die bequemere Wahl bleiben.

Die perfekte Zugabe: Aiko's Choice

Wer nach der umfangreichen Hauptkampagne noch immer nicht genug vom feudalen Japan hat, darf sich über die Erweiterung Aiko's Choice freuen, für die man allerdings zusätzliches Geld über den Tresen schieben muss. Dieser zusätzliche DLC fokussiert sich ganz auf die Vergangenheit unserer Meister-Spionin Aiko und ihre Konfrontation mit ihrer ehemaligen Lehrmeisterin Lady Chiyo. Spielerisch erwartet euch hier mehr vom (hervorragenden) Selben: Drei gewaltige neue Hauptmissionen und drei kleinere Zwischenspiele fordern euer taktisches Können noch einmal aufs Äußerste. Der Schwierigkeitsgrad zieht hier merklich an und richtet sich klar an Veteranen, die das Hauptspiel bereits gemeistert haben. Ein solider Bonus, der allerdings seinen Preis hat.

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Fazit

Shadow Tactics: Blades of the Shogun ist auch 2026 auf der Switch 2 ein Hochgenuss für Fans der Stealth-Tactic-Games. Wir Commandos und Desperados geliebt hat, kommt auch hier auf seine Kosten. Mimimi Games liefert brillantes Map-Design und forderndes Gameplay, das durch den genialen Shadow-Mode zur absoluten Perfektion getrieben wird. Die Jagd nach den Auszeichnungen sorgt für massiven Wiederspielwert. Wer dieses Taktik-Juwel in den letzten zehn Jahren verpasst hat, sollte jetzt definitiv zugreifen.

Grafik
7
Sound
8
Gesamt
8

verfasst von „Philipp“

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Vielen Dank an die Firma Daedalic für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 17.März.2026 - 16:03 Uhr