Spieletest: Mina the Hollower - Nintendo Switch 2 Edition NSW2

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Weitere Infos

Releasedate:
29. Mai 2026

USK 12 Pro Controller unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Fantastische Spielwelt voller Geheimnisse
Außergewöhnlicher Wiederspielwert
Umfangreiche Build- und Modifikator-Systeme
Exzellente 8-Bit Präsentation
Negativ:
Reduziertes Hinweis- und Kartensystem kann Einsteiger überfordern
Ohne Modifikatoren stellen manche Passagen eine deutliche Herausforderung dar
Gelegentlich intensives Backtracking erforderlich

Anspruchsvolle Kämpfe und enorme Build-Vielfalt

Ein wesentliches Herzstück des Spiels bleibt das Gameplay. Mina verfügt über ein erstaunlich vielseitiges Bewegungsrepertoire. Neben klassischen Angriffen kann sie springen, ausweichen und sich durch den Boden graben, um Gegner zu umgehen, zu bekämpfen oder neue Wege zu erschließen.

Ihre ikonische Peitsche Nachtstern bildet dabei nur den Anfang. Im Verlauf des Abenteuers aktiviert ihr weitere Haupt- und Nebenwaffen, die sich nicht lediglich durch Schadenswerte unterscheiden, sondern komplett eigene Spielweisen und das Experimentieren mit dem Gameplay ermöglichen, da sie insbesondere Angriff und Verteidigung sowie Nah- und Fernkampf unterschiedlich berücksichtigen.

Zusätzlich sorgen eure Schmuckstücke für eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit. Diese funktionieren im Grunde wie mächtige Perks und verändern zahlreiche Aspekte eures Builds. Wer die Systeme geschickt kombiniert, kann seinen persönlichen Spielstil sehr präzise formen. Wir hatten in unserem Spieldurchlauf nach 10 Stunden erst 36 von 60 Schmuckstücken gefunden, obwohl wir den Eindruck hatten, bereits mindestens jeden 2. Stein umgedreht zu haben. Diese Art von Kreativität und Originalität, die Yacht Club Games hier an den Tag legen, ist folglich etwas Besonderes und sorgt nicht zuletzt dafür, dass ihr locker jenseits der 20 Stunden in dieses Spiel investieren könnt.

Stellt ihr fest, dass ihr euren Build verändern wollt, wechselt ihr die Waffe oder auch die Schmuckstücke in eurem Unterschlupf, dem Unterlabor. Für uns hat Build-seitig beispielsweise Folgendes gut funktioniert: Mit dem Spitzenhandschuh-Schmuckstück haben wir unser Angriffs-Level um 1 erhöht, mit dem Kettenkondensator sind Schadens-Combos und entsprechende Boosts möglich. Das Uran-Armband wiederum ermöglicht mehr Schaden zuzufügen, aber auch auszuhalten. Der Protonfunken-Perk erlaubt uns ein weiteres Leben und so gibt es etliche weitere spannende Möglichkeiten. Über Handler und Shops dürft ihr mit der Zeit die Anzahl der gleichzeitigen Schmuckstücke auf bis zu 5 erhöhen und könnt diese jederzeit wechseln.

Um Ausrüstungsgegenstände und Upgrades kaufen zu können, benötigt ihr die Spielwährung Knochen. Knochen sammelt ihr überall in der Welt, auf Wegen, unter Tage und in der Luft, vor allem aber durch das Besiegen von Gegnern. Allein dadurch müsst ihr Minas Gameplay-Repertoire regelmäßig einsetzen. Habt ihr gewisse Knochen-Mengen angehäuft, dürft ihr „Aufknochen“, Minas düster-gothische Variante des Level-Ups. So könnt ihr eure Angriffsstärke, die waffenübergreifend über die vier Hauptwaffen gilt, bis auf das Maximallevel 10 erhöhen. Daneben gibt es einen Verteidigungswert, die Angriffsstärke der Nebenwaffen und die Fähigkeit, wie viele Knochen dauerhaft in Knochenjuwelen gespeichert werden können, ohne beim Ableben verloren zu gehen.

Zudem erwähnenswert sind die optionalen Modifikatoren. Sie erlauben es, das Spielerlebnis in höchstem Maße individuell anzupassen. Mehr Lebensenergie, stärkere Gegner, zusätzliche Herausforderungen oder hilfreiche Komfortfunktionen verändern euer Spielgefühl nach euren Wünschen erheblich. Dadurch kann das fordernde Mina the Hollower sowohl zu einem beinharten Soulslike-Erlebnis als auch zu einem deutlich entspannteren Action-Abenteuer mit Roguelite- und Metroidvania-Anleihen werden.

Das Modifikatoren-System gehört damit zu den intelligentesten Zugänglichkeits-Ansätzen der letzten Jahre, weil es den Spielern die Entscheidung überlässt, wie sie das Abenteuer erleben möchten.

Bosse, Charaktere und Überraschungen

Ebenso stark präsentiert sich die Besetzung der Spielwelt. Kaum ein NPC wirkt austauschbar. Stattdessen begegnet ihr einer Mischung aus skurrilen, liebenswerten, grotesken und teilweise urkomischen Figuren, die dem Abenteuer eine ganz eigene Identität verleihen. Manche von ihnen bitten um kleine Gefallen, andere Stellen euch vor Minispiel-Herausforderungen, wiederum andere beklauen euch, sind euch freundlich oder feindlich gesonnen oder entpuppen sich plötzlich als gemeiner Mini-Boss.

Besonders diese Bosskämpfe überzeugen auf ganzer Linie. Von kleineren Zwischenbossen bis zu spektakulären Hauptgegnern liefert Yacht Club Games zahlreiche erinnerungswürdige Duelle. Die Designs bewegen sich dabei gekonnt zwischen Horror, Humor und viktorianischer Fantasie.

Hinzu kommen mehrere gelungene Story-Twists, die der Handlung zusätzliche Spannung verleihen und den Entdeckerdrang immer wieder neu befeuern. Mina selbst entwickelt sich dabei zu einer ausgesprochen sympathischen Heldin, deren Abenteuer man gerne bis zum Ende verfolgt.

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