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Curse of the Dead Gods

Curse of the Dead Gods

Maik

Wir haben uns in das nächste Roguelike gewagt, diesmal: Curse of the Dead Gods. In komplett prozeduralen Räumen, mit zufällig ausgewählten Gegnern & einzigartigem Loot kämpft ihr euch zu einem der toten Götter nacheinander.

Wie uns das düstere Abenteuer gefallen hat, lest ihr im dazugehörigen Testbericht.

Curse of the Dead Gods

NSW

Konsole
NSW
Spieler
1 lokal
Freigabe
USK ab 16

Was auf dem PC begann

Cursed of the Dead Gods hatte bereits sehr erfolgreich sein Debüt auf dem PC. Nachdem das Spiel reifen konnte und divers gepatched wurde, steht nun der Release auf allen Konsolen an. Xbox, Playstation und auch die Nintendo Switch erleben ab sofort, was es heißt, das verfluchte Roguelike zu meistern. Ob das Spiel auch für uns eher Fluch oder Segen war, lest ihr in diesem Test.

Sich den Göttern entgegenstellen

In diesem Roguelike müsst ihr euch zahlreichen Prüfungen stellen, die im verfluchten Tempel stattfinden. Dieser Tempel, bestehend aus mehreren Etagen, beherbergt verschiedene, unbarmherzige tote Götter. Mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet versuchen sie euch das Leben schwer zu machen, sobald ihr genug Räume gesäubert und den Bosskampf mit ihnen erreicht habt.

Grundsätzlich müsst ihr sechs Räume des jeweiligen Dungeon-Raumes durchstreifen, bis ihr dem finalen Boss der Tempel-Stufe entgegentreten könnt. Für diese sechs Räume gibt es verschiedene Pfade, die ihr wählen könnt. Genau hier liegt eine nicht unwesentliche Komponente der Spielstrategie. Es gibt nämlich Räume, deren Säuberung mit Gold und zufälligen Waffen-Drops belohnt wird oder andere, die die Gesundheitsleiste auffüllen, wenn ihr in Kauf nehmt, mit zusätzlicher Verderbnis belastet zu werden.

Verderbnis ist eine besonders heikle Mechanik dieses Roguelike-Titels. Denn mit jeder Tür, die ihr durchquert, nimmt eure Verderbnis zu. Genauso, wenn ihr an Altaren entscheidet, ob ihr neue Relikte, verbesserte Waffen oder andere Effekte mit gesammeltem Gold oder mit Blut bezahlen wollt, wenn die Finanzen nicht reichen.

Schnellt lernt ihr, dass jede Entscheidung eine Konsequenz hat und Verzicht so manches Mal auch ein Gewinn sein kann. Denn manche Effekte oder Waffen sind zu geringwertig, als dass ihre hohen Kosten gerechtfertigt sind. Auch nicht jeder Raum der Heilung auf Kosten der Verderbnis lohnt sich. Denn letztlich kann er auch einer von sechs Räumen sein, den ihr gefahrenlos durchschreitet, auch wenn ihr dann keine Chance auf weiteres Gold oder Gear habt.

Ausrüstung

In Curse of the Dead Gods stehen euch eine Hauptwaffe (Y), eine Nebenfwaffe (X) und eine Schwere Waffe (B) zur Verfügung. Diese können mit komplett randomisierten Stärke-Werten und Effekten gefunden werden. Wenn ihr dann auf einen Raum mit Waffen-Upgrade-Schrein trefft, könnt ihr die Stärken und oft auch Nebeneffekte aufwerten. Mehr kritischer Trefferschaden, Blitzschaden, erhöhter Schaden im Dunklen oder anderes. Fitness, Geschicklichkeit & Wahrnehmung sind zusätzliche Bereiche, die ihr in den Runs ausbauen könnt. Bei Fitness wird die Bewegungs- und Angriffsgeschwindigkeit erhöht, bei Geschicklichkeit euer Schaden. Wenn eure Wahrnehmung gestärkt ist, ist der Schatzfund verbessert, sowohl in Qualität als auch Quantität. Andere passive Effekte, die ihr durch die Räume hinweg sammelt und bis zu sechs davon stapeln könnt, leisten euch zusätzliche Unterstützung. Dies können zum Beispiel reduzierte Goldopferkosten sein oder Heileffekte, wenn ihr Gegner in Stachelfallen stoßt oder Feuerspeiern zum Fraß vorwerft. Besonders glücklich könnt ihr euch schätzen, wenn ihr beim Raumwechsel mit reduzierten Verderbniskosten oder mit einem prozentualen Gesundheitsboost gefördert werdet.

