
Pokemon Leuchtende Perle
Auch in diesem Herbst durften Pokmon Freunde mit großer Freude zwei neue Spiele in Empfang nehmen. Pokmon Strahlender Diamant und Pokemon Leuchtende Perle sind am 19.11.2021 für Nintendo Switch entschieden. Nach ordentlichem Härtetest haben wir unseren Test für euch bereit. Ob wir den Abstecher in die Sinnoh-Region genauso genossen haben, wie es vor 15 Jahren beim Original Perle und Diamant der Fall war, lest ihr in unserer Review zu Pokmon Leuchtende Perle (Nintendo Switch).

Pokemon Leuchtende Perle
NSW
- Genre
- Rollenspiel
- Serie
- Pokémon
- Entwickler
- ILCA
- Publisher
- Nintendo
- Konsole
- NSW
- Spieler
- 1 lokal
Mit Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle erscheinen 15 Jahre nach dem Release der Originale dieses Jahr nun die Remakes der beiden Titel mit verbesserter Optik, der ein oder anderen Neuerung, viel Nostalgie und einem anderen Entwicklerstudio dahinter. Was wir euch über den frischen Eintrag ins Pokémon-Register zu sagen haben, erfahrt ihr in unserem Nintendofans-Test.
Auf ins Abenteuer nach Sinnoh!
Ihr startet euer Abenteuer, indem ihr Professor Eibe, den Pokémon-Forscher der Sinnoh-Region, kennenlernt und ihm sagt, ob ihr Junge oder Mädchen seid und wie ihr heißt. Kurz danach geht es auch schon los. Das Haus in Zweiblattdorf wartet darauf, von euch erkundet zu werden. Schnell lernt ihr auch euren Rivalen kennen. Auch seinen Namen könnt ihr wählen, wir haben uns klassisch für Gery entschieden. Kurz darauf geht es zu Professor Eibe. Dieser stellt seine Assistenz vor und geht auf einer Wiese von dannen, vergisst jedoch seinen Koffer, während ihr dort mit Gery steht. Als der Koffer aufgehoben und zurückgebracht werden soll, werdet ihr von 2 Staralili angegriffen und wählt kurzerhand eines der drei Pokémon aus dem Koffer. So kommt ihr zu eurem Starterpokémon und könnt zwischen dem Pflanzentyp Chelast, dem Wassertyp Plinfa und dem Feuertyp Panflam wählen. Mit dieser Wahl beginnt euer Band der Freundschaft zu wachsen und ein Ereignis jagt das nächste.
Ihr erhaltet danach euren Pokédex und werdet, wie in jedem Pokémon-Abenteuer darum gebeten, für den Professor die Welt der Pokémon zu erkunden und wichtige Daten für die Fortführung seiner Forschung zu sammeln. Die Grundlagen des Pokémon-Fangens und -Trainierens erlernt ihr nach kurzem Tutorial schnell, sodass ihr euch direkt auf die Story konzentrieren könnt. Nach dem Besuch der ersten Routen, Verbindungswege zwischen den kleineren und größeren Dörfern und Orten, kommt ihr in Jubelstadt an und macht das erste Mal, neben den Bewohnern, mit den Bösewichten des Teams Galaktik Bekanntschaft. Diese wollen, wie sollte es anders sein, die Pokémon und die damit einhergehende Macht für sich vereinnahmen. Entsprechend häufig habt ihr von dort an Kontakt mit den Rüpeln des Galaktik-Teams, besiegt es wieder und wieder, um euch am Ende dem Chef Zyrus in seinem Hauptquartier in Schleiede entgegenzustellen und seine Pläne nach Möglichkeit zu vereiteln. Seid ihr erfolgreich, werdet ihr mit dem kostbaren Meisterball belohnt, welcher euch das spätere Zusammentreffen mit dem editionsspezifischen, legendären Pokémon kinderleicht machen kann, wenn ihr es beim ersten Versuch fangen wollt. In Pokémon Leuchtende Perle hat uns an dieser Stelle Palkia erwartet, in Strahlender Diamant trefft ihr stattdessen auf Dialga.
Bis es zu diesem besonderen Moment kommt, an den sich jeder Pokémon-Trainer aus früheren Tagen erinnern wird, müsst ihr aber einiges an Weg hinter euch bringen. Dabei kommt ihr am Blumendorf Flori vorbei, sprecht mit den Bewohnern von Erzlingen, die Spezialisten sind, wenn es um die Arbeit unter Tage geht oder meistert den Kraterberg. Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Biome zu erkunden. Egal ob Eiswege, Wälder, von Geistern bewohnte Gemäuer oder die Seen der Kühnheit, Stärke und Wahrheit, auch das Remake der vierten Generation von Pokémon-Spielen wartet mit Abwechslungsreichtum auf.
