Zum Inhalt springen
Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville - Complete Edition

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville - Complete Edition

Maik

Jetzt geht es endlich auch auf Nintendofans.de los. Die Schlacht im Städtchen Neighborville zwischen den Pflanzen und Zombies, die jeweils durch zusätzliche Spezies aufgerüstet haben, ist im vollen Gange. Wir haben die endlich für die Nintendo Switch erschienene Version von Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville - Complete Edition für euch getestet und sind zu einem Fazit gekommen, ob der Spielspaß-Faktor hoch genug ist. Lest selbst im Test zum Titel nach.

Auf in die nächste Schlacht

Nach einigen kleineren mobilen Spielen wagten PopCap Games 2014 unter Publisher EA den Sprung in die nächste Liga und veröffentlichten Plants vs. Zombies: Garden Warfare. Die etwas ironische Titelkopie zu der erfolgreichsten Egoshooter-Marke der Gaming-Szene kam gut an und noch besser das erfrischende Spielprinzip eines Multiplayers, in dem sich diverse Pflanzenspezies und Zombies gegenseitig bekriegen und um die Vorherrschaft in Gärten und Friedhöfen kämpfen. 2 Jahre später kam der Nachfolger und dann im vorletzten Jahr Teil drei in Form von Battle for Neighborville. Wie es sich für ein Spiel gehört, dass nicht nur online viel Spaß macht, sondern auch im Singleplayer-Modus und Couch-Koop, musste es auch für die Nintendo Switch erscheinen. Gesagt getan ist das Spiel seit 19.03.2021 verfügbar. Wie sich der Titel als Nachzügler zu seinen Konsolengeschwistern schlägt, lest ihr in diesem Testbericht.

Aller Anfang ist Chaotisch

Ihr startet natürlich in das Spiel mit der Information, dass die Fehde zwischen den Pflanzen und Zombies weiter anhält. Diesmal jedoch das Städchen Neighborville als Schauplatz erhält. Hier wird innerhalb dreier Bereiche gespielt. Hauptbereich ist der Schwindel-Park, ein Vergnügungspark mit allerlei Rummelattraktionen, inmitten sich die zwei Fraktionen das Fürchten lehren. Darüber hinaus gibt es einen Sammelplatz der Pflanzen, das Dorf und den Bereich der Zombies. Im jeweiligen Bereich der Fraktionen könnt ihr euch zudem mit den Möglichkeiten des Hub-Bereichs vergnügen. Wie es sich für ein ordentliches Multiplayer-Spiel gehört, könnt ihr hier eure Charaktere auf vielerlei Art und Weise modifizieren und anpassen. Neben kosmetischen Verschönerungen wie Kopfbedeckungen, Kostümen oder anderen Dekorationen machen vor allem die Modifikationen und Upgrades einen Unterschied im Spielgeschehen. Schnell lernt ihr, dass ihr euren ausgewählten Pflanzen und Zombies diverse Fähigkeiten per Upgrade-Punkte zuweisen könnt. So steigt etwa die Resistenz gegen feindliche Angriffe, die Gesundheitsregeneration wird unter bestimmten Umständen verbessert oder kurzfristige Effekte werden aktiviert. Noch ansprechender sind natürlich Verbesserungen, die sich auf eure Angriffe oder Waffen auswirken. Wer sich hier richtig aufstellt, hat im Kampf schnell den Vorteil errungen und kann um die Plätze auf dem Podium des Gewinnerteams mitkämpfen.

Nebenbei könnt ihr euch an einer überdimensionierten Slot-Maschine für Münzen, die ihr für abgeschlossene Matches und andere Aktivitäten auf der Map erhaltet, zufällige Item-Kugeln kaufen. Diese stellen mit unterschiedlicher Seltenheit Kosmetik und Upgrades für alle verfügbaren Charaktere dar. Wer sich hier oft austobt, wird schon bald die Umkleide voller Krimskrams haben. Darüber hinaus gibt es einen Schalter, an dem ihr konkrete Items, zusätzliche Charaktere und temporär Verfügbare Freischaltungen für Münzen erwerben könnt. Hier ist das Ziel EAs natürlich nicht ganz von der Hand zu weisen: der im Hintergrund implementierte Shop für Microtransactions lädt ein, schnell zusätzlich benötigte Münzen zu erwerben, um die feinsten Inhalte sofort nutzen zu können. Wer möchte nicht den Zombie-Soldaten mit der knackigsten Wumme ausstatten oder die Erbsenkanaone mit dem Helm, der ihm schon immer gebührte. Wer darauf keine Lust hat, kann durch normales Spielen jedoch ebenso zügig an Münzen oder Kristalle, die das zweite Ingame-Währungssystem darstellen, kommen. Letztere werden an einem weiteren Schalter für Preise benötigt. Wann immer ihr zusätzliche Stücke dieser Währung vorweisen könnt, löst ihr wichtige Stationen auf sogenannten Preiskarten ein, die euch diverse Freischaltungen, Emotes o.ä. erlauben. Am Ende einer Preiskarte wartet meist ein gigantisch cooler Gewinn, etwa ein spielbarer Drache oder ein episches Kostüm. Insofern gilt: spielen, spielen, spielen, egal für welche Fraktion!

Die knallharten Modi des Pflanzen-Zombie-Krieges

Um schnell die Matches starten zu können, seid ihr zu Beginn gefragt, ob ihr eure Spielsession online oder offline starten wollt. Die jeweils andere Option ist jedoch jederzeit aus dem Pausenmenü heraus wählbar. Sobald ihr euch für das Onlinespiel entschieden habt, werdet ihr bei erstmaliger Nutzung aufgefordert, euch im EA-Konto einzuloggen, welches auf der Nintendo Switch erfordert wird, sobald ihr den Online-Modus eintretet. Ist dies einmal per Email und Passwort erstellt, kann die Schlacht starten.

