Spieletest: Need for Speed Hot Pursuit Remastered NSW

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Weitere Infos

Releasedate:
13. November 2020

USK 12 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1-8

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
definitiv aufgehübscht
größerer Fuhrpark
gute Wettereffekte/Umweltdarstellung
Musiksupport macht mehr Laune
Negativ:
starker Gummiband-Effekt
anstrengende Crash-Sequenzen
wiederholende Strecken

Need for Speed Hot Pursuit kam im Jahre 2010 auf die Strecke. Ein Spiel, das sich an einem durchaus neuartigen Konzept versuchte: Die für NfS so bekannten Racer werden nicht nur von Cops gejagt und müssen dabei ihr Geschick in einer Kampagne erweitern und verfeinern, sondern Cops lassen sich erstmals in einer eigenen Kampagne spielen und so die Perspektive wechseln. Dieses Prinzip war innovativ und cool. Heute, 10 Jahre später, kommt das Spiel für alle aktuellen Konsolen auf den Markt und will in einer Remastered Edition zeigen, dass die durchdrehenden Räder noch immer ordentlich Rauch aufwirbeln. Wie das Spiel für die Nintendo Switch abschneidet, lest ihr in diesem Test.

Worum geht’s eigentlich?

In Need for Speed Hot Pursuit Remastered lernen wir schnell, dass es im Spiel um nichts anderes geht als das bloße Fahren. Es gibt zwar zwei Kampagnen, die des Racers und die des Cops, jeweils mit der Möglichkeit, Fahrerstufen aufzusteigen, indem wir diverse Kampagnen-Rennen meistern. Dabei gibt es über die gesamte Map hinweg diverse Events unterschiedlicher Art zu meistern. Im Wesentlichen gibt es Zeitfahrten, Verfolgungsjagden bzw. größere und Einzelverfolgungen. Die Frage ist, von welcher Seite ihr die Events bestreitet. In Interceptor-Missionen der Cops gilt es Racer schnellstmöglich zur Strecke zu bringen. Je gezielter und schneller dies geschieht, desto höher ist die winkende Belohnung. In diesem Titel ist die Spielwährung Kopfgeld. Wird also ein Race abgeschlossen, gibt das Spiel stets drei Referenzmarken vor. Beispielsweise kann ein Racer in einer einminütigen Zeitbegrenzung geschnappt werden, so wird ein Goldabzeichen verliehen und z.B. 6.000 Kopfgeld, in anderthalb Minuten dann das Silberabzeichen und 4.000 Kopfgeld und über zwei Minuten dann nur noch das Bronzeabzeichen. Auf diese Weise schalten wir im Spiel nach und nach Fähigkeiten wie das EMP, den Helikopter, Nagelbänder oder die Straßensperre frei. Parallel wird mit wachsender Kopfgeld-Leiste der Fuhrpark erweitert. Dadurch wird die klappernde Kiste schnell durch einen Sportwagen ersetzt. Dies funktioniert analog auf der Racer-Seite der Kampagne. Hier wird nach und nach ein Wagen nach dem anderen freigeschaltet. Je besser wir in Rennen abschneiden, desto schneller geht das natürlich. Am Ende winken Hypercars, die zu fahren unglaublich spaßig ist.

