Spieletest: MIO: Memories in Orbit NSW2

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Weitere Infos

Releasedate:
20. Januar 2026

USK 12. unterstützt MyNintendo nicht kein amiibosupport

Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus

Anzahl der Spieler: 1

Leser-Meinungen: Noch keine

Specials: keine

Plus / Minus

Positiv:
Einzigartige, atmosphärische Welt mit starkem Artstyle
Tiefgehendes Metroidvania Gameplay mit sinnvoller Charakterentwicklung
Flexibles Mod System für unterschiedliche Spielstile
Stabile Technik und saubere Performance
Negativ:
Einstieg erfordert Geduld und Anpassung
Bleibt im Narrativ teils zu kryptisch
Wiederholter Weg zum Boss kostet Zeit
mehr Backtracking durch fehlende Marker

Kämpfe, Gegner und Bosse

Die Welt von MIO: Memories in Orbit - das Gefäß - ist alles andere als friedlich. Über 30 unterschiedliche Gegnertypen stellen sich euch in den Weg, ergänzt durch 15 Wächter Bosse, die ihrem Namen alle Ehre machen. Die Kämpfe erfordern Aufmerksamkeit und Anpassungsfähigkeit, da jede Begegnung andere Herangehensweisen begünstigt.

Bei den regulären Gegnern heißt es aber auch, mit Geschick vorzugehen: Mal müsst ihr Projektilen ausweichen, dann Kolibri-artigen Vögeln mit spitzem Schnabel ausweichen. Unsichtbare Chamäleons, Robo-Kämpfer und elektrische Krabbeltiere. Ihr bekommt viel geboten und könnt euch taktisch ausprobieren.

Die Bosskämpfe zählen klar zu den Höhepunkten des Spiels, welches lediglich 19,99 kostet. Sie sind fordernd, oft mehrphasig hinsichtlich der Angriffsmuster und verlangen saubere Bewegungen sowie gutes Skill- und Mod-Management. Manche der Wächter fliegen, werfen Äxte, haben mehrere Hände oder Giftige Stacheln, können Springen, Heranstürmen oder euch mit Lasern das Leben schwer machen. Wer hier geduldig die Muster studiert und auch das Ausweichen im richtigen Zeitpunkt einsetzt, hat eine gute Chance. Besonders positiv fiel uns dabei die optionale Barrierefreiheitseinstellung „Erosion“ auf. Scheitert ihr an einem Boss, könnt ihr einstellen, dass er beim jeweils nächsten Versuch weniger Lebensenergie besitzt. Diese Lösung ist thematisch stimmig und sorgt dafür, dass Frust reduziert wird, ohne den Anspruch komplett zu verlieren.

Mods, Upgrades und Individualisierung

Eine der größten Stärken von MIO: Memories in Orbit liegt in seinem Modifikationssystem, welches bereits als taktisches Moment in den Bosskämpfen tangiert wurde. Ihr sammelt mit Spielgeschehen Modifikatoren, mit denen ihr MIO gezielt an euren Spielstil anpassen könnt. Dabei könnt ihr Mods aktivieren, die euren Hud mit sinnvollen Informationen erweitern wie der Lebensleiste von MIO, aber auch den Informationen zum Gesundheitsbalken der Gegner. Im Spielverlauf findet ihr an entlegenen Orten weitere Mods, die Angriffskombis verstärken, bei sinkender Gesundheit zu mehr Angriffsstärke führen oder euch zusätzliche Mods aktivieren lassen.

Letzteres ist immer ein taktischer Trade-Off, der sich besonders für Bosskämpfe lohnt. Denn wenn die begrenzten Mod-Zuteilungsplätze in der Zuteilungsmatrix erweitert werden, könnt ihr oft weniger der Spielwährung - Perlmutt - bei besiegten Gegnern finden oder euch nicht an Heilungsbrunnen stärken. Natürlich lassen sich auch alte Antriebskerne oder Perlen finden, die in Kombination mit Perlmutt in der Werkstatt gegen Upgrades eingetauscht werden können und eure Ressourcensituation verbessern. Auf diese Weise seid ihr nachhaltig gefordert, das Gefäß zu erkunden und eure Konfiguration anzupassen.

Dabei ist auch das mit der Zeit intuitive Spiel zwischen Risiko und Sicherheit wichtig. Sammelt ihr hunderte Einheiten von Perlmutt, scheitert aber an einer hakeligen Sprung-Passage oder lauft versehentlich in einen abgeschlossenen Kampf oder sogar einen Boss-Raum, verliert ihr am Ort des Ablebens eure gesammelten, aber noch nicht in Kristalle umgewandelten Ressourcen. Auch beim erneuten Aufsuchen dieses Ortes sind diese Ressourcen verloren, sodass ihr sorgsam entscheiden müsst, wie weit ihr euch in unbekannte Gebiete vorantraut, ohne genau abschätzen zu können, ob ihr es noch heil zurückschafft, um eure Ressourcen verwerten zu können.

Auch dieser Umstand führte dazu, dass wir in unserer Testphase die Mods regelmäßig wechselten. Für Erkundungstouren setzten wir eher auf Regeneration und Mobilität, während in kampflastigen Abschnitten offensive oder defensive Modifikatoren sinnvoller waren. Dieses flexible System sorgt dafür, dass sich das Gameplay stets frisch anfühlt und ihr euren treuen Roboter immer wieder neu erfinden könnt.

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