Meister-Trainer werden
Um der Top-Trainer der Sinnoh-Region werden zu können, habt ihr einiges vor euch. Ihr müsst insgesamt acht Orden euer Eigen nennen und zusätzlich die Pokémon-Liga meistern, um den Titel Pokémon-Champion zu tragen. Dies ist ein steiniger Weg, schließlich will jeder Orden durch eine weise Auswahl an Pokémon errungen werden. Ihr startet zum ersten Orden in Erzlingen, während Arenaleiter Veit mit Gesteinpokémon wie Kleinstein, Onix und Koknodon auf euch wartet. Habt ihr auf den Routen zuvor etwas trainiert und gekämpft, sollten die Gegnerlevel 12 bis 14 keine großartige Herausforderung darstellen. So geht es Stück für Stück, neben dem Erleben der Story mit Team Galaktik, weiter. Beim dritten Orden in Schleiede tretet ihr etwa gegen Hilda an, die sich mit Kampf-Pokémon von ihrer besten Seite zeigt. Gerade ihr letztes Pokémon Lucario hat es mit Level 30 in sich. Auch wenn ihr bereits über der dreißiger Marke seid, hauen seine Angriffe der Attacke Ableithieb gehörig rein. Er landet nicht nur schwere Treffer, sondern heilt sich zeitgleich, sodass ihr ggf. ein zweites Mal bei Hilda unter Beweis stellen müsst, dass ihr nicht nur Items wie Tränke gezielt einsetzt, sondern auch die Effektivitäten von Pokémon-Typen und ihren Attacken verstanden habt. Macht ihr so weiter, werdet ihr natürlich nur an Souveränität gewinnen. Einige Storywendungen später erreicht ihr die achte Arena in Sonnewik, in der Volker mit seinen Elektro-Pokémon nach einem kurzen Arena-Rätsel zeigen will, dass seine Beziehung zu seinen Taschenmonstern elektrisierend ist. Er setzt Raichu, Ambidiffel, Octilery und Luxtra ein. Am Ende winken euch der Lichtorden und die TM57 Ladestrahl sowie das freie Einsetzen der VM07 Kaskade außerhalb der Arena.
Der Editionsvergleich und Hamanasu-Park
Erwartungsgemäß bleibt sich auch die Neuauflage der vierten Pokémon-Generation treu, was die Editionsunterschiede angeht. Ihr dürft euch auf keine veränderte Story einstellen, wenn ihr zur einen oder anderen Edition greift. Stattdessen werden ein paar unterschiedliche Pokémon anzutreffen sein. Beispielsweise Pokémon wie Raupy, Rettan, Fukano, Arkani, Sonnfel, Kecleon, Skundapuh sowie die legendären Pokémon Raikou, Entei, Suicune, Ho-Oh könnt ihr nur in Strahlender Diamant fangen, während z.B. Hornliu, Sandan, Vulpix, Flegmon, Magby, Lahmus, Brutalanda oder Shnurgarst neben den Legendaries Arktos, Zapdos, Lavados und Lugia nur Spielern von Leuchtende Perle vorbehalten sind.
Das Besondere in diesen Editionen ist es dieses Jahr, dass die Legendaries im Hamanasu-Park fangbar sind, sobald ihr die Top-Vier besiegt habt und in die Ruhmeshalle eingezogen seid. Weitere Voraussetzung ist es, dass ihr die zugehörigen Platten im Eingangsbereich des Parks für seltene Fragmente kauft. Spätestens hier fällt auf, dass es neben den exklusiven Platten auch solche zu kaufen gibt, die in beiden Editionen legendäre Fänge ermöglichen. So könnt ihr Rayquaza oder auch Giratina euer Eigen nennen, was damals nur in Pokémon Platin der Fall war.
Was läuft im Jahre 2021 anders?
Wer die Editionen 2005 gespielt hat, der weiß, dass es schon damals den Untergrund gab, mit der Möglichkeit, sich einen Unterschlupf mit Statuen und vielem mehr zu gestalten. Heutzutage ist diese Idee jedoch deutlich ausgebaut worden. Ihr findet sogenannte Untergrund-Höhlen, welche Minispiele bieten, um Items und andere Schätze zu finden. Zusätzlich warten Pokémon-Unterschlüpfe auf euch, die besondere Pokémon-Typen beheimaten. Stellt ihr in diesen eine eurer Pokémon-Statuen auf, etwa die von Pikachu, dann wird das Auftreten von Elektro-Pokémon begünstigt. In diesen Höhlen könnt ihr auch das soziale Feature aktivieren und Trainern aus aller Welt begegnen. Was hier noch so auf euch wartet, soll an dieser Stelle eurer Erkundung überlassen bleiben.
