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Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin

Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin

Maik

Capcom hat einen neuen Trailer zum nächsten großen Update für Monster Hunter 2: Wings of Ruin veröffentlicht. Das Spiel bekommt eine Koop-Quest, samt exklusivem Monster Kulve Taroth, spendiert und vieles mehr, aber seht selbst:

Wie uns das Hauptspiel gefallen hat, könnt ihr HIER in unserem Test nachlesen.

Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin

NSW

Entwickler
Capcom
Publisher
Capcom
Konsole
NSW
Spieler
1–4 lokal
Freigabe
USK ab 12

Knapp fünf Jahre nach der erfolgreichen Veröffentlichung von Monster Hunter Stories auf dem 3DS erhaltet ihr nun die Fortsetzung in Form von Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin. Ob der zweite Teil an die packenden Ereignisse von Teil 1 anknüpfen kann, beleuchtet dieser Test.

Ein fantastisches Abenteuer beginnt

Ihr werdet im Spiel zum Rider und erkundet gemeinsam mit dem Wyverianer-Mädchen Ena, warum sich in der Natur sonderbare Umweltanomalien zeigen. Während ihr auf eurer Reise diverse taktische Kämpfe bestreiten müsst, um euch gegenüber mächtigen Monstern zu behaupten, trefft ihr nicht nur einzigartige Charaktere, sondern vergrößert auch euren Verbündetenkreis. Auf eurem Streifzug durch vielseitige und wunderschöne Gebiete habt ihr die Möglichkeit friedliche Monster, die Monsties in euer Team aufzunehmen und mit ihnen all jenen Widersachern das Fürchten zu lehren, die eurer guten Mission im Wege stehen.

Auf diese Weise sollt ihr das Mysterium aufklären, warum die Rathalos-Spezies nach und nach zu verschwinden scheint. Zu Beginn der Story erhaltet ihr als Nachfahre eines legendären Wächter-Stammes ein Ei, das euer Großvater Ena überlassen hat. Da es eure Pflicht ist, es zu schützen, macht ihr euch mit Ena gemeinsam auf den Weg, eure Heimatinsel Hakolo zu verlassen. Kaum schlüpft es, enthüllt sich euch seine mystische Existenz, weshalb ihr euch fortan mit eurem neuen Begleiter zu weiteren Herausforderungen aufmacht.

Monsties & Ridings

Auf euren Abenteuern kommt ihr gelegentlich an Nestern erschreckender Monster vorbei. Findet ihr dort ein Ei, so könnt ihr es an euch nehmen und im Dorf bei den Stallungen abgeben. Es wird für euch ausgebrütet und steht euch fortan als neuer Monstie-Begleiter zur Seite, den ihr trainieren und entwickeln könnt.

Einzigartige Ridings, sogenannte Spezialfähigkeiten eurer Monsties, sind individuell und zufallsbedingt den Monstern anhaftend, die ihr ausbrütet. Egal ob die Fähigkeit zum Fliegen, Schwimmen, Sprinten oder besonderen Kampfeigenschaften, ihr werdet es herausfinden und ideal für eure Zwecke einzusetzen lernen müssen.

Taktische Kämpfe & coole Animationen

Wer sich fragt, wie das Kampfsystem in Monster Hunter Stories 2 funktioniert, dem sei hier ein wenig mehr gesagt. Zu Beginn des Spiels bekommt ihr verschiedene, sehr gelungene Tutorials. Ihr könnt euch stets nach Schere-Stein-Papier-Prinzip zwischen drei Attacken entscheiden, die da wären: Kraft, Geschwindigkeit, Technik. In den rundenbasierten Kämpfen, die ähnlich zu Pokémon, bei Kontakt zu den Monstern getriggert werden, müsst ihr euch so gezielt der Situation und den Schwächen eurer Gegner für ein Setup an Angriffen entscheiden. Dabei können Schwachstellen von Monstern angegriffen und zerstört werden, etwa der sehr gefährliche Schwanz eines Monsters oder die Eigenschaft, schadendes Gift zu versprühen.

Alle Monster beider Kampfseiten haben nach einer gewissen Zeit die Möglichkeit Spezialattacken, die Kino reif mit schicken Animationen präsentiert werden, einzusetzen. Das sorgt nicht nur für eine zusätzliche Portion Spannung, sondern kann im richtigen Moment getimed auch für die Kampfentscheidung sorgen.

Siege bringen euch darüber hinaus Erfahrungspunkte, durch die eure Monsties aufleveln und an Stärke & Fähigkeiten hinzugewinnen. Neben den klassischen, aus der Monster Hunter Serie bekannten Waffenklassen gibt es als Belohnungen auch Monsterteile, die ihr gewinnbringend verkaufen, oder für euer Gear einsetzen könnt. Alles, was ihr findet, könnt ihr mit dem, was ihr zusätzlich braucht, auf dem Markt zusammenbringen und für eure aktuellen Pläne verwerten.

Gebietserkundungen & Sidequests

Sidequests und Erkundungen sind in MH Stories 2: Wings of Ruin elementar. Ihr erhaltet für den Abschluss von Hauptquests der Kampagne nämlich keine Währung, die ihr zum Schmieden von Rüstungen oder Einkäufen in Shops benötigt. Hierfür müsst ihr im Questlog die Nebenaufgaben aktivieren und Stück für Stück erledigen. Neben dem teilweise zu findenden Loot könnt ihr euch fürstlich bezahlen lassen und habt so kein Problem mit eurer Liquidität.