Habt ihr es geschafft, den ersten Boss anzutreffen und mit dem richtigen Set an Gear und Perks zu besiegen, ist die Genugtuung überwältigend. Denn Curse of the Dead Gods ist unbarmherzig. Nur wer eine entsprechende Lernkurve durchläuft, kann sich verbessern und das Spiel meistern. Dazu gehört es auch, in den richtigen Momenten gegnerische Angriffe zu parieren oder durch gewisse Angriffskombinationen besondere Schadenseffekte auszulösen. Hierfür ist es unerlässlich, dass ihr die Angriffsmuster der Monster studiert, um ihnen das Fürchten lehren zu können. Nach Besiegen der jeweiligen Bosse werdet ihr neben der regulären Ingame-Währung der Kristall-Schädel und dem Gold auch zusätzlich mit Jade-Ringen und einem Blutjuwel belohnt. Diese Blutjuwelen sind die Barrieren, um mit entsprechender Zahl auf die nächste Tempelstufe zu kommen oder aber um dauerhafte Relikte freizuschalten.

Permanente Relikte und stärkere Waffen

Je mehr Kristallschädel, Ringe und Juwelen ihr gesammelt bzw. freigeschaltet habt, desto mehr dauerhafte Verbesserungen könnt ihr im Hub des Spiels aktivieren. Sobald ihr drei Blutjuwelen im Inventar habt, könnt ihr drei dauerhafte Relikte mit einer definierten Anzahl an Kristallschädeln aktivieren. Diese erleichtern euch die Runs. Etwa durch den direkten Start mit 1000 Gold, erhöhten Schaden bei Gegnern, die in Fallen Geraten oder andere Effekte. Gerade, wenn ihr die erste Tempelstufe überwunden habt, braucht ihr diese mehr denn je, denn jeden folgenden Gott anzutreffen bedeutet, den Tempel von Anfang an zu durchlaufen und damit auch alle vorherigen Götter erneut besiegen zu müssen.

Wenn die Zeit dein Gegner ist

Wichtig ist es auch, gut mit der zugefügten Verderbnis umzugehen. Denn wann immer euer Counter über 100 der jeweilgen Verderbnisstufe gerät, wird bei Raumwechsel eine weitere ausgelöst, die mit zusätzlichen, zufälligen Auswirkungen daherkommt. Eure Fackel hat plötzlich keine Wirkung mehr, Stachelfallen werden automatisch ausgelöst oder der Schaden in Dunkelheit nimmt zu. Trifft euch der fünfte und finale Fluch, der durch maximale Verderbnis ausgelöst wird, sinkt eure Gesundheit sekündlich um 1HP bis sie auf Null fällt. Somit ist klar, dass ein erfolgreiches Bestehen eines längeren Runs mit mehreren Göttern nicht schaffbar ist, wenn ihr frühzeitig diesen Fluch erleidet. Hier können Perks entgegenwirken, die für getötete Gegner, Goldopfer oder durchquerte Türen Verderbnis zurücknehmen.

Weitere Events

Wem diese Runs, die sich immer wieder unterschiedlich anfühlen, dadurch dass die Räume, der Loot und die Gegner zufällig generiert werden, nicht ausreichen, der kann an zeitlich eingeschränkten Events teilnehmen. Es können bis zu drei Events gestartet werden. Sind alle beendet, dauert es insgesamt drei weitere Tage, bis alle drei Eventslots wieder belegt und spielbar sind. In diesen Events erlangt ihr unter vorgegebenen Bedingungen pro gesäuberten Raum 2 zusätzliche Kristallschädel und bei Abschluss des gesamten Pfades zehn Extraschädel. Auf diese Weise wird das Grinden, dass für manche Permanenteffekte unerlässlich ist, etwas verkürzt. Insgesamt hätten hier weitere Anreize geschaffen werden können, die das Spielerlebnis weiter in den Vordergrund rücken & das Grinden etwas ammildern.

Die Schattenseiten des Roguelikes

Auch mussten wir in unserem Test bei stationärer Nutzung feststellen, dass in Situationen, in denen besonders viel auf dem Bildschirm passiert, der ein oder andere Lag auftreten kann. Obwohl das Spiel sonst sehr zuverlässig in allen Modi läuft, lässt sich dies wiederholt nicht vermeiden, wenn ihr mit aller Härte und vielen Effekten die Gegner, die selbst ihre Attacken auslösen wollen, vermöbelt. Abseits dessen ist die Technik aber zufriedenstellend und der Sound begleitet den Spieler fortwährend schaurig-schön.

8.0Wertung

Fazit

Curse of the Dead Gods ist ein tolles Roguelike mit riesigem Suchtfaktor-Potenzial. Trotz einiger Grind-Notwendigkeit und Mikro-Lags schafft es das Spiel durch seine perfekte Prozeduralität von Gegnern, Räumen, Loot & der freischaltbaren Ausrüstung, den Spieler immer neue Wege zum Sieg ausprobieren zu lassen. Die Verderbnis-Mechanik liefert dabei die Prise, ob der Run ein Triumpf oder eine Tragödie wird

Design
8.5
Sound
7.5
  • Hervorragendes Bestinarium
  • Ansprechendes Design & Vielfalt
  • Prozeduralität auf Topniveau
  • Tolles und intuitives Gameplay
  • Schwierigkeitsgrad ist enorm
  • Wiederholungsgefühl nach wenigen Stunden
  • teilweise Lags bei vielen Effekten & hoher Bewegungsgeschwindigkeit

Vielen Dank an die Firma Focus Home Interactive für die Bereitstellung des Testmusters.

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