PRAGMATA bringt frischen Wind ins Sci-Fi-Genre. Es zeigt, dass selbst altbackene Weltraumshooter mit neuen Ideen ihr Potenzial erweitern können. Bekannte Mechaniken werden durch spannendes Echtzeit-Hacking ergänzt. Das funktioniert tadellos und macht großen Spaß. Die Geschichte ist zwar nicht auf Nobelpreisniveau, aber die starke Dynamik zwischen den beiden Hauptcharakteren und das innovative Gameplay tragen mühelos zu einem großartigen Spielerlebnis bei. Ein mutiger Schritt von Capcom, der sich gelohnt hat. Ihr solltet auf alle Fälle ein, wenn nicht beide Augen auf diesen Titel werfen.
Spieletest: PRAGMATA NSW2
Weitere Infos
Releasedate:17. April 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Innovatives Kampfsystem (Gameplay)
- Solide Performance
- Deutsche Synchro und toller Sound
- Hoher Wiederspielwert – viel Sammelbares
- Negativ:
- Story etwas vorhersehbar
- Gelegentliche Framerateeinbrüche
- Blasse Nebencharaktere
- Einige frustrierende Bosskämpfe
Viel Ausrüstung & Upgrades
Wie bereits erwähnt, gibt es neben besagter Kernmechanik noch genug Tiefe, die für Abwechslung sorgt. Überall sind Items in und außerhalb von Kisten zu entdecken, wie Komponenten, die im Schutzraum zur Verbesserung von Waffen und Fähigkeiten genutzt werden können. Eine Scan-Funktion erleichtert euch etwas die Suche und analysiert die Umgebung.
Auch erwartet euch ein vielseitiges Waffenarsenal bis hin zu taktischen Einheiten. Dabei handelt es sich um eine Waffenklasse, die beispielsweise Stasis oder andere Effekte verursacht, um Gegner so auszubremsen, dass sie leichter zu hacken sind. Ein Beispiel dafür wäre der „Stase-Netz“-Blaster, der ein elektromagnetisches Feld ausdehnt und Konkurrenten in dessen Radius für eine kurze Zeit bewegungsunfähig macht. Daneben gibt es noch Angriffseinheiten (zB der Stoßwelle-Blaster). Das sind Hochleistungswaffen, die darauf spezialisiert sind, den Androiden schwere Schäden zuzufügen und zum Taumeln zu bringen. Hat ihr das geschafft, könnt ihr via ZR einen kritischen Treffer starten. Es kommt zu einem Folgeangriff, der dem Gegner in der Nähe mächtig viel Energie kostet.
Einen besonderen Move hat noch Diana parat. Wenn die runde Hacking-Anzeige voll ist, könnt ihr mit beiden Sticks (L+R) Dianas Overdrive Protokoll aktivieren. Diese deaktiviert vollständig die Panzerung der gegnerischen Einheit, macht sie kurz bewegungsunfähig und verursacht Schaden. Diese Anzeige füllt sich durch das Hacking.
Wird es einmal brenzlig, so könnt ihr mit Reparaturkartuschen die Integrität eures Anzuges wieder für ein paar Prozent herstellen (auch upgradebar). Vorausgesetzt ist natürlich, ihr habt welche dabei. Ansonsten sind auch immer wieder Rettungsluken verteilt. Dabei handelt es sich um Notausgänge, die euch abseits vom Mondzug eine Reise zum Schutzraum ermöglichen und quasi als Schnellreisepunkt fungieren. Dabei solltet ihr aber beachten, dass besiegte Gegner wieder erscheinen, wenn ihr die Reise zurück antretet.

Großartige Atmosphäre
Optisch hat sich PRAGMATA gar nichts vorzuwerfen. Es sieht einfach großartig aus. Wenn ihr das erste Mal die Basis verlasst und in die Weite des Alls und auf die Erde blickt, kommt euch für Switchverhältnisse schon mal ein breiter Grinser auf die Lippen. Euch erwarten künstlich geschaffene Naturareale, bis hin zu Produktionsanlagen. Die Spielwelt wirkt durchdacht und wird durch Logeinträge und Details weiter vertieft.
Der Titel imponiert durchaus auf der Nintendo Switch 2 und der Unterschied, beispielsweise zur PS5-Verson, ist gar nicht mal so groß. Die Performance bleibt meist stabil bei 60 fps, selbst in komplexen Kampfsituationen. Im Handheld-Modus profitiert der Titel von einer klaren, kontrastreichen Darstellung, was das Bild fast noch schöner erscheinen lässt als am TV. Gelegentliche Framerate Einbrüche können vorkommen, halten sich aber in Grenzen.
Ebenso akustisch macht PRAGMATA einen starken Eindruck. Der Soundtrack und die Effekte tragen viel zur dichten Atmosphäre bei. Die Musik hält sich bewusst oft im Hintergrund und passt sich perfekt zum Geschehen am Bildschirm an. Der Titel lebt von den Effekten wie dem Surren von Geräten, den metallischen Echos der Roboter oder den Hackgeräuschen. Positiv hervorzuheben ist, dass es eine deutsche Synchronisation gibt. Die Sprecher liefern eine glaubwürdige Leistung ab und die Chemie, vor allem zwischen Hugh und Diana stimmt.
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Vielen Dank an die Firma CAPCOM für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 16.April.2026 - 17:50 Uhr
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