Indirekt bedeutet das aber auch, dass euch das Spiel wenig Freiraum bei der Entscheidung für oder gegen Nebenaufträge lässt, weil ihr sonst nicht genügend Entscheidungsfreiheiten bei der Ausrüstung eures Charakters haben werdet. Zu kompensieren versucht man dies jedoch, indem die Quests mit der Zeit anspruchsvoller werden und abwechslungsreich bleiben. So ist es nicht der Fall, dass ihr euch immer wieder durch die gleichen, wiederholenden Missionen quälen müsst, um genügend Geld oder Gear zu farmen.

Multiplayer-Spaß

Wer sich auch nur vage mit dem Monster Hunter Franchise beschäftigt hat weiß, dass diese Spieleserie nicht allein den Singlespieler in den Fokus setzt. Stattdessen sollt ihr in Gruppen, idealerweise aus Freunden, das Spiel erleben und viel Freude am Fortschritt und euren Errungenschaften haben. Hier bildet auch Monster Hunter Stories 2 keine Ausnahme. Ihr könnt euch jederzeit dafür entscheiden, einzelne Gebiete mit Freunden oder Fremden zu erkunden oder Kämpfe, sogenannte Showdowns, online oder lokal auszufechten. Auch hier wurde an eine ordentliche Portion Spießspaß gedacht, denn die Kämpfe sind auch hier fantastisch.

Ästhetik wird groß geschrieben

Es ist kein Geheimnis, dass Breath of the Wildes nicht nur fantastische Rezensionen erhalten hat, sondern auch stilistisch bei vielen Spielern und Entwicklern gut ankam. Wer Monster Hunter Stories 2 anschaut, dem wird die Design-Nähe zu BotW schnell feststellen und sich in den Charme verlieben. Ästhetisch ist MH Stories 2 nämlich hervorragend umgesetzt und macht grafisch kaum Fehler, über die es sich zu klagen lohnen würde. Die Animationen der Monster sind durchweg außerordentlich gelungen und der leicht comichafte Stil passt sehr gut zum Geschehen des Spiels.

Vollsynchronisation mit Ausnahme

Wer sich auch im Audio einiges vom Spiel verspricht, dem sei hier gesagt, dass das Spiel komplett synchronisiert ist. Alle Charaktere sind auch zu hören, wenn ihnen etwas auf der Seele brennt, bis auf einem: eurem Hauptcharakter. Leider seid ihr der einzige Akteur, der durch das ganze Spiel hinweg stumm bleibt. Ihr mögt es von Zelda kennen und doch ist es hier recht inkonsistent, allen, auch teils unwichtigen Charakteren eine Stimme zu verleihen, euch jedoch auszusparen. Sonst sind Monster Hunter eigene Sounds zu erwarten und die Kämpfe, neben den Cinematics, besonders effektbefeuert. Insgesamt zeigt der Sound also eine grundsolide Performance.

Technisch poliert

Das polishing wurde bei MH Stories 2 auf jeden Fall zur Genüge betrieben. Ihr werdet beim Spielen wenig Stellen wahrnehmen, die technisch ernsthaft unausgegoren erscheinen. Ganz im Gegenteil, neben kleineren Detail- und Texturmankos, die die Schärfe oder Ladeverzögerungen beeinträchtigen, sieht das Spiel nicht nur hervorragend aus, sondern spielt sich auch so. Eine stabile Framerate, keine Bugs und viel Spielspaß im Handheld- und etwas mehr Leistung im Docked-Mode sollten euch voll und ganz darauf konzentrieren lassen, euch und euer Monstie-Team zu Ruhm zu verhelfen.

Kostenproben möglich per Demo

Wem all das hier nicht genügt, um sich einen plausiblen Eindruck von der Qualität und Frische von Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin zu machen, der kann sich ruhigen Gewissens die kostenfreie, gar nicht mal so knappe Demo-Version aus dem eShop herunterladen und das Spiel antesten. Für all jene, die mit Franchises wie Pokémon u.a. aufgewachsen sind, wird die Entscheidung aber nicht schwer fallen, sich für einen charmanten Titel wie diesen, der marketingtechnisch durchaus etwas unter dem Radar vieler fliegen mag, zu entscheiden.

8.5Wertung

Fazit

Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin liefert auf der Nintendo Switch ordentlich ab. Eine schöne Hauptgeschichte, abwechslungsreiche Sidequests und etliche Gear-Kombinationen erlauben euch stundenlangen Spielspaß. Wer Pokémon mag, wird das Züchten und Leveln der allesamt schicken Monsties lieben. Der verträumte und farbenfrohe Animé-Stil überzeugt ebenfalls und tröstet zu guten Teilen darüber hinweg, dass man die Synchronisation des Hauptcharakters eingespart hat.

Design
9.0
Sound
7.0
Online Multiplayer
8.0
  • hervorragend poliert
  • toller Animé-Comic-Stil
  • süchtig-machendes Monstie-Leveln
  • gelungene RPG-Mechaniken
  • einzelne Detail- und Texturissues
  • fehlende Synchronisation des Helden

Vielen Dank an die Firma CAPCOM für die Bereitstellung des Testmusters.

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