Einbettung des Gameplays

Je mehr wir spielen, desto besser wird das Spiel. Dieser Arcade Titel strotzt nur so vor übertriebenen Sequenzen – seien es die Crash-Sequenzen, die in Burnout-Manier dargestellt werden und auf Dauer ganz schön nervtötend sein können, oder das imposante Speed-Gefühl. Wunderbar wird dies auch vom integrierten Sound-System getragen. Die Motoren heulen in unterschiedlicher Weise auf, sodass dies gemäß der Fahrzeugklasse sehr realistisch wirkt. Auch Soundeffekte der Umgebung, Kollisionseffekte oder die Sirenen der Cops klingen eindrucksvoll. Besonders spaßig ist aber nach wie vor das musikalische Erfolgsprinzip der Need for Speed Reihe. Auch in Hot Pursuit Remastered wird das überspringbare Repertoire an Musiktiteln bereitgestellt. Während wir durch die Küstenpassagen cruisen, über die Highways sausen oder durch Tankstellen brettern, können wir per Drücken der L-Taste den Musiktitel in Windeseile wechseln und ganz nach der Situation und unserer Stimmung die Musik genießen, während wir allen zeigen, wer der coolste Fahrer in Seacrest County. Ansprechend ist auch, dass das Spiel mit verschiedenen Wetter- und Umgebungseffekten aufwartet, sodass sich das Fahrgefühl verändert, wenn es wie aus Eimern schüttet, wie über Sand fahren, weil wir mal wieder eine neue Abkürzung ausprobieren oder in pechschwarzer Nacht kurzerhand gegen einen Poller knallen, weil das Tempo zu hoch, und die Sichtbarkeit zu schlecht für unsere riskanten Fahrmanöver war. Im Verlauf des Spiels wird jedoch eines ebenfalls deutlich: die bittere Realität des Gummibands. In so manchen Sequenzen ist es unerheblich ob wir besonders gut oder besonders schlecht sind – oder unsere Gegner – am Ende zieht sich das Feld doch wieder recht deutlich zusammen, sodass alles in beide Richtungen möglich ist. Das lässt einzelne Rennen, die sehr erfolgreich waren, bei kleineren Fehlern zu Willkür verkommen und andere Events unnötig schwer erscheinen. Wem das zu langweilig wird oder wenig herausfordert, kann sich im Online-Multiplayer versuchen, der in verschiedenen Modi beide Seiten des Racing-Spektums abbildet. Hier sind natürlich der EA-Account und eine stabile Internetverbindung Grundvoraussetzung. Steht beides einmal, kann der Spielspaß aber riesig sein!

Umfang der Remastered Version

EA und Criterion haben sich bemüht, das Spielerlebnis auf verschiedenen Ebenen aufzuwerten und so auch den Kennern aus 2010 Anreize für ein neues Abenteuer zu liefern. Die Schatten- und Lichteffekte wurden verbessert, die Grafik wurde hochgeschraubt, bei der Nintendo Switch schafft das Spiel immerhin 1080p und 30 fps, und die Inhalte wurden erweitert. Im Remaster sind nun für alle Wagen mehr Farboptionen und Folien verfügbar, die Karossen der DLCs sind nun allesamt verfügbar und etwa 30 zusätzliche Herausforderungen und Strecken sind integriert worden, die, laut Entwickler, ca. 6 weitere Stunden Spielzeit liefern sollen. Ebenfalls hat man sich bemüht, Abkürzungen sichtbarer zu gestalten, um den Wiederspielwert einzelner Events und die eigenen Gestaltungsoptionen in der Renntaktik zu erhöhen. Weiterhin ist nun das Autolog-Feature von EA tiefgreifend integriert. Mit diesem wird der Singleplayer-Spaß durch eine soziale Dimension erweitert. Auf jeder Piste lassen sich von nun an die eigenen Bestzeiten mit denen der Freunde vergleichen. Wir können uns gegenseitig herausfordern, werden benachrichtigt, wenn eigene Zeiten überboten werden und können uns Aktivitätsfeeds ansehen. Dies allein bringt uns dazu, uns an manchen knackigen Herausforderungen erneut zu versuchen, weil es einfach so viel Freude bringt, seinen eigenen Namen ganz oben auf der Speedwall zu lesen. Damit dieses Feature greift, ist jedoch ein Autolog-Account erforderlich, der zu Beginn des Spiels erstellt oder eingeloggt werden muss. Zusätzlich werden wir mit dem Fotomodus bedacht, der uns krasse Stunts und Manöver festhalten lässt oder aber einfach nur die Möglichkeit bietet, besonders geschätzte Karren in unserer Galerie oder in sozialen Medien zu verewigen.

Fazit

Need for Speed Hot Pursuit Remastered bringt den gefeierten Racing-Titel aus 2010 mit ordentlich PS auf die Strecke. Optik, Umfang und Handling wurden aufgewertet, der Spielspaß ist hoch wie damals. Natürlich hinkt der Vergleich zu aktuellen Racing-Games etwas, das Gameplay ist trotz Gummiband und zunehmendem Wiederholungsgrad von Events im Spielverlauf weiterhin hervorragend!

Grafik
8
Sound
9
Multiplayer
7.5
Gesamt
7.5

verfasst von „ Maik“

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Vielen Dank an die Firma EA Games für die Bereitstellung des Testmusters.
Letzte Aktualisierung: 18.November.2020 - 21:04 Uhr