Spieletest: Indiana Jones und der Grosse Kreis NSW2
Weitere Infos
Releasedate:12. Mai 2026
Mögliche Spielmodi: Handheld-,TV-,Tischmodus
Anzahl der Spieler: 1
Leser-Meinungen: Noch keine
Specials: keine
Plus / Minus
- Positiv:
- Starke Atmosphäre und Story
- Cleveres Rätseldesign
- Audiovisuell sehr stark
- Gelungene Mischung aus First- & Third-Person
- Negativ:
- Steuerung in engen Räumen etwas fummelig
- Rätselelemente/Wege manchmal unklar
- Möglichkeiten der Bewegungssteuerung nicht ausgenutzt
- kein Crosssave
Klassische Action
Indiana Jones und der Große Kreis setzt auf ein klassisches Action-Adventure-Gameplay und besticht dabei mit einer angenehm direkten Steuerung. Das Spiel unterstützt die Bewegungs- und Maussteuerung, wobei beides hauptsächlich nur zur Kamerasteuerung bzw. zum Zielen dient. Kletter- und Sprungpassagen funktionieren präzise und sorgen dafür, dass die Erkundung jederzeit flüssig bleibt. Natürlich darf Indys ikonische Peitsche nicht fehlen: Sie dient nicht nur als Waffe, sondern wird kreativ zur Fortbewegung und für verschiedene Rätsel eingesetzt. Es wäre großartig gewesen, könnte man für den Einsatz auf die Bewegungssteuerung zurückgreifen. So ist nur die Bedienung via Knopfdruck möglich.
Die Kämpfe selbst sind sehr abwechslungsreich. Statt auf reine Daueraction zu setzen, schafften es die Entwickler eine gute Balance aus Nahkampf, Schusswechseln und Stealth-Elementen zu schaffen. Vor allem das man Kämpfen schleichend ausweichen kann ist großartig, denn es passt hervorragend zum Stil der Filme: improvisiert, manchmal chaotisch und stets unterhaltsam.
Im Nahkampf könnt ihr nicht nur eure Fäuste sprechen lassen, sondern es ist auch möglich Gegenstände einzusetzen, wie Flaschen, Werkzeuge oder Holzlatten. Die Treffer wirken angenehm wuchtig, während Konter- und Ausweichmanöver den Kämpfen eine taktische Note verleihen. Eins kann man vorwegsagen: blindes Drauflosprügeln bringt nur selten Erfolg. Vor allem, da ihr immer eure Ausdauer im Auge behalten solltet die euch im letzten Moment ausgehen könnte.
Schusswaffen stehen ebenfalls zur Verfügung, sind aber bewusst limitiert. Ganz im Stil der Filme steht Indiana nicht auf Waffen. Pistolen, Gewehre oder improvisierte Waffen findet ihr nur gelegentlich oder nehmt sie Gegnern ab. Da aber die Munition immer sehr knapp ist, sind Feuergefechte selten die erste Wahl.
Zusätzlich lädt das Leveldesign immer wieder zum Experimentieren ein. Gegner lassen sich etwa in Fallen locken, gegen Wände schleudern oder kurzerhand in die Tiefe stoßen. Besonders beim lautlosen Vorgehen entfalten die Kämpfe ihren Reiz, weil man viele Situationen mit cleverem Timing und Beobachtung lösen kann.

Nebenmissionen
Auch abseits der Story gibt es jede Menge zu tun und gerade die Nebenquests sind mehr als nur bloße Beschäftigungstherapie. Organisiert werden sie über Indys Notizbuch, das, wie bereits erwähnt, sämtliche Aufgaben, Rätsel und Sammelobjekte übersichtlich festhält.
Abenteuer
Die Abenteuer bilden die Hauptmissionen des Spiels und treiben die zentrale Handlung rund um den Großen Kreis voran. Wer sich auf die Story konzentrieren möchte, findet hier den roten Faden des gesamten Abenteuers.
Feldforschung
Hier handelt es sich um umfangreiche Nebenquests. Sie erzählen häufig eine eigene kleine Geschichte, führen neue Charaktere ein und bieten zusätzliche Rätsel oder Gebiete. Sie nehmen zwar viel Zeit in Anspruch, belohnen euch aber dafür mit Abenteuerpunkten und spannenden Hintergrundinformationen.
Geheimnisse
Die Geheimnisse sind kleinere Rätsel oder versteckte Herausforderungen, die überall in den einzelnen Gebieten verteilt sind. Entdecken könnt ihr sie entweder durch gründliches Erkunden oder über Hinweise von Händlern. Auch hier winken Abenteuerpunkte als Belohnung.
Entdeckungen
Im Bereich Entdeckungen sammelt das Spiel sämtliche Fundstücke, Notizen, Zeichnungen und besondere Gegenstände. Dadurch entsteht eine Art Archiv eurer gesamten Reisen, das gleichzeitig zum Stöbern und Nachlesen einlädt.
Die verdienten Abenteuerpunkte dienen als Fortschrittsystem. Damit schaltet ihr neue Fähigkeiten frei, verbessert eure Ausrüstung oder erhaltet Zugang zu bislang verschlossenen Bereichen. Man merkt, vor allem bei den Nebenmissionen, die Liebe zum Detail. Es wurde sehr viel Mühe in die Inszenierung gesteckt, neue Geschichten gesponnen und Charakteren mehr Seele eingehaucht. So lernt ihr beispielweise die Reporterin Gina auf einer ganz anderen Ebene kennen.









