
Life is Strange - Double Exposure
Nach Life is Strange: Double Exposure steht der nächste Titel des Entwicklerstudios Dont Nod in den Startlöchern. Mit Lost Records: Bloom & Rage erscheint das zweiteilige 90er-Jahre-Teenager-Drama rund um vier Highschool-Schülerinnen. Wie viel Retro-Charme im Spiel steckt, erfahrt ihr hier in unserem Test zu Lost Records: Bloom & Rage für die Playstation 5.

Life is strange - Double Exposure
NSW
- Genre
- Adventure
- Entwickler
- Square Enix
- Publisher
- Square Enix
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1 lokal
Tschüss Arcadia Bay, hallo Caledon University, Vermont.
Auch wenn wir uns nun in Lakeport befinden, so darf man sich doch über ein Wiedersehen mit Maxine “Max” Caulfield freuen. Die Protagonistin des ersten Teils der Serie ist unbestritten der Liebling der Fans. Auch Neueinsteiger in die Serie werden ihr schnell verfallen, denn die unglaublich sympathische Art der „Heldin“ wickelt einen unweigerlich in eine Decke aus Emotion und Mitgefühl. Hier liegt ganz klar eine der großen Stärken von “Double Exposure”: die Charaktere. Diese sind großartig geschrieben und glaubwürdig, in einem Maß, wie man es nur selten in einem Videospiel erlebt. Aber worum geht es jetzt in dieser Geschichte?
Max hat Arcadia Bay verlassen und ist inzwischen Dozentin für Fotografie an der Caledon Universität. Ihre Kräfte hat sie lange nicht mehr verwendet, und sie scheinen verkümmert zu sein. Stattdessen konzentriert sie sich auf ihre besten Freunde Safi und Moses. Wer zu Beginn des Spiels diese Freundschaft erlebt, wird schnell ein wohlig warmes Gefühl bekommen und sich in einem Cozy Game wähnen. Aber in “Life is Strange” ist es nur eine Frage der Zeit, bis es zu einer Tragödie kommt, und so findet Max Safi tot an einem Aussichtspunkt. Während die Polizei im Dunkeln tappt, entdeckt Max, dass ihre Kräfte in ganz anderer Form Gestalt annehmen. Kann sie zuerst durch einen “Pulse” in eine andere Realität schauen, so kann sie kurz darauf durch Portale in diese Welt wechseln. Am Punkt von Safis Tod ist eine alternative Realität entstanden, und nun versucht Max alles, um herauszufinden, wer Safi ermordet hat, was zu diesem Ereignis geführt hat und ob dies vielleicht sogar ungeschehen gemacht werden kann. Vor allem aber, was sie selbst mit den eigenartigen Ereignissen zu tun hat.


Alles vergessen?
Eine Frage, die sich Fans stellen, ist: Gibt es Bezüge zu Arcadia Bay? Ja, Max erinnert sich an die Ereignisse und thematisiert sie zu bestimmten Anlässen. Dies ist aber kein Problem für Neulinge, da es sehr gut gelungen ist, eine Erfahrung zu kreieren, die für sich alleine stehen kann.
Das klingt doch sehr gut.
Der Sound dieses Spiels hat Aufmerksamkeit verdient. Dass Soundeffekte für die Lokalisation eines Portals, das Auslösen eines “Pulse” oder das Wechseln der Welt passend und hochwertig vertont sind, kann man erwarten. Dagegen sind Synchronisationen, besonders in der Lokalisation, oft nur mittelmäßig. In “Life is Strange - Double Exposure” ist die englische und die deutsche Vertonung über jeden Zweifel erhaben. Kombiniert mit der sehr guten Mimik der Charaktere wirkt das alles unglaublich “echt”. Zusammen mit der Musik ergibt sich wohl eine der stimmigsten Soundkulissen der Videospielgeschichte. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Handheld-Modus der Switch zu nutzen, sich mit einem Tee oder einem Kakao in seinen Lieblingssessel zu setzen und mit Kopfhörern in diese Welt abzutauchen.
Ein Auge zudrücken
Ja, das muss man auf der technischen Seite. Denn teils wirken die Texturen etwas schwammig, oder sie laden etwas zu spät in die neue Szene. Auch Ladezeiten könnten etwas kürzer sein. Unfreiwillig komisch wirkt es, wenn Max nach dem Durchschreiten einer Tür und der damit verbundenen Ladezeit kurz in “T-Pose” zu sehen ist, bevor man die neue Spielszene zu Gesicht bekommt. An einer Stelle war auch eine Tür doppelt vorhanden, einmal geöffnet und einmal geschlossen. Diese Dinge sind Unsauberkeiten und Schnitzer, die man vermeiden kann und vor allem sollte. Aber die restlichen Qualitäten des Spiels lassen einen milde darauf blicken und auf einen Patch hoffen.

Barierefreiheit
Das Spiel bietet eine Vielzahl von Einstellungen zur Barrierefreiheit, die das Gameplay erheblich vereinfachen. Spieler können relevante Stellen im Spiel leicht erkennen und erhalten mehr Zeit für Entscheidungen. Diese Funktionen machen das Spiel nicht nur zugänglicher, sondern verbessern auch das gesamte Spielerlebnis, indem sie es an die individuellen Bedürfnisse der Spieler anpassen.
Fazit
“Life is Strange - Double Exposure” bietet eine emotionale Reise, die ihresgleichen sucht. Die packende Geschichte und der herausragende Sound könnten diesen Teil der Serie zu einem der besten machen. Leider trübt ein schwerwiegender Bug das Spielerlebnis erheblich und fügt Frust zu den Emotionen hinzu. Obwohl das Spiel das Potenzial für eine Top-Wertung hat, verhindert dieser Fehler eine solche Bewertung. Doch gerettet wird es durch die Umfangreichen Optionen für Barrierefreiheit. Es bleibt zu hoffen, dass ein baldiger Patch die Probleme behebt.
- Genial Geschrieben
- Tolle Charaktere
- Großartiger Sound
- Grafische Schwächen
- Technische Mängel
- Gamebraking Bug möglich
Vielen Dank an die Firma Square Enix für die Bereitstellung des Testmusters.



