Spieletest: Minishoot Adventures - Nintendo Switch 2 Edition NSW2
Weitere Infos
Releasedate:3. März 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Charmante, abwechslungsreiche Pixelwelt
- Gelungene Mischung aus Erkundung und Shooter Action
- Motivierende Upgrades und Sammelobjekte
- Sehr umfangreiche Barrierefreiheitsoptionen
- Negativ:
- Überraschend lange Ladezeiten
- Kaum Führung durch die offene Welt
- Musik bleibt eher unauffällig
Mit Minishoot' Adventures landete Anfang März ein Indie-Abenteuer im Nintendo eShop, das sich zuvor bereits auf Steam größerer Beliebtheit erfreute. Offene Erkundung, klassische Top Down Shooter Action und eine farbenfroh gestaltete Welt sollen euch auf eine Reise schicken, die ebenso entspannend wie herausfordernd sein kann.
Wir haben uns mit unserem kleinen Raumschiff in die Lüfte geschwungen, die Welt erkundet, Bosse besiegt und Freunde gerettet. Wie gut uns Minishoot‘ Adventures auf Nintendo Switch 2 gefallen hat, lest ihr in diesem Test.
Rein ins Raumschiff
Die Geschichte von Minishoot' Adventures beginnt klischeehaft dramatisch. Der sogenannte Nicht-Auserwählte ist zurückgekehrt und mit ihm tauchen seine Schergen aus der Unterwelt auf. Euer Dorf wird zerstört und eure Freunde werden in einem verdorbenen Kristall eingeschlossen. Damit liegt es an euch, mit eurem kleinen Schiff aufzubrechen und die Welt zu retten.
Statt euch durch lange Dialoge zu führen, erzählt das Spiel seine Geschichte hauptsächlich über seine Welt. Ohne Umschweife merkt ihr, dass die Umgebung voller Geheimnisse steckt. Verschiedene Regionen, versteckte Pfade (Höhlen, Bodenlöcher, verborgene Schalter, Gegner hinter Bäumen etc.) und ungewöhnliche Orte sorgen dafür, dass sich die Reise tatsächlich wie ein kleines Abenteuer anfühlt, in dem ihr mit Boost, Geschossen und Schild zu Werke geht.
Während unseres Tests gefiel uns besonders, wie liebevoll die Welt gestaltet ist. Unterschiedliche Bereiche wechseln sich regelmäßig ab, je mehr ihr die Karte aufdeckt. Ihr entdeckt Gebäude, Pagoden, kleine Wasserläufe, Höhlen und bewaldete Abschnitte. Gleichzeitig lauern immer wieder Gegner und Bossgegner, die euch daran erinnern, dass diese Welt keineswegs friedlich ist – zumindest noch. Nicht selten werdet ihr überrascht, wenn sich Räume plötzlich versiegeln und ihr erst einmal Gegner inklusive ihrer Bullet-Hell-Wellen überstehen müsst.
Spielsystem und Erkundung
Das Herzstück von Minishoot' Adventures ist seine semi offene Welt. Ihr bewegt euch frei über die Karte und entdeckt immer neue Wege, die oft erst durch kleine Rätsel oder aktivierte Schalter zugänglich werden. Über Verbindungspunkte öffnet ihr Schritt für Schritt neue Bereiche, wodurch sich die Karte langsam erweitert.
Im Verlauf des Spiels stoßt ihr auf uralte Tempel, unterirdische Höhlen oder versunkene Städte. Jeder dieser Orte bringt eigene Herausforderungen und Geheimnisse mit sich. Genau dieser Entdeckergeist ist es, der Minishoot' Adventures besonders auszeichnet.
Allerdings stellten wir während des Tests fest, dass euch das Spiel nur selten klare Hinweise gibt. Wer gerne tüftelt, zurückläuft und gründlich erkundet, wird diese Freiheit lieben. Spielerinnen und Spieler, die stärker geführt werden möchten, könnten sich hingegen gelegentlich etwas verloren fühlen.
Zur Erkundung gehört auch, dass ihr euch vier verschiedenen Boss-Dungeons stellt, in denen ihr, nach vorgestellter Manier, Schlüssel und einen Boss-Stein finden müsst, um am Ende einem gewaltigen Gegner die Robo-Lichter auszuschalten. Das macht nicht nur gewaltig Spaß, sondern ist ebenso herausfordernd, wenn ihr nicht gerade auf dem niedrigen Schwierigkeitsgrad oder mit Hilfe von Barrierefreiheitseinstellungen spielt.
Gameplay und Kämpfe
Gesteuert wird fortwährend ein kleines, erstaunlich wendiges Raumschiff. Die Steuerung folgt dem klassischen Twin-Stick-Prinzip. Mit einem Stick bewegt ihr euch durch die Welt, mit dem anderen richtet ihr eure Waffen aus. Das funktioniert präzise und sorgt für ein sehr direktes Spielgefühl. Zusätzlich könnt ihr mit der Schultertaste – nach freischalten – Boosten und einen Superschuss ausführen, der viel stärker ist.
In den Kämpfen zeigt Minishoot' Adventures dann seine zweite große Stärke. Immer wieder müsst ihr euch durch intensive Gefechte kämpfen, bei denen zahlreiche Geschosse durch den Bildschirm fliegen. Besonders die Bosskämpfe erinnern an klassische Bullet Hell Spiele, bei denen schnelles Reagieren und präzises Ausweichen entscheidend sind.
Gerade hier entsteht ein spannendes Risk-Reward-Prinzip. Wer aggressiv angreift, kann Kämpfe schneller beenden, setzt sich jedoch auch stärker der Gefahr aus. Wir mussten uns mehr als einmal durch dichte Projektilmuster schlängeln, während wir gleichzeitig versuchten, unsere Gegner unter Beschuss zu halten.