Der schon damals verfügbare Pokétch dient dem Schritte-Zählen, Pokémon-Darstellen und als digitale/analoge Uhr. 2021 kann man mit diesem auch VMs wie Surfer, Stärke oder Zerschneider einsetzen, ohne dass sie einem bestimmtem Pokémon beigebracht werden müssen. So spart ihr euch die vier Kostbaren Attackenslots für tatsächlich wirkungsvolle Attacken auf. Dies wirkt sich wiederum auf die strategische Komponente des Spiels aus und sorgt für eine zusätzliche Schwächung des Schwierigkeitsgrades.
Der Gameplay und Grafik-Check
Das Gameplay hat sich, gemessen am Original, nicht wesentlich verändert. Die Story und Trainerbegegnungen laufen ab wie früher, das Prinzip des Fangens und Trainierens verhält sich nach bekannten Mustern, doch auch hier steckt der Teufel im Detail. So wurde die Neuauflage der Versionen im Auftrag von Nintendo und Gamefreak von ILCA entwickelt und setzt auf den Chibi-Stil, wie ihn manche von euch vielleicht von Ni-No-Kuni oder The Legend of Zelda: Links Awakening wiedererkennen mögen. Neben dem knubbeligen Look, den deutlich hübscheren Umgebungen und Details in der Umwelt, hat man auch an den Kampfanimationen geschraubt. Dies sieht wunderschön aus und es macht großen Spaß, die bekannte Geschichte noch einmal deutlich bunter zu genießen. Zusätzlich wurde auf Gameplay-Ebene entschieden, dass Spielern der Einstieg in das Pokémon-Genre weiter erleichtert werden soll. So leveln, wie schon in den Versionen der letzten Jahre, eure übrigen Team-Pokémon automatisch mit, auch wenn ihr mit dem immer gleichen Pokémon kämpfen solltet. Das sorgt dafür, dass ihr eure Möglichkeiten der Variation etwas vernachlässigt und die früher so aufregende Strategie, immer das richtige Pokémon mit einem nützlichen Typ, etwa für eine Arena, parat zu haben, an Relevanz verliert. Auch wird euch beispielsweise im Team Galaktik-Hauptquartier an so vielen Stellen das Auffinden von hilfreichen Items ermöglicht – etwa hinter Server-Schränken oder dem Ausruhen via Betten -, dass der Erfolg, die Bösewichte auszuschalten, einen faden Beigeschmack erhält, fühlt er sich doch anspruchslos an.
Die Performance bewegt sich dabei im gesamten Spiel konstant und überzeugend. Egal ob ihr euch in Kämpfen, Arenen, ihm hohen Gras oder auf dem Rad bewegt, das Spiel macht, was es soll. Ob im Handheld-Modus, wo besonders die Nintendo Switch OLED mit ihren Farben brilliert oder im TV-Docked-Modus, Pokémon sieht toll aus und spielt sich super flüssig. Von Glitches konnten wir unterdes nichts mitbekommen. Natürlich gibt es findige Pokémon-Trailer, die den ein oder anderen Trick identifizieren konnten, etwa zum Klonen von Pokémon oder zum frühzeitigen Erreichen von Shaymin, aber dazu waren in früheren Spielversionen, die mittlerweile gepatched sind, konkrete Handlungen nötig, die jedoch die Spielleistung nicht korrumpiert haben.
Überzeugende Musik wie eh und je
Wer sich mit den verschiedenartigen Pokémon und ihren Heimaten auskennt, der wird genauso nostalgisch an die ikonischen Soundtracks denken, die diese Serie begleiten. Auch in Strahlender Diamant und Leuchtende Perle erwarten euch wunderbare Soundtracks, originale Assets und editionstypische Klänge. Wer hier nicht begeistert ist, der ist womöglich ein wahrer Kenner von orchestrierter Musik, aber gewiss kein passionierter Trainer der ersten Stunde.
Fazit
Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle belebt 15 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung die vierte Generation der Pokémon-Spiele. Im entzückenden Chibi-Stil, mit herabgesetztem Schwierigkeitsgrad und ergänzt durch ein paar beliebte Legendaries, wird hier jedes Trainerherz bis zur Ruhmeshalle mit etwa 25 Stunden Spielzeit versorgt, ehe ihr euch ins Endgame wagt. Wunderbare Designs, tolle Sounds und eine zuverlässige Performance machen all jenen Freude, die ihren Pokédex komplettieren und die Geschichte in der Sinnoh-Region mit Genuss erleben wollen, ohne permanent darüber nachdenken zu müssen, welches Detail der vielen anderen Pokémon-Spiele noch ein bisschen besser gewesen sein könnte.
- Charmantes Chibi-Design
- Viel Story-Spielspaß plus Endgame-Content
- Etliches zum Erkunden und Entdecken
- Schwierigkeitsgrad weiter gesenkt
- beliebtes Shiny Hunting nicht gestärkt
- Multiplayer nicht modern integriert
Vielen Dank an die Firma Nintendo für die Bereitstellung des Testmusters.