Hier wartet auf euch im Hub-Bereich ein großes Portal, welches über einen Terminal den Weg zum jeweiligen Modus freigibt. Ihr könnt beispielsweise wählen, ob ihr das klassische Team-Deathmatch spielen wollt oder einen Modus der Herrschaft, in dem die Stellung über gewisse Bereiche errungen und geschützt werden muss. Natürlich könnt ihr eure Zeit auch damit verbringen, mehrere Gegnerwellen mit euren Kameraden zu überstehen, ehe ihr euch der Pflanzen- oder Zombie-Bosswelle stellen müsst, in der besonders fiese Widersacher auf euch warten, wofür ihr mit einer großen Ladung Münzen belohnt werdet.

Wem das nicht reicht, kann sich im erwähnten Singleplayer-Modus, in den auch Freunde eingeladen werden können, beweisen. Hier gibt euch der verrückte Dave mit seinem fliegenden Wohnmobil Aufträge oder eine Sonnenblume mit Militärvergangenheit. Abwechslungsreich und unterhaltsam sind die kleinen Missionen schon, überzeugend wird es aber erst wieder dann, wenn es anständig zur Sache geht. Sobald der Bildschirm mit Gegnern überfüllt ist, machen die PopGeräusche, sobald ein Gegner erledigt ist, nur so süchtig.

Sound und Technik

Generell ist es so, dass Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville besonders von seiner Kreativität und Verspieltheit lebt. Die Charaktere sind sonderbar und verschroben, die Soundeffekte mit Wiedererkennungswert versehen und die Optik des gesamten Spiels mit dem weichen Comic-Stil einfach nur liebenswert!

Dort wo die Optik und das Design viele Lorbeeren einheimsen, muss auf technischer Seite auch das ein oder andere Mal der mahnende Zeigefinger gehoben werden. Denn wo die anderen Konsolen recht mühelos die Performance-Anforderungen des Multiplayer-zentrierten Titels erfüllen konnten, strauchelt die Nintendo Switch Version schon das ein oder andere Mal. Die Bildraten sind nicht immer stabil, die Texturen regelmäßig verwaschen und manchmal auch matschig, während Mikrolags auftauchen können, sobald die Switch auf Hochtouren kommt. Das ist verschmerzbar, wenn man den enormen Spielspaß über technischer Performanz einordnet, wünschenswert wäre eine etwas stabilere und hier und da hübschere Präsentation des Titels jedoch allemal gewesen.

Am Ende bleibt der Spaß

Am Ende bleibt das überwiegende Momentum der Spaß selbst. Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville ist vielfältig und abwechslungsreich genug, um allen Spielertypen einen Anreiz zu bieten, sich ins Kampfgeschehen zu werfen. Egal ob allein, mit Freunden oder online mit Unbekannten, ein paar Pflanzen oder Zombies über den Haufen zu schießen hat selten geschadet. Die Entwicklung der Serie seit Garden Warfare 2 hin zum sehr umfangreichen Hub-Bereich hat sicherlich nicht jedem gefallen, bietet so aber verschiedene Möglichkeiten, eigene Präferenzen auszulassen. Wer sich mehr auf das Kern-Gameplay konzentrieren möchte, kann viel Kosmetik außer Acht lassen und sich stattdessen dem Aufleveln seiner Charaktere widmen und alle 10 Levelstufen seinen Charakter um einen Erfahrungsstern aufleveln, sodass jeder Gegner, den ihr wegpustet, in seinem Killscreen auch genau weiß, wie wenig mit euch zu spaßen ist. Besonders gefallen hat uns zudem, dass sich der Entwickler nicht mit der Einführung neuer Charakterklassen hat lumpen lassen. Auf beiden Seiten ist das Repertoire erweitert worden. Ob Drachenmäulchen, 80er-Jahre-Actionheld-Zombie oder dem stealthigen Giftsporling, für jeden Spielstil ist etwas dabei. Dabei gibt es angriffsorientierte, verteidungserfahrene oder koop-fokussierte Charaktere. Wer sich hier also nicht ausprobiert und ein paar nette Optionen für sich findet, der will keinen Spaß haben.

8.5Wertung

Fazit

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville ist ein gelungener dritter Eintrag der Garden-Warfare-Hauptserie. Ein erweiterter Charakter-Pool, massig Skins und ein differenziertes Upgrade-System bringen neben erneut bekloppt-genialem Game-Design in den verschiedenen on-und offline Single- und Multiplayer-Modi einen heiden Spaß. Wem eine teils schwächelnde Performance und Textur-Dichte nichts ausmacht, der sollte sich entscheiden, ob er als nächstes ein Pflanzen- oder Zombie-Held werden möchten.

Design
8.0
Sound
9.0
Online Multiplayer
9.0
  • verrückt-geniales Gamedesign
  • diverse Modi & Missionen für on-& offline-Spaß
  • differenziertes Customizing und Charakter Upgrading
  • diverse Multiplayer-Modi für geniale Koop-Sessions
  • Performance-Schwächen in Bildrate und Texturen
  • Wählbarkeit von Fraktionen vor Spielsitzungen
  • Hub-Bereich kann überfrachtet wirken

Vielen Dank an die Firma Electronic Arts für die Bereitstellung des Testmusters.

Reactions

👍
❤️
😂
😮
🔥
👀
🤔
🎮
🎉

0 Kommentare

Noch keine Kommentare. Sei der Erste!